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Stolz schlägt nach Tiefschlag mit Podest zurück: "Mega-Performance von ihm"

  • Aktualisiert: 29.06.2023
  • 09:00 Uhr
  • Motorsport-Total
Article Image Media
© Gruppe C Photography
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Erleichterung bei Luca Stolz nach dem Horrorauftakt: Wie der AMG-Werksfahrer HRT-Teamchef Ulrich Fritz in Zandvoort vor allem im Qualifying schwer beeindruckte

In Oschersleben lief bei HRT und Luca Stolz, der mit seinem Donnerstag-Crash eine Kettenreaktion auslöste, alles schief . Doch in Zandvoort meldete sich der 27-jährige Mercedes-AMG-Werksfahrer mit einem bärenstarken Rennen am Sonntag und Platz drei auf dem Podest zurück.

"Ich bin erleichtert, dass wir wieder auf dem Podest sind", offenbart Stolz, wie wichtig das Erfolgserlebnis nach dem verpatzten Saisonstart ist. "Wir haben schon am Freitag gesehen, dass wir viel besser sind als in Oschersleben. Toll, sich so zurückzumelden."

Auch wenn Stolz, der sich selten in den Vordergrund drängt, die Boxencrew und die perfekte Strategie als Schlüssel zum Erfolg sieht, zeigt sich HRT-Teamchef Ulrich Fritz vor allem von der Qualifying-Leistung seines Schützlings schwer beeindruckt. "Hut ab vor Luca", sagt er. "Das war eine Mega-Performance von ihm."

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"Massive Drucksituation": Wie Stolz im Qualifying glänzte

Platz sechs mit 0,588 Sekunden Rückstand sieht zwar auf den ersten Blick nicht wie ein absolutes Highlight aus, doch Stolz lag während des Abbruchs drei Minuten vor Schluss auf dem letzten Platz und befand sich auf seiner schnellen Runde, die er nicht beenden konnte.

Daher musste er nach dem Restart zaubern, obwohl vor ihm einige andere Boliden fuhren und er mit den bereits angefahrenen Reifen unterwegs war. "Das war eine massive Drucksituation. Und Luca hat wirklich was draus gemacht, obwohl die Reifen sicher nicht mehr im gleichen Zustand waren wie im ersten Anlauf", sagt Fritz.

Stolz im Rennen makellos: "War das Maximum"

Wie er dann im Rennen von Platz sechs aufs Podest fuhr? Nachdem Stolz durch den mäßigen Start von Thomas Preining auf der Außenbahn gebremst wurde und auf Platz sieben zurückfiel, lag er durch die Strategie und die gewohnt schnellen HRT-Stopps plötzlich auf Platz drei. Und wehrte am Ende auch noch die Angriffe von Project-1-BMW-Pilot Marco Wittmann ab.

"Luca hat das extrem gut gemacht", so Fritz. "Er hat immer im zweiten Sektor die Zeit rausgearbeitet, die er dann im ersten und im dritten gebraucht hat, um sich zu verteidigen. Das war sehr souverän und zeigt seine Klasse." Platz drei sei laut dem ehemaligen Mercedes-AMG-DTM-Leiter "das Maximum" gewesen.

Das gelang Stolz übrigens mit seinem neu aufgebauten Mercedes-AMG GT3, denn der Oschersleben-Crash hatte den Motor zerstört und einen Riss im Chassis verursacht. Deshalb musste man dort ein Ersatzauto organisieren, bei dem es sich um den Boliden vom 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring handelte.

"Wir haben jetzt sein Auto mit einem komplett neuen Chassis aufgebaut - den Motor konnten wir reparieren", stellt Fritz klar, dass das Ersatzauto kein zweites Mal zum Einsatz kam.

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Fritz über Stolz: "Schmerz hilft dir, dich zu besinnen"

Wie überrascht Fritz war, dass sich Stolz nach dem Horror-Wochenende in Oschersleben so stark zurückgemeldet hat? "Das sind Profis", sagt er. "Wenn du ein Wochenende hast, das arg weh tut, dann hilft dir der Schmerz auch wieder, dich zu besinnen und beim nächsten Mal Höchstleistung zu bringen. Das war diesmal sicher der Fall."

Denn der Samstag, als Stolz im Rennen auf Platz elf landete, sei laut Fritz auch schon "richtig gut" gewesen, auch wenn es das Ergebnis nicht zeigt. " Luca wäre wahrscheinlich im Bereich von Platz fünf oder sechs gestanden, wenn man sich die Sektorenzeiten anschaut, aber wir haben mit beiden Autos im Qualifying Verkehr gekriegt", erklärt er.

So wurde es aber nur Startplatz 14. Damit waren die Möglichkeiten im Rennen begrenzt, da das Überholen in Zandvoort extrem schwierig ist.


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