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Motorsport DTM

Preining über Bortolotti-Pech: "Feiere es nicht, wenn jemand Problem hat"

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© Alexander Trienitz
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Jetzt ist er derjenige, der alles zu verlieren hat: Thomas Preining kehrte als Matchwinner vom Heimspiel in Spielberg zurück. Mit einem sechsten und einem dritten Platz übernahm er wieder die Tabellenführung in der DTM, während Titelrivale Mirko Bortolotti nur sieben Punkte aus der Steiermark mitnahm.

Bortolottis Nuller am Sonntag änderte die Situation diametral. Preining erzählt auf Nachfrage von Motorsport-Total.com, dass er über die Situation seines Rivalen im Lamborghini Bescheid wusste: "Mein Ingenieur hat mir gesagt, wie es aussieht. Von da an habe ich versucht, das Risiko zu managen. Es war nicht immer einfach, das richtig einzuschätzen."

Wie schwierig das war, zeigte sich schon am Start am Sonntag. Da kam es zu einer nicht unerheblichen Berührung mit dem Emil-Frey-Ferrari von Jack Aitken: "Er hat mich ziemlich hart getroffen. Ich hatte schon Angst, dass etwas beschädigt sein könnte."

"Aitken hat versucht, innen an Sheldon [van der Linde] vorbeizukommen, in einem spitzen Winkel. Ich war außen mit mehr Schwung, deshalb haben unsere Winkel nicht wirklich zusammengepasst. Ich bin froh, dass nichts passiert ist, zumindest bei mir nicht."

Danach war der dritte Platz abgesichert. Ob noch einmal kurz Hoffnung aufkeimte, als der Regen einsetzte? Bekanntlich ist der Porsche 911 GT3 R aufgrund der guten Traktion mit dem Heckmotor ein hervorragendes Regenauto.

Das Gegenteil war der Fall, denn die Regentropfen brachten eher die Sorge mit sich, dass noch etwas schiefgehen könnte: "Abgesehen von diesen Runden, in denen es etwas seltsam war, habe ich das Rennen wirklich genossen. Ich wollte das Rennen einfach sauber zu Ende fahren, deshalb ist es gut, wie es gelaufen ist."

"Das anstrengendste Wochenende meiner Karriere, aber auch das schönste. Das ganze Wochenende war sehr intensiv - körperlich und mental. Ich hatte noch nie so viel Unterstützung - und es ist toll, das mit einem Podiumsplatz zu krönen".

Potenzielle Nachteile bereiten keine Sorgen

Der Manthey-Porsche-Pilot stellt aber auch klar, dass er sich nicht über das Pech des SSR-Lamborghini-Rivalen gefreut hat: "Wir haben jetzt eine gute Ausgangsposition, aber ich feiere es nicht, wenn jemand einen schlechten Tag hat, ein Problem oder einen Crash."

"Unser Auto hat in Hockenheim Potenzial, vor allem der neue Porsche ist dafür noch ein bisschen besser geeignet. Aber es wird sicher ein hartes Wochenende, denn alle werden dort sehr schnell sein."

Zumal Lamborghini in Hockenheim extrem stark ist. In den zwölf Läufen des ADAC GT Masters, die nach SRO-BoP ausgetragen werden, holte der Lamborghini Huracan GT3 seit 2017 vier Siege, der Porsche 911 GT3 R im gleichen Zeitraum nur zwei.

In der DTM blieben bei abweichender BoP beide Marken in den vergangenen beiden Jahren im Motodrom sieglos. Zu berücksichtigen ist aber auch, dass beide Fahrzeuge in der Saison 2023 in einer neuen Spezifikation an den Start gehen - der Lamborghini als Evo2, der Porsche in der Baureihe 992, wie von Preining angeschnitten, sogar als komplett neues Modell.

Eine zusätzliche Herausforderung für Preining: Bortolotti kämpft nicht zum ersten Mal um einen derart prestigeträchtigen Titel, er selbst schon. Der Linzer spielt das herunter: "Ich glaube, dass jeder, der auf diesem Niveau um die Meisterschaft kämpft, sehr viel Erfahrung hat. Ich bin mit 25 Jahren natürlich nicht der Älteste im Feld, aber ich würde mich schon als erfahren bezeichnen."

"Am Ende wird der Meister gekürt, aber nicht durch ein Rennen beim Finale, sondern durch die Gesamtleistung über die Saison."


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