Könnten im direkten Duell aufeinander treffen: Davante Adams (l.) und Jalen ... - Bildquelle: gettyKönnten im direkten Duell aufeinander treffen: Davante Adams (l.) und Jalen Ramsey (r.). © getty

München - Treffen der NFC-Schwergewichte, Aaron Rodgers gegen Matthew Stafford und Temperaturen um den Gefrierpunkt. 

Das Duell zwischen den Green Bay Packers und den Los Angeles Rams am Sonntag (ab 22:25 live auf ProSieben MAXX und im Livestream auf ran.de verspricht einiges. Dabei erleben beide Teams bislang einen ähnlichen Saisonverlauf. 

Sowohl die Packers als auch die Rams gehören zwar zur Spitzengruppe in der NFC, mussten in den vergangenen Wochen jedoch auch empfindliche Niederlage einstecken. Im Hinblick auf die Playoffs wäre also ein Sieg am Sonntag einer mit Ausrufezeichen - dabei haben beide Teams ihre Baustellen zu bewerkstelligen. 

Packers trauern knappen Niederlagen hinterher

Spitzenteams wie die Green Bay Packers haben nur wenige Schwächen. Wenn sich dann jedoch eine offenbart, sorgt diese in der Regel für Niederlagen. Zu spüren bekamen dies Aaron Rodgers und Co. in den vergangen Wochen gleich zweimal.

Sowohl die knappe Niederlage gegen die Kansas City Chiefs, als auch die Last-Minute-Pleite gegen die Minnesota Vikings wären zu verhindern gewesen. Die Offensive um Rodgers feuerte gegen die Vikings aus allen Rohren, gegen die Chiefs ließ die Defense nur 13 Punkte zu. 

 

Dass die Packers am Ende doch als Verlierer da standen, hatte vor allem mit der schlechten Leistung der Special Teams zu tun. Waren es gegen die Chiefs gleich mehrere Fumbles nach Punt-Versuchen, setzte Kicker Mason Crosby seine Horrorsaison fort. Der Routinier verschoss in den vergangenen fünf Spielen fünf Field Goals, auch gegen die Vikings verfehlte er einen wichtigen Versuch. 

Schon früher in der Saison setzte der 37-Jährige zwei potenzielle Game-Winner vorbei - die Kritik seitens der Fans wird immer lauter. "Er ist weiterhin unser Kicker, er ist unser Mann", erklärte Head Coach Matt LaFleur im Hinblick auf die Partie. Gleichzeitig forderte er jedoch auch: "Er weiß, dass er diese Field Goals treffen muss", so der Übungsleiter. 

Ways to win: Mach's nochmal, Aaron

Weil die hochkarätig besetzte Offensive der Rams nur schwer zu stoppen ist, sollten die Packers da ansetzen, wo sie gegen die Minnesota Vikings aufgehört haben. Einen Plan, die eigene Offensive in Gang zu kriegen, könnten sie dabei beim Playoff-Duell der beiden Teams im Januar finden. 

Damals setzten sich die Packers mit 32:18 durch. Aaron Rodgers erlebte dabei einen Sahnetag, insgesamt zauberte die Offense fast 500 Scrimmage Yards aufs Feld. Der Plan sollte gleichermaßen einfach wie schwer sein: Durch Power-Offensive die Rams von Beginn an unter Druck setzen. 

 

Hier könnte ein Mittel sein, in der Offensive möglichst unberechenbar zu agieren. "Wir haben uns das gute Zeug für sie vorbereitet", erklärte Star-Receiver Davante Adams vor der Partie. Sicherlich wird LaFleur versuchen, seine beste Offensiv-Waffe möglichst weit weg von Star-Cornerback Jalen Ramsey zu bekommen, der im Eins-gegen-Eins nur schwer zu knacken ist. 

