Formel 1 Motorsport
Formel 1: Mercedes dominiert Testwoche - Antonelli mit Bestzeit
Mercedes hat zum Abschluss der drei Formel-1-Testtage in Bahrain wieder in die Spur gefunden und die schnellsten Runden der Woche hingelegt. Kimi Antonelli gelang am Freitagnachmittag in 1:33,669 Minuten die Bestzeit mit den komplett neuen Boliden, er lag damit knapp vor seinem Teamkollegen George Russell - und nur Mercedes schaffte es in Bahrain überhaupt unter die Marke von 1:34,00 Minuten. Zwar sind die Rundenzeiten so weit vor dem Saisonauftakt in Australien am 8. März noch mit Vorsicht zu genießen, Mercedes wurde seinem Status als Favorit zum Ende der Woche aber wieder gerecht. Am Donnerstag hatten technische Probleme das Team noch erheblich ausgebremst.
Bei McLaren hatte Weltmeister Lando Norris Pause, Teamkollege Oscar Piastri sammelte fleißig Runden und kam gut durch den Tag. Das galt auch für Rekordchampion Lewis Hamilton im Ferrari, der am Freitag die drittbeste Zeit setzte, und den im vergangenen Jahr entthronten Max Verstappen im Red Bull. Nico Hülkenberg (Emmerich) spulte für Audi ebenfalls unauffällig sein Programm ab und sammelte wichtige Daten. Dem neuen Werksteam wird ein schwieriger Start vorausgesagt, Audi wirkt in den ersten Tagen aber stabiler als etwa Neuling Cadillac oder auch das Aston-Martin-Team.
In der nächsten Woche stehen für Norris und Co. noch einmal drei Testtage (18. bis 20. Februar) in Bahrain an, ehe es dann in Australien im Kampf um den Titel ernst wird. Das Warmlaufen ist in diesem Jahr besonders wichtig, da ein völlig neues Regelwerk greift.
Die Autos sind kleiner und leichter, die Aerodynamik wurde angepasst und die Antriebseinheiten revolutioniert. Der klassische Verbrennungsmotor liefert nur noch 50 Prozent der PS, die andere Hälfte kommt aus einer Batterie. Und diesen Elektro-Schub - inklusive eines Boost-Knopfs für Überholmanöver - müssen sich die Fahrer gut einteilen.
Verstappen sorgte am Rande der Tests für Aufsehen, weil er die neuen Regeln scharf kritisierte. "Es fühlt sich nicht mehr wie Formel 1 an, eher wie Formel E auf Steroiden", sagte der Niederländer: "Als Vollblut-Fahrer genieße ich es, wenn ich voll fahren kann und im Moment kann man das nicht." Hinter dem Steuer fühle sich das nicht mehr nach Formel 1 an, sondern nach "Anti-Racing".