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Formel E: Die Gewinner und Verlierer des Rennwochenendes in Berlin


                <strong>Formel E: Die Gewinner und Verlierer des Rennwochenendes in Berlin</strong><br>
                Die Äbte weinen, Maximilian Günther schafft Historisches, Pascal Wehrlein verteidigt so gerade noch die Gesamtführung und die "Letzte Generation" sorgt für Unverständnis – die Gewinner und Verlierer vom Rennwochenende der Formel E in Berlin.
Formel E: Die Gewinner und Verlierer des Rennwochenendes in Berlin
Die Äbte weinen, Maximilian Günther schafft Historisches, Pascal Wehrlein verteidigt so gerade noch die Gesamtführung und die "Letzte Generation" sorgt für Unverständnis – die Gewinner und Verlierer vom Rennwochenende der Formel E in Berlin.
© Imago

                <strong>Gewinner: Abt und Nico Müller</strong><br>
                Abt und Nico Müller: Aufatmen bei Abt! Freudentränen. Endlich die ersten Punkte. Im verregneten Qualifying raste zunächste Robin Frijns im Abt-Duell mit Nico Müller auf die Pole, die die ersten drei Punkte einbrachte. Im Rennen zeigte sich, dass die Äbte unter normalen Bedingungen weiterhin Schwierigkeiten haben mit ihrem Auto. Doch Müller holte als Neunter auch im Rennen erste Zähler. "Ich bin einfach nur happy für das ganze Team", sagte der Schweizer: "Wir haben aus eigener Kraft Punkte im Rennen geholt - ich glaube, vor mir ist kaum jemand ausgefallen. Dafür haben wir die letzten Monate hart gearbeitet. Das ist ein Boost, aber es wird unter normalen Umständen trotzdem nicht einfach, aus eigener Kraft vorn mitzumischen."
Gewinner: Abt und Nico Müller
Abt und Nico Müller: Aufatmen bei Abt! Freudentränen. Endlich die ersten Punkte. Im verregneten Qualifying raste zunächste Robin Frijns im Abt-Duell mit Nico Müller auf die Pole, die die ersten drei Punkte einbrachte. Im Rennen zeigte sich, dass die Äbte unter normalen Bedingungen weiterhin Schwierigkeiten haben mit ihrem Auto. Doch Müller holte als Neunter auch im Rennen erste Zähler. "Ich bin einfach nur happy für das ganze Team", sagte der Schweizer: "Wir haben aus eigener Kraft Punkte im Rennen geholt - ich glaube, vor mir ist kaum jemand ausgefallen. Dafür haben wir die letzten Monate hart gearbeitet. Das ist ein Boost, aber es wird unter normalen Umständen trotzdem nicht einfach, aus eigener Kraft vorn mitzumischen."
© IMAGO/Andreas Gora

                <strong>Gewinner: Maximilian Günther</strong><br>
                Was für ein Wochenende auch für den Deutschen. Er holte nicht nur seine ersten Saisonpunkte, sondern bescherte am Samstag als Dritter seinem Maserati-Team auch das erste Podium. Am Sonntag legte er nach, fuhr von Startplatz (21!) noch auf Rang sechs – zwei ganz starke Auftritte, die ihm und dem Team Auftrieb gegen sollten für weitere Erfolge. "Das war ein gutes Wochenende für uns als Team, und ich bin wirklich zufrieden damit, wie sich mein Rennen heute entwickelt hat. Von der letzten Startreihe auf den sechsten Platz zu fahren, mit der schnellsten Runde, fühlt sich großartig an", sagte Günther: "Das Momentum ist in der Formel E unglaublich wichtig, es stehen noch viele Rennen an, und mit diesem Ergebnis können wir jetzt zu unserem Heimrennen nach Monaco."
Gewinner: Maximilian Günther
Was für ein Wochenende auch für den Deutschen. Er holte nicht nur seine ersten Saisonpunkte, sondern bescherte am Samstag als Dritter seinem Maserati-Team auch das erste Podium. Am Sonntag legte er nach, fuhr von Startplatz (21!) noch auf Rang sechs – zwei ganz starke Auftritte, die ihm und dem Team Auftrieb gegen sollten für weitere Erfolge. "Das war ein gutes Wochenende für uns als Team, und ich bin wirklich zufrieden damit, wie sich mein Rennen heute entwickelt hat. Von der letzten Startreihe auf den sechsten Platz zu fahren, mit der schnellsten Runde, fühlt sich großartig an", sagte Günther: "Das Momentum ist in der Formel E unglaublich wichtig, es stehen noch viele Rennen an, und mit diesem Ergebnis können wir jetzt zu unserem Heimrennen nach Monaco."
© IMAGO/GEPA pictures

