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Formel E in Rom: Mitch Evans siegt nach Massencrash - Strafe für Pascal Wehrlein

  • Aktualisiert: 16.07.2023
  • 10:23 Uhr
  • Motorsport-Total
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© ran
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Mitch Evans hat das erste Formel-E-Rennen in Rom gewonnen. In Runde 9 gab es einen heftigen Massencrash, der zahlreiche Fahrer aus dem Rennen nahm. Nick Cassidy übernimmt die WM-FÜhrung, Pascal Wehrlein gelingt zwar eine Aufholjagd, doch eine Strafe kostet ihn wertvolle WM-Punkte. 

Die Formel E kam in Rom mit dem Schrecken davon, denn ein Massencrash in Runde 9 sorgte für kollektives Luftanhalten im Fahrerlager.

Sam Bird verlor auf einer Bodenwelle die Kontrolle über sein Auto, Sebastien Buemi und Edoardo Mortara krachten mit voller Wucht in den verunfallten Jaguar.

Lucas di Grassi schoss sogar unter Buemis Auto, das nach dem Aufprall abgehoben war. Es scheint, als hätte Halo Schlimmeres verhindert.

Nach dem Re-start holte sich Mitch Evans im Jaguar den Sieg.

Beim Start übernahm Bird die erste Position von seinem Jaguar-Teamkollegen Mitch Evans, der sich im Qualifying die Poleposition gesichert hatte. Pascal Wehrlein wurde in der ersten Runde in einen Unfall verwickelt, bei dem er sich den Frontflügel beschädigte. Porsche-Teamchef Florian Modlinger erklärte gegenüber 'ran.de', dass es eine gelbe Flagge gegeben habe, weshalb Wehrlein verzögert hat. Daraufhin sei der Deutsche abgeräumt worden.

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Frühes Aus für Andre Lotterer

In der dritten Runde kam es zur ersten Safety-Car-Phase, nachdem Andre Lotterer in die Mauer gekracht war. Nach dem fälligen Neustart in der fünften Runde übernahm Evans wieder die Führung. Wehrlein fuhr weiter, aktivierte den sechsminütigen Attack Mode und kämpfte sich bis auf Platz 16 vor. An der Spitze übernahm Sacha Fenestraz die Führung, als Evans zwei Minuten Attack-Mode aktivierte.

In der siebten Runde kam Rene Rast an Bird vorbei und übernahm den dritten Platz. An der Spitze holte sich Fenestraz zwei Minuten aus seinem Attack-Mode und verteidigte seine erste Position, Rast fuhr dahinter in die Attack-Mode-Zone und aktivierte die Zusatzleistung für sechs Minuten. Wenige Augenblicke später kam es in Runde 9 zum heftigen Unfall, in den sechs Autos verwickelt waren.

Schlimme Massenkarambolage und lange Rotphase

Bird verlor auf der schnellen Geraden auf einer Bodenwelle die Kontrolle über seinen Jaguar und krachte in die Mauer. Das Auto blieb quer auf der Strecke stehen und wurde von Buemi getroffen. Dieser schlug in die Mauer ein und hob ab. Di Grassi schoss dann unter Buemis Auto und wurde vermutlich durch den Halo geschützt. Doch damit war das Chaos noch nicht vorbei, denn Birds Wrack blieb an einer blinden Stelle auf der Strecke liegen.

Auch Mortara konnte dem Jaguar nicht mehr ausweichen und krachte in die Seite des Wracks. Auch Robin Frijns beschädigte sein Auto und musste das Rennen vorzeitig aufgeben. Buemis Envision-Bolide fing Feuer und musste von den Sportkommissaren sowie Buemi und Frijns, der gegenüber Ran.de" angab, dass an dieser Stelle bis zu 170 Kilometer pro Stunde erreicht werden, gelöscht werden. Anschließend wurde die Strecke gereinigt und das Rennen nach einer langen Rotphase fortgesetzt.

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James Barclay: "Einer der schlimmsten Unfälle"

"Das war einer der schlimmsten Unfälle, die ich hier bisher gesehen habe, natürlich haben wir auch schon andere Crashs erlebt. Das Wichtigste ist, dass die Autos funktioniert haben und die Sicherheit der Fahrer gewährleistet war. Wir hatten heute schon zwei ähnliche Unfälle von Lotterer im Rennen und Jake Hughes im Qualifying. Es sind die Bodenwellen, die in Zukunft unbedingt irgendwie abgeflacht werden müssen", kommentiert Jaguar-Teamchef James Barclay den Unfall gegenüber 'Ran.de'.

Jake Hughes war im Qualifying an der gleichen Stelle abgeflogen und sagt zu 'Ran.de': "Nach den wenigen Wiederholungen kann ich nicht viel sagen, aber bei meinem Crash war es eine Bodenwelle auf der Strecke, die mich aus der Bahn geworfen hat. In meinem Fall bin ich wegen der Bodenwelle abgehoben und dann war ich nur noch Passagier, weil das Auto in Richtung Mauer untersteuerte. Bei Sam scheint es ähnlich gewesen zu sein. Es ist beängstigend, denn ich dachte, ich hätte das Auto unter Kontrolle, und plötzlich verliere ich die Kontrolle."

