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Formel 1

Mick Schumacher als Vettel-Nachfolger bei Aston Martin? "Sag niemals nie"

  • Aktualisiert: 29.07.2022
  • 15:46 Uhr
  • Motorsport-Total
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© Motorsport Images
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Sebastian Vettel könnte sich Mick Schumacher gut als Nachfolger vorstellen, sieht aber Aston Martin in der Entscheidungspflicht. Mick wird seinen Freund vermissen, und schließt einen Wechsel nicht aus.

Nach dem feststehenden Rücktritt von Sebastian Vettel zum Saisonende stellt sich die Frage, wer den Deutschen im kommenden Formel-1-Jahr bei Aston Martin ersetzen wird. Ein Name, der dabei auch immer wieder in den Mund genommen wird, ist der seines Landsmannes Mick Schumacher, der bei Aston Martin den nächsten Schritt gehen könnte.

Vettel hatte am Mittwoch nur kurz mit Teameigner Lawrence Stroll gesprochen und ihn über seinen Rücktritt in Kenntnis gesetzt. "Wir hatten sehr, sehr kurz darüber gesprochen, was als nächstes sein könnte", bestätigt der Deutsche.

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Sebastian Vettel: "Wenn ich gefragt werde, sage ich meine Meinung"

Schumacher könnte sich Vettel dabei als seinen Nachfolger vorstellen. "Ich habe eine hohe Meinung von Mick", sagt er. "Natürlich bin ich aber nicht ganz objektiv, weil ich ihm sehr nah stehe. Aber ich halte ihn für einen tollen Fahrer. Und er ist ein Lerner, der selbst dann noch lernt, wenn andere keine Fortschritte mehr machen. Er hat seine Qualitäten, aber ist auch noch sehr jung."

Vettel weiß: Er selbst hat in dieser Hinsicht keine Entscheidungsgewalt. "Wenn ich gefragt werde, sage ich meine Meinung und halte mich dabei nicht zurück, aber am Ende muss das Team die Entscheidung treffen."

Schumacher selbst versucht die aufkommenden Gerüchte herunterzuspielen, als ihm von der Unterstützung Vettels erzählt wird: "Ich glaube, es gibt hier noch eine Menge zu tun, und darauf liegt im Moment der Fokus", sagt er. "Was die Zukunft bringt, werden wir sehen. Ich sage niemals nie, aber mein Fokus ist aktuell Budapest mit Haas."

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Mick: Vettel fehlt vor allem abseits der Strecke

Von Vettel wurde er am Donnerstag über eine Textnachricht informiert, dass dieser am Ende des Jahres aufhören wird. Glücklich ist er darüber natürlich nicht, weil er im Feld einen Freund und Mentor verlieren wird, der eine "große Lücke" im Sport hinterlassen werde.

"Er ist ein großer Charakter in der Formel 1 und ein besonderer Mensch", sagt der Haas-Pilot. "Und er ist ein sehr liebenswerter Mensch, den ich sehr vermissen werde", so Schumacher, dem vor allem abseits der Strecke eine wichtige Bezugsperson verlorengeht.

"Es geht um viel mehr als nur um die Rennen", sagt er. "Es ist die Möglichkeit, ihn abends zu besuchen und mit ihm zu Abend zu essen. Das ist es, was ich wirklich vermissen werde. Er ist einfach jemand, mit dem ich mich in meiner eigenen Sprache unterhalten kann. Er wird von allen sehr, sehr vermisst werden, aber besonders von mir."

Überrascht war Schumacher von der Entscheidung seines Freundes aber nicht, schließlich kennt er ihn sehr gut. "Ich spüre und weiß, dass er andere Dinge tun möchte. Ich denke, wenn er das Gefühl hat, dass es die richtige Zeit dafür ist, dann sollte er es machen. Manchmal ist es einfach ein Bauchgefühl, von daher unterstütze ich es zu 100 Prozent."

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Bleibt Vettel als Wortführer?

Und der Haas-Pilot ist auch überzeugt davon, dass Vettel generell neben der Strecke fehlen wird. Der viermalige Weltmeister kümmert sich seit einiger Zeit um viele Themen wie Umwelt und Politik und ist einer der Wortführer unter den Fahrern. Zuletzt wurde er von der FIA sogar mit 25.000 Euro Strafe auf Bewährung belegt, weil er genervt ein Meeting verlassen hatte.

"Niemand kann Sebastian ersetzen, das ist Fakt", sagt Schumacher. "Es ist wichtig, jemanden zu haben, der seine Stimme erhebt und Dinge anspricht." Er glaubt, dass Vettel damit auch eine Lawine losgetreten hat: "Ich bin mir sicher, dass mehr Fahrer ihre Stimme erheben werden und sagen, was sie denken."

Noch ist Vettel aber Teil der Formel 1. "Er hat noch nicht aufgehört. Und wie er in seinem Video gesagt habe, wird da noch mehr kommen", so Schumacher. "Ich bin sicher, dass wir alle davon lernen können, was er noch zu sagen hat. Ich bin mir sicher, dass er noch eine gewichtige Stimme in der Formel 1 haben wird, auch wenn er nicht mehr selbst fährt."

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