                <strong>Gewinner: Nick Cassidy</strong><br>
                Plötzlich Titelkandidat! Nick Cassidy hat sich in Berlin in Stellung gebracht. Platz fünf am Samstag, am Sonntag dann der Sieg – Cassidy zeigt mit Envision, dass man als Jaguar-Kundenteam ähnlich stark ist wie das Werksteam. Cassidy konnte 21 Punkte auf Tabellenführer Pascal Wehrlein gutmachen und hat nun nur noch vier Zähler (96:100) Rückstand. Nach hinten hat Cassidy 15 Punkte Vorsprung auf Jean-Eric Vergne. "Als Fahrer ist das der ultimative Traum!", jubelte er: "Ich hatte wirklich viel Glück, und ich bin sicher, dass noch einige Pechsträhnen und schlechte Wochenenden auf uns zukommen werden, aber bis dahin genieße ich die Fahrt - es ist einfach unglaublich", sagte Cassidy.
Gewinner: Nick Cassidy
Plötzlich Titelkandidat! Nick Cassidy hat sich in Berlin in Stellung gebracht. Platz fünf am Samstag, am Sonntag dann der Sieg – Cassidy zeigt mit Envision, dass man als Jaguar-Kundenteam ähnlich stark ist wie das Werksteam. Cassidy konnte 21 Punkte auf Tabellenführer Pascal Wehrlein gutmachen und hat nun nur noch vier Zähler (96:100) Rückstand. Nach hinten hat Cassidy 15 Punkte Vorsprung auf Jean-Eric Vergne. "Als Fahrer ist das der ultimative Traum!", jubelte er: "Ich hatte wirklich viel Glück, und ich bin sicher, dass noch einige Pechsträhnen und schlechte Wochenenden auf uns zukommen werden, aber bis dahin genieße ich die Fahrt - es ist einfach unglaublich", sagte Cassidy.
© IMAGO/PanoramiC

                <strong>Gewinner: Porsche und Jaguar</strong><br>
                Nach acht von 16 Rennen kann man eine Titel-Zwischenbilanz ziehen: Der Weg zur WM-Krone 2023 führt wohl über die Teams mit Porsche- und Jaguar-Antrieben, also die Werksteams und die Kundenteams Andretti und Envision. Berlin hat gezeigt: Die Nase hat aktuell Jaguar vorne.  Jaguar sei von Beginn an stark gewesen, sagte Antonio Felix da Costa bei e-formel.de: "Sie haben nur einige Fehler gemacht und hatten dazu noch Pech, während Pascal einen hervorragenden Saisonstart hatte. Jetzt haben sie gute und saubere Wochenenden. Sie holen viele Punkte, sind super schnell und konstant. Wir müssen sicherstellen, dass wir das auch schaffen", so der Portugiese.
Gewinner: Porsche und Jaguar
Nach acht von 16 Rennen kann man eine Titel-Zwischenbilanz ziehen: Der Weg zur WM-Krone 2023 führt wohl über die Teams mit Porsche- und Jaguar-Antrieben, also die Werksteams und die Kundenteams Andretti und Envision. Berlin hat gezeigt: Die Nase hat aktuell Jaguar vorne.  Jaguar sei von Beginn an stark gewesen, sagte Antonio Felix da Costa bei e-formel.de: "Sie haben nur einige Fehler gemacht und hatten dazu noch Pech, während Pascal einen hervorragenden Saisonstart hatte. Jetzt haben sie gute und saubere Wochenenden. Sie holen viele Punkte, sind super schnell und konstant. Wir müssen sicherstellen, dass wir das auch schaffen", so der Portugiese.
© IMAGO/foto2press

