Wie seine prominenten Onkel vor ihm, spielt auch Arch Manning als Starting-Q... - Bildquelle: twitter.com/VolWireWie seine prominenten Onkel vor ihm, spielt auch Arch Manning als Starting-Quarterback der Isidore Newman High School. © twitter.com/VolWire

München - Es sollte möglichst ruhig ablaufen. Weit weg von den Blicken, die seit Jahren auf ihm haften, wie eine Klette. Keine öffentliche Inszenierung, keine Interviews, keine Gerüchte. Dann, am 23. Juni 2022, der erste (und bisher einzige) Tweet: "Habe mich für die University of Texas entschieden. #HookEm". 

Über 200.000 Menschen gefällt das, was Arch Manning getwittert hat. In seiner Twitter-Beschreibung steht lediglich "Schüler an der High School". Eine Untertreibung, die Seinesgleichen sucht. 

Denn Arch Manning ist bereits mit 18 Jahren schon viel mehr, als nur ein Schüler. Er gilt als bester Quarterback an der High School, seine Onkel Peyton und Eli Manning und sein Großvater Archie Manning dürften dem ein oder anderen NFL-Fan bekannt vorkommen. Vielleicht aber, ist ihm, dem Quarterback, der seit Jahren auf Rosen gebettet wird, der ganze Rummel ein Dorn im Auge. 

Head Coach gibt Einblicke in Prozess

"Er ist ein 18 Jahre alter Junge. Es lastet viel Druck auf seinen Schultern. Die Mannings wollten, dass es ein altbackener Prozess (ohne viel Wirbel) wird. Das hat gut geklappt und freut mich", sagte Nelson Stewart, sein Head Coach an der High School, gegenüber "ESPN". 

Kommende Saison wird Manning sein letztes Jahr an der High School absolvieren. Er läuft für "Isidore Newman" auf, die gleiche Schule, die bereits sein Vater Cooper und seine Onkel besuchten. 

In der vergangenen Spielzeit warf er für über 2.000 Passing Yards, 26 Touchdowns und vier Interceptions. 365 Yards und acht weitere Touchdowns fügte er als Läufer hinzu. Insgesamt sammelte er in seiner bisherigen High-School-Laufbahn knapp 7.000 Yards und 101 Touchdowns (Pass- und Laufspiel zusammengerechnet).  

Nächster Schritt bei den Texas Longhorns

Die Colleges standen Schlange bei dem 1,93 Meter großen Signal Caller. Gegenüber "ESPN" verriet ein Coach, der um Manning warb, dass Manning auch ohne seinen Nachnamen begehrt wäre. "Er verfügt über die nötige Wurfkraft und kann gut innerhalb der Struktur eines Spielzuges agieren. Gleichzeitig verfügt er über erstaunliche Mobilität und kann improvisieren. Er ist ein Prototyp-Quarterback", lobte der Coach, der in dem Bericht anonym blieb.  

Manning entschied sich, trotz Angeboten von Georgia, Alabama oder Clemson, für die Texas Longhorns. Auch, weil der Head Coach, Steve Sarkisian, als Quarterback-Flüsterer gilt. Unter der Leitung des 48-Jährigen wuchsen Spieler wie Mac Jones oder Tua Tagovailoa zu Erstrunden-Picks heran. 

"Sarkisian ist ein Genie im Passspiel, aber noch viel wichtiger: er ist eine gute Person. Er und sein Quarterback-Coach haben sich immens viel Zeit genommen, um Manning von ihren Plänen zu überzeugen" sagte Mannings aktueller Head Coach Stewart. Mit Sarkisians Hilfe soll Manning den nötigen NFL-Feinschliff erhalten. Eine Beziehung, die für beide Seiten von Vorteil sein kann.

Arch Manning und seine Strahlkraft

Denn für Texas könnte dank Manning Aufwind in die lasch gewordenen Segel geblasen werden. In den 2000er-Jahren zählte Texas noch zu den besten College-Teams in den USA, doch in den letzten zwölf Jahren sammelte das Team lediglich sechs Bowl-Trophäen. Die vergangene Saison beendeten die Longhorns mit einer 5-7 Bilanz.

Manning könnte nicht nur sportlich ein Erfolg werden, durch seine Strahlkraft und sein Talent könnten sich mehr High-School-Spieler für Texas entscheiden. William Randle, Tight End an Mannings High School und ebenfalls ein umworbener Youngster, entschied sich bereits Anfang der Woche für Texas.

Eins dürfte allerdings auch sicher sein: Sobald Manning, der als High-School-Talent die höchstmögliche Sternenbewertung erhielt, für Texas aufläuft, dürfte es kaum noch ruhig ablaufen. Dann wird er sich an den Rummel um seine Person gewöhnen müssen. Ob er will oder nicht.

Tim Rausch

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