Die Alabama Crimson Tide spielen Montagnacht gegen die Ohio State Buckeyes. - Bildquelle: 2015 Getty ImagesDie Alabama Crimson Tide spielen Montagnacht gegen die Ohio State Buckeyes. © 2015 Getty Images

München - Im College Football Finale treffen mit den Alabama Crimson Tide und Ohio State Buckeyes (in der Nacht vom 11. auf 12. Januar ab 1:40 Uhr live auf ProSieben MAXX und ran.de) zwei traditionsreiche Teams aufeinander. Mit dem folgenden Nerd-Wissen seid ihr bestens auf das Highlight der College-Football-Saison vorbereitet.

National Championship Game

Das Finale der College Football Playoffs wird in dieser Form seit 2014 ausgerichtet. Es löste das einst teils verhasste System ab, das von 1998 bis 2013 die Regel war. Dort qualifizierten sich die Finalteilnehmer nicht wie jetzt durch ein Halbfinalspiel, sondern wurden gleich von einem Komitee ausgewählt. Dabei waren die Vorwürfe von Unfairness und Bevorteilung an der Tagesordnung. Die aktuelle Regelung wird es noch mindestens bis zur Saison 2026 geben.

Die College-Football-Trophäe ist feinste Handarbeit. Sie ist rund 68 cm hoch und aus 24-karätigem Gold, Edelstahl und Bronze gefertigt. In perfekter Verfassung hat das gute Stück einen Materialwert von rund 30.000 Dollar und wird dabei gezielt an den Coach des Siegerteams ausgehändigt.

Die Stadt, in der das National-Championship-Game stattfinden wird, wird durch ein Ausschreibungsverfahren bestimmt. Ganz ähnlich wie beim Super Bowl müssen hier gute Angebote gemacht werden, um das Spiel ins eigene Stadion zu bekommen. In diesem Jahr treffen die beiden Final-Kontrahenten im Hard Rock Stadium in Miami, Florida aufeinander.

Alabama Crimson Tide

Heisman-Bound

Seit 1991 hat es endlich mal wieder ein Wide Receiver gepackt. DeVonta Smith bringt die Heisman-Trophäe nach Tuscaloosa und dort wird sich vor allem deswegen gefreut, weil nun Alabama genau wie die rivalisierte Auburn-University drei Heisman-Sieger stellt. Smith reihte sich damit neben Derrick Henry und Mark Ingram ein und schaffte das als Receiver. Selbst Alabama-Alumnus Julio Jones schaffte es nicht.

Ob es Smith nun auch auf der großen Bühne packt, das wird sich zeigen – sicher ist jedoch, dass diese Verleihung für seinen Draft-Wert pures Gold wert ist. Smith war ein 5-Sterne-Rekrut aus Louisiana und er entschied sich damals für Alabama, obwohl er auch Stipendien von der heimischen LSU, Miami, Oklahoma oder der TCU hatte.

Fun Fact: Im 2016er LHSAA Class 3A Football-State-Title-Game fing er acht Pässe für 111 Yards, returnte einen 93 Yard-Kick zum Touchdown UND holte eine Interception, als er in der Defense aushalf. Sein Team verlor das High-School-Finalspiel trotzdem mit 36-40. Aufstehen, weitermachen!

Rote Elefanten

Das Team der 1930er-Saison der Alabama University war legendär. Unter Head Coach Wallace Wade gelang ein Rekord von zehn Siegen bei keiner Niederlage. Acht Spiele davon gewann man dabei zu null. Everett Strupper, Sportswriter für das Atlanta-Journal, schrieb einst über dieses Team: "Am Ende des Quarters fing die Erde an zu beben, erst entfernt, dann kam es immer näher. Einge begeisterte Fans riefen: Haltet euch fest, die Elefanten kommen – und es kam das Team der Alabama University. Es war das erste Mal, dass ich von dem reinen Anblick von elf Spielern so kalt erwischt wurde. Männer, die ich noch in der vergangenen Saison spielen gesehen hatte, waren nun doppelt so groß."

Nicht nur auf dem Feld meisterhaft

Der amtierende UCA Division-1-A-Cheerleading-Meister ist der Spirit-Squad der Alabama Crimson Tide. Die Mädels wissen also nicht nur durch ihre aufwendigen und teils glitzernden Kostüme im markanten rot-weiß von sich zu überzeugen, sondern sind auch sportlich Spitzenklasse.

Ohio State Buckeyes

Ohio State Marching Band

Die Ohio State Marching Band ist mit ihren Halbzeitshows landesweit bekannt und auf Youtube prominent vertreten. Egal ob Michael-Jackson-Tributes, unterschiedliche Filmmelodien oder Universitäts-Medleys - die Playlist der Marching Band ist riesig und die Performances umso eindrucksvoller.

Warum denn Rosskastanien?

Der Name der Athletikteams der Ohio State ist Buckeyes, was nichts anderes heißt als Rosskastanie. Die Kastanie ist der offizielle Wappenbaum des Staates Ohio und gemäß der Folklore ein Symbol für das Auge eines Rentiers. Eine Kastanie dabei zu haben soll Glück bringen.

Die erste überlieferte Verwendung des Begriffs Buckeye stammt aus dem Jahr 1788. 15 Jahre, bevor Ohio ein organisierter Staat wurde, leitete Colonel Ebenezer Sproat eine Division in das noch unerforschte Gebiet des Nordwestens bei Marietta. Der 1,93 Meter große Sproat wurde dabei von den Ureinwohnern, die ihm und seiner Delegation begegneten, mit den Rufen "Hetuck, Hetuck" (das indianische Wort für Rosskastanie) begrüßt. So kam es, dass er diesen Spitznamen Buckeye nie wieder ablegte und stolz mit sich trug.

Justin Fields zurück auf der großen Bühne

Einige NFL-Fans haben in der vergangenen Woche ein genaues Auge auf Trevor Lawrence geworfen, als die Clemson Tigers mit 28:49 gegen die Buckeyes untergingen. Schließlich gilt er als wohl größtes Quarterback-Talent seiner Generation und wird sich für den kommenden Draft anmelden.

Es war jedoch ein anderer Quarterback, der Lawrence am Ende erneut alt aussehen ließ. Wie schon bei der 2018er Ausgabe der "Elite 11", also dem Wettbewerb, in dem die besten Highschool-Quarterbacks des Landes gegeneinander antreten, war es Justin Fields, der alles andere in den Schatten stellte. Mit einem Karriere-Bestwert erreichte er 385 Yards und sechs Touchdowns. Inwieweit nun jedoch Draft-Absichten bei Quarterback-hungrigen NFL-Teams überdacht werden, das ist noch nicht überliefert.

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