                <strong>Verlierer: Pascal Wehrlein</strong><br>
                Der Deutsche ist immer noch Gesamtspitzenreiter. Und er ist in Berlin als Sechster und Siebter zwei Mal in die Punkte gefahren. Doch zum einen war mehr drin, zum anderen fehlt nach einem überragenden Saisonstart mit 80 Punkten aus vier Rennen ein wenig das Momentum. In den letzten vier Läufen waren es nur noch 20 Zähler. Auch wenn viele Konkurrenten das noch nicht wirklich nutzen konnten, wird sich Wehrlein so nicht mehr lange an der Spitze halten können. "Ich freue mich, dass ich als Führender der Fahrerwertung in die zweite Saisonhälfte starte. Das ist das Positive, das wir aus Berlin mitnehmen", sagte Wehrlein.
Verlierer: Pascal Wehrlein
Der Deutsche ist immer noch Gesamtspitzenreiter. Und er ist in Berlin als Sechster und Siebter zwei Mal in die Punkte gefahren. Doch zum einen war mehr drin, zum anderen fehlt nach einem überragenden Saisonstart mit 80 Punkten aus vier Rennen ein wenig das Momentum. In den letzten vier Läufen waren es nur noch 20 Zähler. Auch wenn viele Konkurrenten das noch nicht wirklich nutzen konnten, wird sich Wehrlein so nicht mehr lange an der Spitze halten können. "Ich freue mich, dass ich als Führender der Fahrerwertung in die zweite Saisonhälfte starte. Das ist das Positive, das wir aus Berlin mitnehmen", sagte Wehrlein.
© IMAGO/Andreas Gora

                <strong>Verlierer: Rene Rast</strong><br>
                Er hatte "selten so viel Motivation", sagte Rene Rast vor dem Doppelpack in Berlin. Motivation alleine reicht dann aber nicht, so groß sie auch sein mag. Im ersten Rennen kollidierte er mit Sergio Sette Camara, im zweiten ging er ebenfalls leer aus. Zuvor hatte er sich vor allem durch ein schlechtes Qualifying (Startplätze 14 und 17) selbst in eine schwierige Lage gebracht. Für Rast war es trotz der Motivation ein Wochenende zum Vergessen.
Verlierer: Rene Rast
Er hatte "selten so viel Motivation", sagte Rene Rast vor dem Doppelpack in Berlin. Motivation alleine reicht dann aber nicht, so groß sie auch sein mag. Im ersten Rennen kollidierte er mit Sergio Sette Camara, im zweiten ging er ebenfalls leer aus. Zuvor hatte er sich vor allem durch ein schlechtes Qualifying (Startplätze 14 und 17) selbst in eine schwierige Lage gebracht. Für Rast war es trotz der Motivation ein Wochenende zum Vergessen.
© IMAGO/Andreas Beil

