Muss die Gefahr vom Coronavirus aus nächster Nähe miterleben: Karl-Anthony T... - Bildquelle: Getty ImagesMuss die Gefahr vom Coronavirus aus nächster Nähe miterleben: Karl-Anthony Towns bangt um das Leben seiner schwer erkrankten Mutter © Getty Images

München/Minneapolis - Als NBA-Center ist es der Job von Karl-Anthony Towns, die Menschen zu unterhalten. Mit krachenden Dunks und rücksichtslosem Körpereinsatz unter den Körben.

Nun jedoch will der Profi der Minnesota Timberwolves die Aufmerksamkeit seiner Fans auf einem ganz anderen Weg erlangen.

Diesmal geht es nicht darum, sie in Begeisterungsstürme ausbrechen zu lassen. Sondern einfach nur gehört zu werden.

Towns' Appell an alle Coronavirus-Leugner

In der Coronakrise wendet sich Towns in einem knapp sechsminütigen Video an seine Follower. Aber nicht nur an die.

Denn der Nummer-1-Pick des Draft 2015 hat einen dringenden Appell. Einen Weckruf für alle, die das weltweit grassierende Virus tatsächlich nur für einen schlechten Scherz halten.

Dass dem keinesfalls so ist, musste Towns in den vergangenen Tagen auf schmerzhafteste Weise erfahren. Denn seine Mutter ist schwer erkrankt und ringt mit dem Tod. Und das ist die Geschichte, die der 24-Jährige via Instagram teilen möchte.

Towns will Ernsthaftigkeit der Situation vermitteln

Er sitzt mit weißem Hoodie und weißer Cap vor einer eintönigen Wand und beginnt zu erzählen. Gerät dabei immer wieder ins Stocken. Muss sich mehrmals sammeln. Der Zustand seiner Mom nimmt ihn sichtlich mit.

"Es ist wichtig, dass jeder die Ernsthaftigkeit dessen versteht, was gerade auf der Welt passiert mit dem Coronavirus", leitet Towns seine Nachricht ein.

"Und meine Geschichte kann dabei helfen, deshalb habe ich entschieden, dieses Video zu machen und euch auf den neuesten Stand zu bringen, wir es bei mir aussieht."

Behandlung im Krankenhaus sorgt zunächst für Besserung bei Mutter

Seine Eltern hätten sich plötzlich schlecht gefühlt, weshalb er sie gemeinsam mit seiner Schwester dazu animiert habe, das Krankenhaus aufzusuchen. Nach der dortigen Behandlung sei es seiner Mutter besser gegangen, der Vater habe sogar wieder nach Hause gehen können, wo er sich in Quarantäne begeben habe.

Auch hinsichtlich seiner Mom sei er schnell wieder guten Mutes gewesen: "Wir haben miteinander gesprochen und sie hatte das Gefühl die Kurve zu kriegen. Das dachte ich auch."

Doch leider sollten sich beide irren.

Mit Lungenproblemen und Atembeschwerden ans Beatmungsgerät

Denn stattdessen habe sich ihr Zustand rapide verschlechtert.

"Ihr ging es mit der Lunge immer schlechter und sie hatte Atembeschwerden", leitet der zweimalige Allstar den besonders emotionalen Teil seiner Botschaft ein.

"Dann wurde mit gesagt, dass sie an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden muss. Aber es wurde immer schlechter und sie war wegen allem verwirrt."

Er habe ihr weiter gut zugeredet. Doch all das half nichts, schließlich wurde Jacqueline Cruz ins künstliche Koma versetzt.

 

"Ich bleibe positiv und möchte für jeden stark sein"

"Ich werde über ihren Zustand auf dem Laufenden gehalten. Es ist heftig, und Tag für Tag schauen wir, wie es weitergeht", gibt der niedergeschlagene Towns Einblick in die jüngsten Entwicklungen: "Wir bleiben positiv, ich bleibe positiv. Ich möchte für jeden stark sein."

So sehr seine Gedanken in dieser schwierigen Zeit auch fast pausenlos um seine Mutter kreisen: Towns vergisst nicht, dass es auf der Welt noch so viele Menschen gibt, denen das Virus genauso zusetzen könnte wie seiner Mutter.

Towns sendet seine Liebe an alle Familien

Und deshalb belohnt er seine Zuschauer am Ende. Mit Sätzen, die unter die Haut gehen. "Ich hoffe, meine Geschichte gibt euch die richtigen Informationen. Ich sende euren Familien meine Liebe", beginnt Towns seine abschließenden Worte.

"Ich bete für jeden Einzelnen von euch. Meine Gedanken und Gebete sind bei jedem, das Leben mag mich noch so oft niederschlagen, ich werde wieder aufstehen."

Schließlich unterstreicht er seine Entschlossenheit: "Ich werde niemals aufgeben, genauso wenig wie meine Familie, genauso wenig wie meine Mutter. Dominikanische Frauen sind stark. Meine Mutter ist die stärkste Frau, die ich kenne, und ich weiß, dass sie das Virus besiegen wird - und dann werden wir jubeln."

Towns will über Entwicklung auf dem Laufenden halten

Zugleich kündigt Towns an, seine Fans auf dem Laufenden halten zu wollen. Über den Zustand seiner Mutter und seine persönlichen Empfindungen in der Coronakrise.

Wie viele andere Sportler schreibt er zu seinem Post die Hoffnung, dass möglichst alle Menschen zu Hause bleiben würden.

Außerdem verweist Towns darauf, dass es mehr Material - also wohl vor allem Schutzkleidung, aber auch medizinische Geräte benötige - und die Ärzte sowie ihre Assistenten auf jede Unterstützung angewiesen seien.

Denn sie seien die wahren Helden.

In unserem Coronavirus-Ticker gibt es alle wichtigen Infos über die Auswirkungen der Pandemie auf die Sportwelt.

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