Gleichzeitig wissen die Packers jedoch auch, dass eine andere Rams-Front als noch im Januar auf sie wartet. Damals war Defense-Monster Aaron Donald stark angeschlagen und auch Neuzugang Von Miller könnte nun die neu formierte Offensive Line von Green Bay auf die Probe stellen. 

"Sie haben ihn noch dazu geholt und ein gesunder Aaron Donald kann jede Offensive Line auseinander nehmen", warnte auch Rodgers im Vorfeld der Partie. Dennoch gibt sich der Spielmacher zuversichtlich: "Wir haben uns einen guten Plan zurecht gelegt", so Rodgers. Schließlich müssen die Rams ihrerseits die zuletzt wackelige Offensive in Gang kriegen. 

Rams auf der Suche nach Identität

"Ich will nicht glauben, dass wir das Team sind, als das wir uns in den vergangenen zwei Wochen präsentiert haben", erklärte Head Coach Sean McVay nach der krachenden Pleite gegen die San Francisco 49ers im Monday Night Game vor der Bye Week. 

Tatsächlich präsentierten sich die Rams zuletzt nicht wie das unangreifbare Spitzenteam, wie es in den ersten Wochen der Saison den Eindruck machte. Besonders in der Offensive stotterte der Motor gewaltig.

 

Brachten Quarterback Matthew Stafford und Co. an den ersten acht Spieltagen im Schnitt über 29 Punkte auf die Anzeigetafel, waren es in Woche neun und zehn nur 26 - an beiden Spieltagen zusammen. Auch der Spielmacher selbst wirkt nicht mehr so frei wie in den Wochen zuvor.

Dabei steht der Quarterback, der vor der Saison von den Detroit Lions in die Stadt der Engel verschifft wurde, sinnbildlich für den kleinen Einbruch. Während er in die ersten acht Wochen Stafford auf 22 Touchdowns bei nur vier Interceptions kam, leistete er sich gegen die Titans und die 49ers ebenfalls vier Interceptions - an nur zwei Spieltagen. 

Ways to Win: Vollgas für OBJ und Co. 

Nach den Trades für Von Miller und Odell Beckham Jr. stehen die Zeichen bei den Rams auf "All In". Viel Zeit zur Anpassung bleibt den Neuzugängen deshalb nicht. Gegen die Packers könnte deshalb vor allem OBJ schon zum X-Faktor werden. 

"Er macht sich sehr gut. Das beste an ihm ist, dass er sehr schlau ist", lobte auch McVay sein neues Spielzeug: "Er ist mehr als bereit und wir erwarten, dass wir viel von ihm am Sonntag sehen", machte der Erfolgscoach weiter Hoffnung. 

 

Neben Beckham Jr. dürfte die Rams-Offensive auch zum großen Teil über Star-Receiver Cooper Kupp laufen, der eine Saison auf Rekordkurs hinlegt. Nach zehn Spielen steht Kupp bei 1141 Receiving Yards und zehn gefangenen Touchdowns. 

Dass gegen diese Packers-Secondary etwas zu holen ist, haben bereits die Vikings-Receiver in der Vorwoche gezeigt: Justin Jefferson und Adam Thielen kamen zusammen auf 16 Receptions, 251 Receiving Yards und drei Touchdowns. Den Rams-Passempfängern könnte in einem potenziellen High-Scoring-Game ein vielbeschäftigter Tag bevorstehen. 

Fantasy Tipp: A.J. Dillon

Weil Starting-Running-Back Aaron Jones weiterhin verletzt fehlt, dürfte ein Großteil der Arbeit im Backfield erneut auf A.J. Dillon zurückfallen. Der letztjährige Zweitrundenpick der Packers trumpfte dabei in den vergangenen beiden Wochen als Jones-Ersatz groß auf. 

Gegen die Vikings und gegen die Seahawks kam der 23-Jährige auf 223 Scrimmage Yards sowie zwei Touchdowns. In einem Spiel, in dem beide Offensiven groß aufspielen könnten, sollte Dillon also eine zuverlässige Option auf der Running-Back-Position sein. 

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