Defekt bei Rene Rast

Der stehende Re-start erfolgte in der zehnten Runde, als die Ampeln wieder auf Grün schalteten und Fenestraz im Nissan das noch 14 Autos starke Feld anführte. Dennis übernahm in der ersten Kurve den dritten Platz von Rast, der beim Versuch, Evans auf der Außenseite zu attackieren, die Tür offen ließ. Jean-Eric Vergne, Stoffel Vandoorne und Norman Nato aktivierten gleich den Attack-Mode. Cassidy profitierte von einem Fehler von Maximilian Günther, der Rast angriff, dann aber hinter den Envision zurückfiel.

Wehrlein fiel zurück und konnte das Tempo des restlichen Feldes nicht mehr mitgehen. In der zwölften Runde beschädigte sich Dan Ticktum nach einer Berührung mit Günther die Front seines Autos. Wenige Sekunden später überholte Cassidy Rast, der auf Rang fünf zurückfiel und am Ende der Runde mit einem technischen Defekt die Box ansteuern musste. Auch Ticktum musste wegen eines Schadens an seinem Auto die Box ansteuern. Damit waren nur noch zwölf Fahrzeuge im Rennen.

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Dreikampf der WM-Aspiranten - Pascal Wehrlein weit dahinter

In Runde 15 griff Dennis nach der Führung und ging an Fenestraz vorbei. Damit hatte der Andretti-Pilot alle Chancen, seine Führung in der Gesamtwertung der Formel-E-Weltmeisterschaft 2023 gegen Cassidy, Evans und Wehrlein auszubauen. Währenddessen fragte Fenestraz sein Nissan-Team über Funk, ob er weiter Gas geben oder Energie sparen solle, da sich das Team möglicherweise verrechnet hatte. Dennis aktivierte dann den Attack-Mode und verteidigte trotz der längeren Runde seine Führung.

Fenestraz musste auch Evans und Cassidy ziehen lassen, die sofort die Verfolgung von Dennis aufnahmen. Währenddessen kämpfte sich Wehlein wieder in die Top 10 zurück, doch für den Porsche-Piloten ging es in seinem beschädigten Auto nur noch um Schadensbegrenzung. In Runde 18 schalteten Dennis und Cassidy in den Attacke-Modus, Dennis für sechs, Cassidy für zwei Minuten. Evans übernahm die Führung, hatte aber die beiden Extra-Power-Piloten im Nacken.

Dennis übernahm in Runde 20 von 25 wieder die Führung von Evans, den Attack-Mode aktivieren wollte, die Schleifen in der Zone aber nicht alle traf. Er musste ein zweites Mal durch die Zone fahren, wodurch Dennis an der Spitze davonfahren konnte. Auch Cassidy aktivierte seinen letzten Extra-Boos für die letzten vier Runden des Rennens.

Pascal Wehrlein nach Strafe auf Rang neun

Evans überholte den Andretti-Piloten, der drei Prozent weniger Energie als seine Konkurrenten hatte, in Runde 22 auf der Außenbahn. Dennis musste auch Cassidy ziehen lassen, der eine weitere Hiobsbotschaft erhielt, da die Rennleitung wegen der Unterbrechungen zwei Runden zur Renndistanz hinzufügte. Günther zog an Dennis vorbei, der mit stumpfen Waffen keine Chance mehr hatte, sich zu verteidigen.

Wehrlein hatte sich zu diesem Zeitpunkt bis auf Rang sieben vorgekämpft und sorgte damit für ein fulminantes Comeback. Nach 27 Runden siegte Evans vor Cassidy und Günther im Maserati. Dennis wurde vor Vergne Vierter, Wehrlein hinter Müller Siebter.

Wegen einer Strafe für zu hohe Geschwindigkeit unter Roter Flagge fiel Wehrlein allerdings letztlich auf Rang neun zurück. Nato wurde Achter, Camara und Fenestraz komplettierten die Top 10. In der Gesamtwertung führt nun Cassidy mit fünf Punkten vor Dennis. Dahinter folgen Evans mit 20 und Wehrlein mit 31 Punkten Rückstand. "Wer ist der König von Rom?", funkte der Rennsieger nach der Zieldurchfahrt an sein Team.

Das zweite Rennen der Formel E in Rom findet am Sonntag statt, bevor die Weltmeisterschaft Ende Juli zum Saisonfinale nach London reist. Das Qualifying zum zweiten Rennen in Italien findet um 10.30 Uhr statt, der 14. Saisonlauf wird um 15 Uhr gestartet. Der Meisterschaftskampf bleibt nach dem Chaos-Rennen vom Samstag eng und spannend.


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