                <strong>Verlierer: Letzte Generation</strong><br>
                Die Klimaprotestbewegung "Letzte Generation" hat vor dem Start des Rennens am Sonntag mit einer Protestaktion für Wirbel und Gefahr gesorgt. Mehrere Personen waren über den Zaun auf die Start-Ziel-Gerade gelangt und setzten sich dort auf die Fahrbahn. Kurz danach wurden sie von den Sicherheitskräften von der Strecke geführt. Die Gruppe veröffentlichte später ein Video in den sozialen Medien. "Es ist Zeit, vom Gas zu gehen. Denn wir sind auf dem Highway in die Klimahölle mit dem Fuß auf dem Gaspedal", schrieb sie dazu. Die Fahrer reagierten auf die Aktion mit jeder Menge Unverständnis. "Als erstes vermutete ich, dass es ein Sportwart mit gelben Flaggen wäre. Dann sprang die Person aber über den Zaun und setzte sich direkt vor mein Auto. Ich dachte nur: What the fuck", sagte Lucas di Grassi bei e-formel.de. "Sie sollten lieber in einem Museum oder anderswo demonstrieren gehen. Vor allem für ihre eigene Sicherheit. Ich glaube, jetzt habe ich in der Formel E alles gesehen!" Abt-Pilot Robin Frijns findet "das traurig. Ich habe diese Leute noch nie verstanden. Wir versuchen hier, dem Klima zu helfen und der Welt zu zeigen, dass Elektromobilität besser für die Erde ist. Und dann kommen sie her und machen so etwas. Ich habe dafür kein Verständnis."
Verlierer: Letzte Generation
Die Klimaprotestbewegung "Letzte Generation" hat vor dem Start des Rennens am Sonntag mit einer Protestaktion für Wirbel und Gefahr gesorgt. Mehrere Personen waren über den Zaun auf die Start-Ziel-Gerade gelangt und setzten sich dort auf die Fahrbahn. Kurz danach wurden sie von den Sicherheitskräften von der Strecke geführt. Die Gruppe veröffentlichte später ein Video in den sozialen Medien. "Es ist Zeit, vom Gas zu gehen. Denn wir sind auf dem Highway in die Klimahölle mit dem Fuß auf dem Gaspedal", schrieb sie dazu. Die Fahrer reagierten auf die Aktion mit jeder Menge Unverständnis. "Als erstes vermutete ich, dass es ein Sportwart mit gelben Flaggen wäre. Dann sprang die Person aber über den Zaun und setzte sich direkt vor mein Auto. Ich dachte nur: What the fuck", sagte Lucas di Grassi bei e-formel.de. "Sie sollten lieber in einem Museum oder anderswo demonstrieren gehen. Vor allem für ihre eigene Sicherheit. Ich glaube, jetzt habe ich in der Formel E alles gesehen!" Abt-Pilot Robin Frijns findet "das traurig. Ich habe diese Leute noch nie verstanden. Wir versuchen hier, dem Klima zu helfen und der Welt zu zeigen, dass Elektromobilität besser für die Erde ist. Und dann kommen sie her und machen so etwas. Ich habe dafür kein Verständnis."
© IMAGO/Andreas Gora

                <strong>Verlierer: Dan Ticktum</strong><br>
                Dan Ticktum macht seinem Ruf als Pistenrambo auch in Berlin alle Ehre. Nach einem Crash am Samstag erhielt er unter anderem zwei Strafpunkte. Er steht nun bei acht und nähert sich einer Rennsperre, die es ab zwölf Zählern gibt. Und dann holte er auch noch zum Rundumschlag aus, und das gegen das eigene Team. "Unsere Energieeffizienz ist entsetzlich. Ich habe die Schnauze voll, das Problem zu verschleiern", sagte er, und wetterte: "Egal wie hart wir arbeiten, egal wie gut das Auto von der Mechanik her funktioniert oder es auf eine Runde schnell ist: Wir haben ständig Probleme. Und ganz ehrlich, ich verliere so langsam die Geduld. Wir müssen das aussortieren, weil so verschwenden wir jedermanns Zeit."
Verlierer: Dan Ticktum
Dan Ticktum macht seinem Ruf als Pistenrambo auch in Berlin alle Ehre. Nach einem Crash am Samstag erhielt er unter anderem zwei Strafpunkte. Er steht nun bei acht und nähert sich einer Rennsperre, die es ab zwölf Zählern gibt. Und dann holte er auch noch zum Rundumschlag aus, und das gegen das eigene Team. "Unsere Energieeffizienz ist entsetzlich. Ich habe die Schnauze voll, das Problem zu verschleiern", sagte er, und wetterte: "Egal wie hart wir arbeiten, egal wie gut das Auto von der Mechanik her funktioniert oder es auf eine Runde schnell ist: Wir haben ständig Probleme. Und ganz ehrlich, ich verliere so langsam die Geduld. Wir müssen das aussortieren, weil so verschwenden wir jedermanns Zeit."
© IMAGO/PanoramiC

                <strong>Formel E: Die Gewinner und Verlierer des Rennwochenendes in Berlin</strong><br>
                Die Äbte weinen, Maximilian Günther schafft Historisches, Pascal Wehrlein verteidigt so gerade noch die Gesamtführung und die "Letzte Generation" sorgt für Unverständnis – die Gewinner und Verlierer vom Rennwochenende der Formel E in Berlin.

