- Bildquelle: Green Bay Packers © Green Bay Packers

München/Green Bay - Dass es bei den Wide Receivern der Green Bay Packers nach dem Abgang von Davante Adams zu einem Qualitätsverlust kommen würde, war abzusehen.

Dass es jedoch bereits vor dem 2. Spieltag der Preseason zu einem waschechten Krisensitzung wegen der Leistungen dieser kommen würde, ist für die Fans des Klubs aus Wisconsin dann doch etwas beängstigend.

Wortführer bei dem Treffen zwischen Quarterbacks, Wide Receivern und den für das Passspiel der Packers verantwortlichen Coaches war vor allem einer: Aaron Rodgers.

Rodgers wütet: "Wir müssen einfach besser sein"

Rodgers ging dabei auf die tagszuvor bereits in einer Medienrunde angesprochenen Probleme der jungen Wide Receiver ein, bei denen er "viele fallen gelassene Bälle, viele schlechte und viele falsche Routen" gesehen hatte.

Besonders in der Kritik standen die jungen Receiver Amari Rodgers, Samori Toure und Romeo Doubs.

"Er hat uns einige Ratschläge gegeben", berichtete Toure nach dem Treffen. "Vor allem hat er uns daran erinnert, dass der Standard für Receiver hier in Green Bay immens hoch ist. Und diesen Standard müssen wir weiter hochhalten."

Nur auf seine jungen Kollegen draufhauen ist Rodgers Sache dann aber nicht. "Aaron hat uns auch gesagt, was ihm bisher gefällt", führte Doubs aus, der wie Toure Rookie ist.

Cobb und Lazard ebenfalls unter den kritischen Stimmen

Bei jenem Meeting meldeten sich auch die beiden Routiniers Allen Lazard und Randall Cobb zu Wort. Letzterer hatte noch einmal ein paar eindringliche Worte für die Youngster parat, insbesondere bezüglich der Ansprache von Rodgers.

"Es geht hier nicht darum, ob sie das gut finden oder nicht. Entweder kommen sie damit klar oder sie haben hier nichts zu suchen", sagte Cobb kurz und knapp.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Passempfänger bei den Packers zu einem außerordentlichen Meeting zusammengerufen wurden. Bereits zu Beginn des Camps hatten die Coaches, Quarterbacks und langjährigen Receiver klar gemacht, was sie erwarten.

Groll hegen die jungen Receiver jedoch nicht. "Dass sie uns junge Spieler an die Hand nehmen und klar sagen, was sie verlangen, ist großartig in dieser Phase des Training Camps. Das können wir nur als Ratschlag mitnehmen", erklärte Siebtrundenpick Doubs.

Als kleines "Warnsignal" an die unerfahrenen Passempfänger haben die Green Bay Packers bereits Receiver Travis Fulgham verpflichtet. Er war tags zuvor von den Denver Broncos entlassen worden. "Es spielt der, dem ich und die Coaches am meisten vertrauen", drohte Rodgers bereits am Dienstag.

Die nächste Chance sich zu beweisen haben die Packers-Receiver in der Nacht auf Samstag in Preseason-Spiel Nummer zwei gegen die New Orleans Saints (die Highlights am Samstag morgen auf ran.de).

Du willst die wichtigsten NFL-News, Videos und Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die neue ran-App mit Push-Notifications für Live-Events. Erhältlich im App-Store für Apple und Android.