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Olympische Sommerspiele

Nach Olympia-Verschiebung: Verbände müssen mit Neuverteilung der Gelder rechnen

  • Aktualisiert: 27.03.2020
  • 15:06 Uhr
  • SID
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© AFPSIDPHILIP FONG

Die Sommersportverbände in Deutschland müssen nach der Olympia-Verschiebung mit einer Neuverteilung der öffentlichen Gelder rechnen.

Köln - Die Sommersportverbände in Deutschland müssen nach der Olympia-Verschiebung aufgrund der Corona-Pandemie mit einer Neuverteilung der öffentlichen Gelder rechnen. "Für die Förderung der Spitzenverbände des Sommersports ab 2021 muss die vorgesehene Systematik an die veränderte Situation angepasst werden", teilte das Bundesministerium des Innern (BMI) dem "Spiegel" mit.

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Dazu werde das für den Sport zuständige Ministerium "in enger Abstimmung mit dem Deutschen Olympischen Sportbund und unter Einbeziehung der unabhängigen PotAS-Kommission eine Lösung erarbeiten", hieß es weiter. Ziel sei es, dass "einerseits die potenzialorientierte Förderung eingeführt wird und andererseits den Verbänden möglichst geringe Nachteile durch die Verschiebung entstehen."

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Neue Sachlage durch Verlegung der Spiele

Ursprünglich wollte das BMI nach den Spielen in Tokio ab Anfang 2021 auch die Gelder für die Sommersportverbände nach dem neuen Potenzialanalysesystem (PotAS) verteilen. Durch die Verlegung der Spiele, die ursprünglich für 24. Juli bis 9. August angesetzt waren, ins kommende Jahr ergibt sich eine neue Sachlage.

Bei PotAS werden Verbände unter anderem gemäß ihren Erfolgen bei zurückliegenden Wettkämpfen bewertet. Die Wintersportverbände werden bereits mit PotAS bewertet. Der Bund fördert den deutschen Spitzensport jährlich mit etwa 265 Millionen Euro.

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Die Sommersportverbände selbst befürchten wegen der Olympia-Verschiebung und der Absage zahlreicher weiterer Wettkämpfe auch Einnahmeverluste durch Sponsoren und TV-Gelder. Dazu kommen bereits angefallene Entsendungskosten, erklärte Ingo Weiss, Sprecher der Spitzenverbände, dem "Spiegel". Dies betreffe etwa die Kosten für "Vorbereitungen, Buchungen, eigene Aktivitäten vor Ort." 

Den Athleten selbst sind die Einnahmen aus Sportfördergruppen und Sporthilfe hingegen weiter sicher. Das bekräftigten das BMI und bereits zu Wochenbeginn die Stiftung Deutsche Sporthilfe. "Die Förderung wird für den aktuell bewilligten Zeitraum unverändert fortgeführt", sagte Thomas Gutekunst, im Sporthilfe-Vorstand zuständig für die Athletenförderung.

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