                <strong>Gewinner: Abt und Nico Müller</strong><br>
                Abt und Nico Müller: Aufatmen bei Abt! Freudentränen. Endlich die ersten Punkte. Im verregneten Qualifying raste zunächste Robin Frijns im Abt-Duell mit Nico Müller auf die Pole, die die ersten drei Punkte einbrachte. Im Rennen zeigte sich, dass die Äbte unter normalen Bedingungen weiterhin Schwierigkeiten haben mit ihrem Auto. Doch Müller holte als Neunter auch im Rennen erste Zähler. "Ich bin einfach nur happy für das ganze Team", sagte der Schweizer: "Wir haben aus eigener Kraft Punkte im Rennen geholt - ich glaube, vor mir ist kaum jemand ausgefallen. Dafür haben wir die letzten Monate hart gearbeitet. Das ist ein Boost, aber es wird unter normalen Umständen trotzdem nicht einfach, aus eigener Kraft vorn mitzumischen."

                <strong>Gewinner: Maximilian Günther</strong><br>
                Was für ein Wochenende auch für den Deutschen. Er holte nicht nur seine ersten Saisonpunkte, sondern bescherte am Samstag als Dritter seinem Maserati-Team auch das erste Podium. Am Sonntag legte er nach, fuhr von Startplatz (21!) noch auf Rang sechs – zwei ganz starke Auftritte, die ihm und dem Team Auftrieb gegen sollten für weitere Erfolge. "Das war ein gutes Wochenende für uns als Team, und ich bin wirklich zufrieden damit, wie sich mein Rennen heute entwickelt hat. Von der letzten Startreihe auf den sechsten Platz zu fahren, mit der schnellsten Runde, fühlt sich großartig an", sagte Günther: "Das Momentum ist in der Formel E unglaublich wichtig, es stehen noch viele Rennen an, und mit diesem Ergebnis können wir jetzt zu unserem Heimrennen nach Monaco."

                <strong>Gewinner: Nick Cassidy</strong><br>
                Plötzlich Titelkandidat! Nick Cassidy hat sich in Berlin in Stellung gebracht. Platz fünf am Samstag, am Sonntag dann der Sieg – Cassidy zeigt mit Envision, dass man als Jaguar-Kundenteam ähnlich stark ist wie das Werksteam. Cassidy konnte 21 Punkte auf Tabellenführer Pascal Wehrlein gutmachen und hat nun nur noch vier Zähler (96:100) Rückstand. Nach hinten hat Cassidy 15 Punkte Vorsprung auf Jean-Eric Vergne. "Als Fahrer ist das der ultimative Traum!", jubelte er: "Ich hatte wirklich viel Glück, und ich bin sicher, dass noch einige Pechsträhnen und schlechte Wochenenden auf uns zukommen werden, aber bis dahin genieße ich die Fahrt - es ist einfach unglaublich", sagte Cassidy.

                <strong>Gewinner: Porsche und Jaguar</strong><br>
                Nach acht von 16 Rennen kann man eine Titel-Zwischenbilanz ziehen: Der Weg zur WM-Krone 2023 führt wohl über die Teams mit Porsche- und Jaguar-Antrieben, also die Werksteams und die Kundenteams Andretti und Envision. Berlin hat gezeigt: Die Nase hat aktuell Jaguar vorne.  Jaguar sei von Beginn an stark gewesen, sagte Antonio Felix da Costa bei e-formel.de: "Sie haben nur einige Fehler gemacht und hatten dazu noch Pech, während Pascal einen hervorragenden Saisonstart hatte. Jetzt haben sie gute und saubere Wochenenden. Sie holen viele Punkte, sind super schnell und konstant. Wir müssen sicherstellen, dass wir das auch schaffen", so der Portugiese.

