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Motorsport DTM

"So viel Rauchentwicklung im Cockpit": Sieger Wittmann rechnete mit Ausfall

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© Alexander Trienitz
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Der Jubel an der Schubert-Box war riesig, als Marco Wittmann nach einer Durststrecke von eineinhalb Jahren in Zandvoort seinen 19. DTM-Sieg einfuhr - und das von Startplatz 14! Dabei bangte der zweimalige Champion, dessen BMW bei der Kollision mit Mirko Bortolotti beschädigt wurde, bis zum Schluss .

"Es war auf Messers Schneide", sagt Wittmann, der laut eigenen Angaben "nicht gedacht" hätte, "dass wir das zu Ende fahren können", bei ran.de. "Recht viel länger - und das Rad wäre hochgegangen!"

Denn nach der Kollision berührte das linke Teil der Heckschürze das linke Hinterrad. "Die Rauchentwicklung war so heftig. Da hat es wirklich Gummifetzen vom linken Hinterrad runtergeschliffen", schildert Wittmann.

"Reifendruck und Temperaturen gingen hoch"

Vor allem in Rechtskurven war die Rauchfahne besorgniserregend. "Ich selbst hatte irgendwann so viel Rauchentwicklung im Cockpit, dass ich fast nichts mehr sehen konnte", erzählt er. "Heute hat am Ende wirklich der Renngott hier oben dafür gesorgt, dass das Eck hinten links irgendwann abfällt - und mein Rad wieder freisteht."

Es dauerte zwei Runden, ehe sich das Teil löste. Bis dahin konnte Wittmann nur warten und hoffen: "Denn du weißt: Wenn das so weiter geht, wird der Reifen irgendwann platzen", sagt er. "Ich habe gemerkt, wie der Reifendruck hinten links hochgegangen ist, die Temperaturen. Ich habe gehört, wie der Gummi vom linken Hinterreifen weggeflogen ist. Das Auto wurde sehr unruhig."

Doch selbst als sich das Teil gelöst hatte und nicht mehr am Reifen scheuerte, war sich Wittmann seiner Sache nicht ganz sicher. Kein Wunder, denn erst in Oschersleben ging dem Fürther, der nun auf dem Norisring sein Heimspiel feiert, in Führung liegend der Sprit aus.

"Ich bin wirklich froh, denn ich habe ziemlich jede Runde gebetet, dass der linke Hinterreifen bis zum Ende des Rennens überlebt", sagt er.

Bortolotti: "In manchen Kurven war es schlimmer"

Ob Bortolotti durch die Umstände mit dem Sieg liebäugelte? "So sehr man als Rennfahrer auch gewinnen will, wünscht man dem Gegner kein Pech", stellt der SSR-Lamborghini-Pilot klar. " Ich habe den Rauch gesehen, aber ich habe auch gesehen, dass es in manchen Kurven schlimmer und an anderen Stellen wieder normal ist."

Am schlimmsten sei es "auf der Start-Ziel-Geraden" gewesen. Die Sicht sei aber kein Problem gewesen. "Ich wusste, dass ein Teil seines Autos den Reifen berührt hat. Und er hat in einer Runde einige Teile verloren, dadurch hat sich das Problem aufgelöst", sagt der DTM-Vizemeister.

Dass Wittmann das Rennen trotz Startplatz 14 für sich entscheiden konnte, war auf den guten Start, die zahlreichen Überholmanöver und die perfekte Strategie zurückzuführen. "Wir waren dieses Wochenende in beiden Rennen extrem stark beim Reifenmanagement und beim Abbau, speziell bei meinem Auto", weiß Wittmann. "Ich bin sehr happy."


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