Frauen-Bundestrainerin Barbara Rittner kritisierte das Verhalten von Nick Kr... - Bildquelle: imago/getty imagesFrauen-Bundestrainerin Barbara Rittner kritisierte das Verhalten von Nick Krygios © imago/getty images

München - Der australische Tennis-Bad-Boy Nick Kyrgios wandelt beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon einmal mehr zwischen Genie und Wahnsinn. 

Beim doch etwas überraschenden Drittrunden-Sieg von Kyrgios gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas zeigte sich der Australier einmal mehr sehr rüpelhaft. "Er hat eine böse Seite - und wenn die rausbricht, dann kann er den Menschen um sich herum wirklich viel Leid und Schaden zufügen", sagte Tsitsipas nach seiner Pleite gegen den Mann aus "Down Under". Selbst vor dem Stuhlschiedsrichter machte Kyrgios bei seinen fast schon legendären Ausbrüchen nicht Halt. "Bist du dumm?", brüllte Kyrgios etwa  den Unparteiischen Damien Dumusois an: "Du bist eine Schande, du änderst die Regeln, wie du willst."

Rittner vermisst bei Kyrgios Respekt und Demut

Für dieses einmal mehr schlechte Verhalten erntete der 27-Jährige aus Canberra erneut heftige Kritik. 

"Mir hat es einfach wenig Spaß gemacht, das Spiel zu schauen", sagte die deutschen Frauen-Bundestrainerin Barbara Rittner im Gespräch mit ran zu Kyrgios' Verhalten im Spiel gegen Tsitsipas, "ihm würde etwas mehr Respekt und Demut gut zu Gesicht stehen, finde ich. Diese ganzen Nebengeräusche immer wieder, finde ich nervig. Das ist schade, weil er das gar nicht nötig hat. Er ist so ein guter Tennisspieler." 

Für Rittner steckt hinter den regelmäßigen Ausbrüchen von Kyrgios aber nicht nur ein vermeintlich unzähmbares Gemüt, sondern Taktik: "Durch diese Provokation schwächt er seine Gegner mental – das weiß Kyrgios auch. Ich finde, man kann ihn da noch mehr in die Schranken weisen." Vor allem bei den verbalen Entgleisungen von Kyrgios wünscht sich die 49-Jährige künftig ein härteres Durchgreifen gegen Kyrgios. Noch hätten seine Verfehlungen zu selten Konsequenzen.

Kyrgios selbst kann mit der Kritik an seiner Person aber weiterhin wenig anfangen, hat immer noch tausende Fans, die ihn nicht zuletzt für sein unangepasstes Verhalten und Auftreten auf der Tour feiern. "Überall, wo ich hinkomme, sind die Stadien voll", sagte er in Wimbledon, die Zuschauer jubelten. "Und die Medien schreiben, ich sei schlecht für den Sport. Ganz offensichtlich nicht", entgegnete Kyrgios seinen Kritikern. 

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