                <strong>Verlierer: Pascal Wehrlein</strong><br>
                Der Deutsche ist immer noch Gesamtspitzenreiter. Und er ist in Berlin als Sechster und Siebter zwei Mal in die Punkte gefahren. Doch zum einen war mehr drin, zum anderen fehlt nach einem überragenden Saisonstart mit 80 Punkten aus vier Rennen ein wenig das Momentum. In den letzten vier Läufen waren es nur noch 20 Zähler. Auch wenn viele Konkurrenten das noch nicht wirklich nutzen konnten, wird sich Wehrlein so nicht mehr lange an der Spitze halten können. "Ich freue mich, dass ich als Führender der Fahrerwertung in die zweite Saisonhälfte starte. Das ist das Positive, das wir aus Berlin mitnehmen", sagte Wehrlein.

                <strong>Verlierer: Rene Rast</strong><br>
                Er hatte "selten so viel Motivation", sagte Rene Rast vor dem Doppelpack in Berlin. Motivation alleine reicht dann aber nicht, so groß sie auch sein mag. Im ersten Rennen kollidierte er mit Sergio Sette Camara, im zweiten ging er ebenfalls leer aus. Zuvor hatte er sich vor allem durch ein schlechtes Qualifying (Startplätze 14 und 17) selbst in eine schwierige Lage gebracht. Für Rast war es trotz der Motivation ein Wochenende zum Vergessen.

                <strong>Verlierer: Letzte Generation</strong><br>
                Die Klimaprotestbewegung "Letzte Generation" hat vor dem Start des Rennens am Sonntag mit einer Protestaktion für Wirbel und Gefahr gesorgt. Mehrere Personen waren über den Zaun auf die Start-Ziel-Gerade gelangt und setzten sich dort auf die Fahrbahn. Kurz danach wurden sie von den Sicherheitskräften von der Strecke geführt. Die Gruppe veröffentlichte später ein Video in den sozialen Medien. "Es ist Zeit, vom Gas zu gehen. Denn wir sind auf dem Highway in die Klimahölle mit dem Fuß auf dem Gaspedal", schrieb sie dazu. Die Fahrer reagierten auf die Aktion mit jeder Menge Unverständnis. "Als erstes vermutete ich, dass es ein Sportwart mit gelben Flaggen wäre. Dann sprang die Person aber über den Zaun und setzte sich direkt vor mein Auto. Ich dachte nur: What the fuck", sagte Lucas di Grassi bei e-formel.de. "Sie sollten lieber in einem Museum oder anderswo demonstrieren gehen. Vor allem für ihre eigene Sicherheit. Ich glaube, jetzt habe ich in der Formel E alles gesehen!" Abt-Pilot Robin Frijns findet "das traurig. Ich habe diese Leute noch nie verstanden. Wir versuchen hier, dem Klima zu helfen und der Welt zu zeigen, dass Elektromobilität besser für die Erde ist. Und dann kommen sie her und machen so etwas. Ich habe dafür kein Verständnis."

                <strong>Verlierer: Dan Ticktum</strong><br>
                Dan Ticktum macht seinem Ruf als Pistenrambo auch in Berlin alle Ehre. Nach einem Crash am Samstag erhielt er unter anderem zwei Strafpunkte. Er steht nun bei acht und nähert sich einer Rennsperre, die es ab zwölf Zählern gibt. Und dann holte er auch noch zum Rundumschlag aus, und das gegen das eigene Team. "Unsere Energieeffizienz ist entsetzlich. Ich habe die Schnauze voll, das Problem zu verschleiern", sagte er, und wetterte: "Egal wie hart wir arbeiten, egal wie gut das Auto von der Mechanik her funktioniert oder es auf eine Runde schnell ist: Wir haben ständig Probleme. Und ganz ehrlich, ich verliere so langsam die Geduld. Wir müssen das aussortieren, weil so verschwenden wir jedermanns Zeit."

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