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Olympia 2026: Philipp Raimund - Der unwahrscheinliche Skisprung-Champion mit Höhenangst und ohne Sieg
- Aktualisiert: 10.02.2026
- 10:24 Uhr
- ran.de
Sensationell hat Philipp Raimund den Olympiasieg im Skispringen geholt. Dabei hat der Deutsche ausgerechnet eine Höhenphobie - und im Winter noch keinen Sieg im Herrenbereich geholt. Bis jetzt.
Skispringer Philipp Raimund hat bei den Olympischen Winterspielen 2026 sensationell Gold auf der Normalschanze gewonnen - und das obwohl der 25-Jährige aus Göppingen unter Höhenangst leidet.
Raimund siegte in Predazzo mit Sprüngen auf 102 und 106,5 Meter und krönte damit seine starke Saison.
Zuvor hatte der Athlet vom SC Degenfeld "nur" den Sommer-Grand-Prix 2025 gewonnen und bei der Vierschanzentournee Platz acht erreicht, ohne je einen Weltcup-Einzelwettbewerb für sich entschieden zu haben.
Der Olympia-Sieg 2026 war sein erster Erfolg auf Schnee im Herrenbereich.
Olympia 2026: Philipp Raimund hat Angst vorübergehend überwunden
Der Olympiasieger 2026 von der Normalchance trotz Höhenangst. "Das ist ein riesiges Paradox", sagte der 25-Jährige einmal im "Sportschau"-Podcast: "Ich habe mir da selbst ein Bein gestellt."
Besonders die riesigen Flugschanzen, auf denen Weiten von 250 m möglich sind, nötigen Raimund Respekt ab. In der vergangenen Saison ließ er den Weltcup in Planica sogar aus.
Vor allem vom Skifliegen kenne er den Fall, "dass mein Körper reagiert, ohne dass ich es beeinflussen kann. Dann verliere ich für anderthalb Sekunden die Kontrolle und kann mich nur noch beobachten, während ich quasi in einer Klaue festgehalten werde", schrieb er damals auf "Instagram".
Mit Hilfe eines Mentaltrainers habe er die Angst mittlerweile weitgehend im Griff: "Aktuell ist es kein Problem."
Raimund tritt auch im Mixed-Team-Wettbewerb an.
Olympia 2026: Philipp Raimund über "Schlag ins Gesicht"
Im Moment seines größten Triumphes wurde Philipp Raimund nachdenklich. Der Skisprung-Olympiasieger hätte gerne mit seinem früheren Kumpel Marius Lindvik gefeiert, doch die Beziehung der beiden ist am Anzugskandal zerbrochen.
"Ich hatte ihn wirklich als Freund betrachtet. Aber nach dem Vorfall in Trondheim fühlte es sich wie ein Verrat an, wie ein Schlag ins Gesicht", sagte Raimund.
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Lindvik war bei der WM 2025 Silber aberkannt worden, weil durch ein geheim aufgenommenes Video eine Manipulation an seinem Anzug aufgedeckt worden war. Der Norweger, der zuvor Weltmeister von der Normalschanze geworden war, bestreitet bis heute, von dem Eingriff gewusst zu haben.
Olympia 2026: Philipp Raimund wünscht sich Entschuldigung der Norweger
"Wir waren ziemlich gut befreundet, bevor das alles passiert ist. Wir haben zusammen Videospiele gespielt und zusammen live gestreamt. Aber ich habe nie eine Entschuldigung oder Ähnliches bekommen. Das macht mich aus menschlicher Sicht etwas traurig". sagte Raimund.
Gleichzeitig machte der DSV-Adler den Norwegern aber auch ein Angebot. "Wenn einer von ihnen zu mir käme und sagen würde: 'Hey, es tut mir wirklich leid, dass das passiert ist', dann würde ich ihnen wahrscheinlich verzeihen und sagen: 'Hey, wisst ihr was, wir sind auch nur Menschen, so etwas passiert eben. Wir konzentrieren uns einfach gemeinsam auf die Zukunft.' Ich bin schon etwas traurig, dass es nie dazu gekommen ist, vor allem, weil ich mit ihm befreundet war."