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Formel E

Jaguar-Fiasko in Hyderabad: Abschuss hat "definitiv einen Sieg" gekostet

  • Aktualisiert: 11.02.2023
  • 15:13 Uhr
  • Motorsport-Total
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© Imago Images
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Mitch Evans ist sich sicher, dass er das Formel-E-Rennen in Hyderabad gewonnen hätte. Ausgerechnet Jaguar-Teamkollege Sam Bird nimmt beide aus dem Rennen.

"Ich habe einen Fehler gemacht und eine Menge Leute aus dem Rennen genommen. Da gibt es nicht viel zu sagen. Es ist mein Fehler, ich übernehme die Verantwortung. Ich wünschte, ich könnte es rückgängig machen, aber das kann ich nicht." Sam Bird ist nach dem großen Aufreger beim Formel-E-Rennen in Hyderabad kleinlaut.

Der Jaguar-Pilot war es, der beim ersten Rennen der Elektro-Formelserie auf indischem Boden seinem Teamkollegen Mitch Evans ins Heck krachte und so den E-Prix für beide vorzeitig beendete. Während Bird anschließend im Gespräch mit "Motorsport.com Global" von "einer großen" verpassten Chance spricht, geht Evans sogar noch weiter.

Der Neuseeländer, der von der Poleposition startete und zum Zeitpunkt des Unfalls auf Platz drei lag, ist sich sicher, dass für ihn heute "ein Sieg" möglich war. "Definitiv ein Sieg", merkt Evans an. Stattdessen reist das Jaguar-Werksteam mit mickrigen drei Punkten im Gepäck, eingefahren für die Poleposition von Evans, weiter in Richtung Kapstadt.

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Sam Bird: Haben früher gebremst, als ich dachte

Was war passiert? In Runde 13 war es Bird, der in der Haarnadel von Kurve 3 einen Angriff auf seinen Vordermann Sacha Fenestraz startete. Das Duo kämpfte um den vierten Platz, direkt hinter Evans. Bird verbremste sich und konnte Fenestraz noch ausweichen. Dafür traf er ausgerechnet Evans im Heck. Für Evans und Bird war das Rennen vorbei.

Fenestraz und Maserati-Pilot Maximilian Günther wurden schuldlos verstrickt. Zwar blieben ihre Autos unbeschädigt, doch sie fielen ans Ende des Feldes zurück. "Ich habe auf der Geraden gepusht, um den Abstand zu Günther zu vergrößern", schildert Bird.

"Sie haben früher gebremst als ich dachte, ich bin zu schnell auf sie zugeschossen. Ich musste nach innen gehen, sonst hätte ich Sacha getroffen. Aber leider war Mitch da. Vielleicht hätte ich nur Sacha treffen sollen und dann wäre Mitch in Ordnung gewesen. Aber der Erste, den man [vor einem] sieht, ist der, dem man ausweichen will."

Mitch Evans: Falscher Ort, falsche Zeit

Evans ist da als schuldloses Opfer kürzer angebunden: "Da gibt es nicht viel zu sagen. Falscher Ort, falsche Zeit. Sam hat einen Fehler gemacht und mich getroffen. Schade, denn wir waren auf dem Weg zu einem guten Ergebnis", meint er enttäuscht. Böses Blut gibt es zwischen den Jaguar-Teamkollegen aber keines. Bird hat sich bereits entschuldigt.

Dem Briten bleibt nur der Blick nach vorn: "Ich habe mein Team im Stich gelassen, meinen Teamkollegen und ein paar Fahrer da draußen. Ich fühle mich wirklich schlecht. Aber wir haben in zwei Wochen ein Rennen, und wir können versuchen, das zu korrigieren. Positiv ist, dass wir ein schnelles Auto haben."


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