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Sechs Kanadier gegen Kanada: "Die Mannschaft, die ich mein Leben lang angefeuert habe"

  • Aktualisiert: 16.02.2018
  • 09:54 Uhr
  • SID
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© AFPSIDJUNG YEON-JE
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Der kanadische Torhüter Matt Dalton der südkoreanischen Eishockey-Nationalmannschaft trifft am Sonntag auf sein Heimatland.

Pyeongchang - Seine olympische Premiere hat Matt Dalton hinter sich, doch der Höhepunkt kommt noch. Der kanadische Torhüter der südkoreanischen Eishockey-Nationalmannschaft, beim höchst respektablen 1:2 zum Olympia-Auftakt gegen den zwölfmaligen Weltmeister Tschechien der überragende Spieler, trifft am Sonntag (21.10 Uhr OZ/13.10 MEZ) auf sein Heimatland. Rekord-Olympiasieger Kanada ist der letzte Vorrundengegner in Pyeongchang - ein besonderes Erlebnis für Dalton und seine fünf Landsleute im Team des Gastgebers.

"Das ist die Mannschaft, die ich mein Leben lang angefeuert habe", sagte Dalton dem SID. Es ist nicht das erste Mal, dass der Kanadier mit der doppelten Staatsangehörigkeit gegen sein Geburtsland antritt. Beim Testspiel im Dezember fühlte er sich "definitiv ein bisschen unbehaglich", als die kanadische Nationalhymne erklang: "Ich habe danach nicht gut geschlafen." Das bleibt dem 31-Jährigen diesmal erspart: Bei Olympia gibt es die Hymnen erst am Ende des Turniers bei der Siegerehrung. Dann wird Dalton mit dem krassen Außenseiter Südkorea schon lange nicht mehr dabei sein.

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Korea als neue Heimat

Der Torhüter, in Ontario geboren, ergatterte zwar als 23-Jähriger einen Vertrag bei den Boston Bruins, schaffte es aber nie in die NHL. 2014 wechselte er nach Südkorea - mit der Aussicht, bei Olympia vier Jahre später für die Gastgeber spielen zu können. "Daran hätte ich als Kind nicht mal im Traum gedacht", gab er zu. 

Dalton folgte dem Beispiel seines Landsmanns Brock Radunske. Der Stürmer, der vor zehn Jahren für die Augsburger Panther in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) spielte, wurde nach der Vergabe der Winterspiele nach Pyeongchang vor sieben Jahren als erster ausländischer Sportler ohne koreanische Wurzeln eingebürgert.

"Es ist jetzt meine Heimat, ich bin stolz, dieses Trikot zu tragen", sagte der 34-Jährige. Gegen Kanada zu spielen, sei "großartig - meine ganze Familie wird auf der Tribüne sitzen".


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