Die Guardian Caps sorgen in der NFL noch nicht für Begeisterung - Bildquelle: ImagoDie Guardian Caps sorgen in der NFL noch nicht für Begeisterung © Imago

München - In der NFL gibt es in dieser Saisonvorbereitung eine Neuerung: Bestimmte Spieler der einzelnen Teams, darunter unter anderem Linebacker und Tight Ends, müssen so genannte Guardian Caps tragen.

Dabei handelt es sich um um eine Art Schutzkappe, eine weiche, gepolsterte Hülle, die auf der Außenseite der regulären Helme angebracht wird.

Für allzu große Begeisterung scheint diese Neuerung aber nicht zu sorgen. Seahawks-Defensive-End Shelby Harris hat nun im Gespräch mit US-Reportern deutlich gemacht, dass er mit den Guardian Caps wenig anfangen kann.

"Sie sind dumm", formulierte der 31-Jährige: "Ich verstehe zwar, was sie damit bezwecken wollen, aber die Jungs werden anfangen, mehr ihren Kopf einzusetzen, weil sie es gewohnt sind, ihn nicht zu spüren. Und dann gehen sie in ein Spiel und das nächste, was man weiß, ist, dass sie sich selbst ausknocken."

Guardian Caps sind keine Pflicht in der Saison

Zur Erklärung: Die Pflicht zum Tragen des zusätzlichen Kopfschutzes, der die Gefahr von Gehirnverletzungen verringern soll, endet mit dem zweiten Preseason-Spiel.

Nach Meinung von Harris vermittelt das Training mit der Vorrichtung ein falsches Gefühl der Sicherzeit: "Ich glaube ehrlich gesagt, dass man am Ende mehr Schläge gegen den Kopf bekommt, weil man daran gewöhnt ist, das Helmkissen auf dem Kopf zu haben."

Und weiter: "Ich verstehe, was sie damit versuchen, aber ich denke, dass es später mehr Probleme verursachen wird."

Übrigens: Allzu gut sollen die Caps nicht helfen. Die Auswirkungen eines Kopftreffers werden dadurch laut "NBC" nur um zehn Prozent verringert.

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