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Auf P14 ins Ziel und trotzdem gewonnen: Kurioser Sieg für DTM-Pilot Luca Stolz

  • Aktualisiert: 19.06.2023
  • 12:00 Uhr
  • Motorsport-Total
Article Image Media
© SRO
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Nach einer Strafenflut kamen Luca Stolz und sein Teamkollegen Abu Bakar Ibrahim beim Rennen der GT-World-Challenge Asia in Fuji zu einem unerwarteten Sieg

Eine Woche vor dem zweiten Rennwochenende der DTM-Saison 2023 in Zandvoort feierte HRT-Pilot Luca Stolz am vergangenen Sonntag einen der wohl kuriosesten Siege seiner Motorsportkarriere. Beim zweiten Rennen der GT-World-Challenge Asia im japanischen Fuji wurden Stolz und sein Teamkollege Abu Bakar Ibrahim im Mercedes-AMG GT3 des Teams Triple Eight JMR auf der Rennstrecke nur als 14. abgewinkt.

Dennoch wurden sie am Ende als Sieger gewertet. Grund dafür war eine wahre Strafenflut: Weil alle 13 vor ihnen platzierten Fahrzeuge nachträglich eine Zeitstrafe von 30 Sekunden erhielten, wurden Stolz und Ibrahim im Ergebnis nach vorne gespült.

Auslöser für die zahlreichen Strafen war eine Safety-Car-Phase rund 20 Minuten vor Rennende. Der Craft-Bamboo-Mercedes von Jeffrey Lee, der im Rennen zuvor von DTM-Champion Maximilian Götz pilotiert wurde, war auf der Start-Ziel-Geraden mit einem mechanischen Defekt verunfallt und in die Boxenmauer eingeschlagen.

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Nur vier Teilnehmer befolgen die Anweisung der Rennleitung

Um die Unfallstelle zu umfahren, wies die Rennleitung die Teilnehmer an, während der Safety-Car-Phase durch die Boxengasse zu fahren. Nur vier Teilnehmer folgten dieser Anweisung, darunter auch Stolz' Partner Ibrahim, der zu diesem Zeitpunkt auf dem 19. Gesamtrang lag, sich aber in der Schlussphase des Rennens noch auf den 14.

Die Teilnehmer, die die Anweisung der Rennleitung missachtet hatten, erhielten eine Durchfahrtsstrafe, die, da sie erst nach Rennende ausgesprochen wurde, in eine Zeitstrafe von 30 Sekunden umgewandelt wurde.

Da Stolz und Ibrahim im Ziel mit 17 Sekunden Rückstand auf die ursprünglichen Rennsieger Satoshi Hoshino und Tomonobu Fujii im Aston Martin von Team D'station das bestplatzierte nicht bestrafte Team waren, wurden sie schließlich als Sieger gewertet.

Auf dem Podium konnten Stolz und Ibrahim diesen kuriosen Erfolg allerdings nicht feiern, denn die Strafen wurden erst einige Zeit nach dem Rennen ausgesprochen, als die Siegerehrung in der ursprünglichen Reihenfolge längst erfolgt war.

Dennis Olsen ebenfalls auf dem Podium

Jubeln durfte dagegen Manthey-Pilot Dennis Olsen. Der Norweger stand zusammen mit seinem Partner Lu Wei sowohl auf der Strecke als auch im bereinigten Ergebnis auf dem Podium. Beide waren im Porsche 911 GT3 R des Teams R&B Racing zunächst als Zweite ins Ziel gekommen, gehörten aber zu den Teams, die wegen eines Vergehens während er Safety-Car-Phase bestraft wurden.

Olsen und Lu profitierten jedoch davon, dass die ursprünglichen Rennsieger zusätzlich eine Zeitstrafe von zehn Sekunden erhielten, weil sie bei einem Überholmanöver die Strecke verlassen und sich dadurch einen Vorteil verschafft hatten.


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