Wird die große Tennisbühne für immer verlassen: Roger Federer - Bildquelle: GettyWird die große Tennisbühne für immer verlassen: Roger Federer © Getty

München - Jetzt ist sie also tatsächlich vorbei, diese Bilderbuchkarriere mit insgesamt 103 Titeln, 20 Grand-Slam-Erfolgen, 31 Grand-Slam-Finalteilnahmen und alleine sage und schreibe acht (!) Wimbledon-Titeln.

Roger Federer macht Schluss. Mit 41 Jahren. Der Körper macht nicht mehr mit. Und wir verneigen uns. Vor einem unglaublichen Sportler, einem überaus sympathischen Menschen und einem großen Vorbild. Federer wird der Sportwelt fehlen. Das ist klar.

Federers Tennis war pure Kunst

Es war ein unfassbares Privileg, den Schweizer seinen Sport auf dem Platz über alle die Jahre zelebrieren zu sehen. Denn das, was Federer auf Sand, Hartplatz oder Rasen gemacht hat, war kein reines Spielen mehr - das war Kunst. Und zwar allerhöchste Kunst. Vorhand, Rückhand, Aufschlag, Volley - jeder Schlag für sich mit einer Eleganz ausgeführt, das sie vor und wahrscheinlich auch nach dem 41-Jährigen seinesgleichen suchen wird. 

Aber nicht nur Federers elegantes Spiel und seine weichen, fast schon katzenartigen Bewegungen beeindruckten in seiner Karriere, auch seine positive Aura, diese freundliche, menschliche Ausstrahlung. Ein Superstar, der Mensch geblieben ist. Immer. Für jeden ein nettes Wort, ein Selfie hier, ein Autogramm dort. Federer, der Tennis-G.O.A.T. zum Anfassen.

Maestro, Gentleman und G.O.A.T.

Ein Sympathieträger in dieser nicht selten abstrakten und unnahbaren Sportwelt und wahrlich großartiger Botschafter seines Sports. Egal ob Novak Djokovic, Rafael Nadal, Andy Murray oder wie auch immer seine alten Kontrahenten über die Jahre geheißen haben: Tennis spielen konnten sie alle. Manchmal sogar besser als der Schweizer. Doch dieses Spezielle, diese unglaubliche Magie, die Federer immer umgab, wenn er auf den Platz ging oder einen Raum betrat, die ist einzigartig. Die hat nur Federer selbst. Dieser Maestro. Dieser Gentleman. Dieser G.O.A.T. des Tennissports.

Wir sagen: MERCI, Roger! Für viele Jahre die du uns auf den Tennisplätzen dieser Welt mit deiner Kunst verzaubert und stundenlang gefesselt hast. Wir haben mit dir mitgefiebert, uns mit dir geärgert, mit dir gejubelt und manchmal auch gemeinsam geweint. Du warst und wirst für immer eine Identifikationsfigur und ein Held bleiben. Auf dich konnten sich immer alle einigen. Zurecht. Jetzt gehst du in den verdienten Tennis-Ruhestand. 

Genieß' es, du Legende. Adieu, Roger.

Dominik Hechler

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