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München - Die Hoffnung war zunächst groß, als Superstar LeBron James im Sommer weitere All-Stars um sich versammelte, um den NBA-Titel zurück nach L.A. zu bringen. Einer davon: Der wertvollste Spieler der Saison 2016/17, Russell Westbrook.

Einige Experten bezweifelten bereits bei der Verpflichtung, ob und wie gut der Triple-Double-König neben den LeBron James passt. Westbrook war es über die meiste Zeit seiner Karriere gewohnt, als Point Guard für die Offensive seiner Teams verantwortlich zu sein.

"Westbrook ist nur eine Versicherung, falls Lebron ausfällt. (...) Westbrook ist nutzlos abseits des Balls", soll ein NBA-Scout laut "The Athletic" über den Spielmacher gesagt haben.

Die Rolle des Ballverantwortlichen gehört bei den Lakers zu großen Teilen auch weiter James. Westbrook musste sich anpassen. Seine Rolle abseits des Balls ist eine andere.

Russel Westbrook: Der inkonstante Wurf ist weiter die größte Schwachstelle

LeBron James benötigt für sein Spiel konstante Schützen um sich. Zu diesen zählte Westbrook zu keiner Zeit in seiner Karriere. In der laufenden Saison traf der 33-Jährige im Schnitt weniger als drei von zehn Würfen von außerhalb der Dreipunketlinie – insgesamt fanden weniger als 44 Prozent seiner Würfe den Weg in den Korb.

Diese Schwäche überstrahlte Westbrook über all die Jahre mit seiner beinahe unmenschlichen Athletik. Auch kürzlich bewies Westbrook, dass diese Sprungqualitäten noch immer in den Beinen des 33-Jährigen stecken. Mit einem Poster-Dunk über den vielleicht besten Verteidiger der NBA, Rudy Gobert, sorgte "Brodie" für Aufmerksamkeit. Inklusive Staredown in Richtung des Franzosen.

In diesen Moment blitzt die wahre Qualität des zukünftigen Hall-of-Famers auf. Wirklich funktionieren kann Westbrook neben James aber wahrscheinlich nur, wenn er konstanter aus dem Feld träfe. 

Wechsel vor der Trade-Deadline trotzdem unwahrscheinlich

Westbrook, der in Kalifornien geboren wurde und dort auch das UCLA-College besuchte, fühlt sich generell wohl in der Stadt der Engel. Im Gespräch gegenüber "The Athletic sagte er kürzlich: "Ich sehe meine Kinder, meine Familie, meine Mutter und meinen Vater. Für mich das wichtiger als alles andere. Ich bin in meiner Heimat und kann es genießen."

Dass der Spielmacher auch weiter in seiner Heimat weilen kann, ist gar nicht so unwahrscheinlich. Wie "The Athletic" Anfang Januar berichtete, suchten die Lakers bereits einen Tradepartner. Diese nahmen aber wohl aufgrund des immensen Jahresgehalts von 47 Millionen Euro, das Westbrook in der kommenden Saison einstreichen wird, Abstand von konkreten Gesprächen.

Ob sich noch ein Abnehmer bis zum Ende der Trade-Deadline findet, darf daher angezweifelt werden. Genau wie die Frage, ob Westbrook jemals neben James funktionieren kann.

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