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Formel 1

Qualifying in Silverstone: Nächster Ferrari-Ärger - was war zwischen Leclerc und Sainz los?

  • Aktualisiert: 09.07.2023
  • 09:15 Uhr
  • Motorsport-Total
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© Imago
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Im Qualifying zum England-GP in Silverstone gibt es am Funk Streit bei Ferrari. Charles Leclerc ist sauer auf Carlos Sainz, dieser wiederum fühlt sich sich vom Team "unfair" behandelt.

Fast keine Rennwochenende vergeht aktuell ohne irgendeinen Ärger bei Ferrari. In Montreal kritisiere Charles Leclerc das Team nach dem Qualifying öffentlich, in Spielberg beschwerte sich Carlos Sainz über die Strategie und in Silverstone gerieten nun beide Fahrer aneinander.

Hintergrund: Am Ende von Q1 überholte Sainz Leclerc im letzter Sektor vor der entscheidenden fliegenden Runde. Der Monegasse funkte daraufhin sarkastisch: "Toll gemacht Carlos, toll. Gutes Überholmanöver in der letzten Kurve!"

Nach dem Qualifying erklärt Leclerc: "Bei einem Rennen kann ich mir aussuchen, ob ich vorne oder hinten sein will." Beim nächsten Rennen habe dann Sainz die Wahl. "Ich hatte hier die Wahl und entschied mich, vorne zu sein. Am Ende war das Timing sehr eng", so Leclerc.

Sainz begann seine schnelle Runde erst acht Sekunden vor dem Ende der Session, Leclerc sogar erst fünf Sekunden. Es sei daher nicht sicher gewesen, "ob wir vor der Zielflagge noch [über die Linie] kommen würden oder nicht", betont Leclerc.

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Leclerc: Funkspruch war "wahrscheinlich" zu aggressiv

Dieser Zeitdruck führte laut Sainz dazu, dass er Leclerc überholte - obwohl dieser intern eigentlich das Vorrecht hatte. "Das Problem ist, dass die Leute hinter uns angefangen haben, uns zu überholen", verrät der Spanier und erklärt, dass man eine Lücke zum vorausfahrenden Auto brauche.

Andernfalls gerät man in die 'dirty Air' dieses Autos, weshalb man laut Sainz eine Lücke von rund vier Sekunden benötige. Hätten aber alle Autos diese vier Sekunden Abstand gelassen, wären laut dem Spanier nicht mehr alle rechtzeitig über die Linie gekommen.

"Ein Gentlemen's Agreement gibt es nicht mehr", betont Sainz. Denn früher hieß es einmal, dass man auf einer Outlap im letzten Sektor nicht mehr überhole. "Wir respektieren es immer weniger, vor allem bei wechselhaften Bedingungen und besonders, wenn die Zielflagge kommt und man eine Runde setzen muss", so Sainz.

"Deshalb musste ich irgendwann fahren. Sonst hätte ich keine Runde geschafft", rechtfertigt er sich. Laut Leclerc war die Situation so aber natürlich "nicht ideal", und das werde man intern besprechen müssen. Seinen Funkspruch schiebt auf er auf das Adrenalin im Auto.

"Der Funkspruch war wahrscheinlich etwas aggressiver, als er hätte sein sollen", räumt er ein und erklärt: "Ich denke, Carlos wird das schnell verstehen." Tatsächlich begann der eigentliche Ärger aus Sicht von Sainz auch schon vorher, nämlich bei der Ausfahrt aus der Boxengasse.

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Warum fuhr Sainz vor Leclerc raus?

Dort schickte das Team ihn zuerst auf die Strecke, sodass er Leclerc überholen lassen musste. "Wir versuchen immer, die Autos gleichzeitig rauszuschicken", erklärt Leclerc und betont, dass es daher schon einmal zu so einer Situation kommen könne.

Sainz dagegen funkte, dass es "unfair" sei, Leclerc überholen lassen zu müssen. Er habe dadurch Temperatur in seinen Reifen verloren. "Ich war nicht sauer", stellt Sainz nach dem Qualifying jedoch klar. Er habe wegen der knappen Zeit einfach "Druck" gehabt.

Und weil er für Leclerc vom Gas gehen musste, habe er seine Reifen nicht perfekt aufwärmen können. "Das ist nicht ideal bei diesen Bedingungen", betont er. Doch wenn Leclerc vorne sein wollte, warum schickte das Team Sainz dann überhaupt vor seinem Teamkollegen raus?

Sainz verrät, dass er bei Ferrari die vordere Boxengasse habe. "Darum bin ich manchmal zuerst rausgefahren", so Sainz. Denn um beide Autos direkt hintereinander auf die Strecke zu bekommen, ist es günstiger, das Auto aus der vorderen Box zuerst rauszuschicken.

Sportlich hatte Leclerc die Nase am Ende übrigens vorne: Er qualifizierte sich als Vierter für das Rennen, Sainz startet am Sonntag einen Platz dahinter von Rang fünf.


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