Sieht den Grund für die Niederlage nicht bei Bill Belichick: Bills-Coach Sea... - Bildquelle: gettySieht den Grund für die Niederlage nicht bei Bill Belichick: Bills-Coach Sean McDermott. © getty

München - Ein Monday Night Game, das vielen Fans noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Beim 14:10-Erfolg der New England Patriots über die Buffalo Bills bestimmte vor allem ein Akteur das Geschehen: der nicht enden wollende Wind, der den Spielern über die gesamte Partie hinweg Probleme bereitete. 

Während die Bills mit aller Macht versuchten, ihren Game Plan trotz Orkanböen gnadenlos durchzuziehen, wählten die Patriots einen anderen Ansatz. Trainer-Legende Bill Belichick setzte angesichts der Verhältnisse fast ausschließlich auf das Laufspiel. 46 Run-Versuchen standen gerade einmal drei versuchten Pässen gegenüber - dennoch reichte diese Taktik zum Sieg. 

Was für viele Fans wie ein genialer Schachzug klingt, wollte Head Coach Sean McDermott nicht so einfach auf sich sitzen lassen. 

McDermott trauert Möglichkeiten nach

"Lasst uns an dieser Stelle Bill Belichick nicht höher stellen, als er eh schon verdient hat", schimpfte der 47-Jährige nach dem Spiel auf der Pressekonferenz: "Egal ob es am Ende Bill war oder sonst wer. Sie haben uns geschlagen, das reicht doch", merkte McDermott sichtlich genervt an. 

 

Für ihn hing es nicht am Game Plan, sondern an der Ausführung: "Wenn man mir vor dem Spiel gesagt hätte, dass wir im Schnitt an der 40 Yard Linie starten und er an der 23, hätte ich das sofort genommen. Wir haben eine von vier Redzone-Möglichkeiten genutzt, sie ihre einzige nicht", sagte er über die vermeintliche Chancenlosigkeit seines Teams. 

"Mit allem Respekt: Das lag nicht an Bill Belichick. Am Ende geht es darum, was man aus seinen Möglichkeiten macht. Und was haben wir draus gemacht? Den Ball an der 30-Yard-Linie verloren. Es war einfach schlampiger Football", fasste er abschließend zusammen. 

Bills erneut im Laufspiel geschlagen

Am Ende der Partie standen die Patriots bei 222 Rushing Yards als Team. Oftmals brachte Bill Belichick einen sechsten Offensive Lineman aufs Feld, um noch mehr Raum für die viel beschäftigen Running Backs zu schaffen. Auch der deutsche Fullback Jakob Johnson stand bei der Hälfte aller Snaps als zusätzlicher Blocker im Lineup. 

 

Tatsächlich waren die Patriots allerdings nicht die erste Mannschaft, die den Bills im Laufspiel das Leben schwer machten. Schon vor zwei Wochen wurden McDermott und Co. von den Indianapolis Colts gnadenlos überrannt - damals musste die Bills-Defense sogar 264 Yards und vier Touchdowns im Laufspiel schlucken.

So hat sich Belichick offenbar nicht nur am Wetter orientiert, sondern eine bereits bekannte Schwäche der Bills gnadenlos ausgenutzt. Der Unterschied: Die Witterungsverhältnisse spielten in dem Sinn eine Rolle, dass die Bills auf der offensiven Seite nur wenig Antworten bereit hatten - und die eigenen Möglichkeiten herschenkten.  

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