Muss sich über seine Cornerback-Position den Kopf zerbrechen: Head Coach und... - Bildquelle: GettyMuss sich über seine Cornerback-Position den Kopf zerbrechen: Head Coach und General Manager Bill Belichick © Getty

München/Foxborough - Das Training Camp der New England Patriots lief bisher mehr als durchwachsen.

Nun die nächste Hiobsbotschaft nach dem Rücktritt von Teamkapitän James White: Malcolm Butler hat sich schwer an der Hüfte verletzt, die Saison 2022 ist für den 32-Jährigen beendet bevor sie begonnen hat.

Damit bleiben den Patriots, nach der ebenfalls Saison beendenden Verletzung von Joejuan Williams, kaum noch Passverteidiger übrig.

Runderneuertes Backfield - Jones-Comeback gibt Hoffnung

Eigentlich sollte Butler die neue und alte Nummer eins der Patriots in Sachen Passverteidigung werden. "Malcolm arbeitet sehr hart, so wie er es immer getan hat. Es sieht so aus, als wäre er ganz der Alte", lobte Head Coach Bill Belichick den Rückkehrer noch vor einigen Wochen.

Nun fällt der Veteran und zweifache Super-Bowl-Sieger aus. Nicht nur er, sondern auch Joejuan Williams wurden auf die Injured Reserve-Liste gesetzt. Damit bleiben den Patriots nur noch vier Cornerbacks übrig, die überhaupt NFL-Erfahrung haben: Jalen Mills, Neuzugang Terrance Mitchell, Jonathan Jones und Myles Bryant.

Einen Hoffnungsschimmer gibt immerhin die Rückkehr von Slot-Cornerback Jonathan Jones, der als einer der besten der Liga gilt. Ob Jalen Mills und Terrance Mitchell jedoch ein annähernd adäquater Ersatz zum einstigen Top-Duo Stephon Gilmore und J.C. Jackson sind, ist mehr als zweifelhaft. Überhaupt ist von der Glanzzeit der Passverteidigung in New England kaum mehr noch etwas übrig. Gut möglich, dass nochmal personell nachgelegt wird.

Trumpfkarte Wade - McCourty als Aushilfs-Cornerback?

Genau so gut möglich wäre es aber auch, dass Belichick einen No-Name aus dem Hut zaubert und ihn zu einem Star macht. Jackson und Butler waren beide Undrafted Free Agents und der 70-Jährige machte beide zu Pro Bowlern.

In diese Fußstapfen will eine (weitere) Jones-Fraktion in New England treten. Marcus Jones ist ein Drittrundenpick aus Houston, Jack Jones ist Viertrundenpick von Arizona State. Die beiden Rookies müssen einen Schritt nach vorne machen. Immerhin: Aus dem Training Camp hört man nur Gutes über die Beiden. Devin Hafford, Undrafted Free Agent, wird wohl dem Roster-Cut zum Opfer fallen.

Dann wäre da noch Shaun Wade, der eine besondere Reise hinter sich hat. 2021 wurde er von den Baltimore Ravens gedraftet - und gleich nach Foxborough getradet. Viele befürchteten, dass Belichick schon wieder einen Rohdiamanten für fast lau bekommen hat. Wade wartet jedoch noch auf sein erstes NFL-Spiel. Ob das zeitnah kommt, bleibt abzuwarten. Auf dem Niveau von Butler oder Jackson zu ihren besten Zeiten scheint er nicht zu sein.

Wenn alle Stricke reißen, kann auch der langjährige Safety Devin McCourty auf der Cornerback-Position eingesetzt werden. Auf jener wurde er 2010 sogar in den Pro Bowl gewählt. Er ist bis heute der einzige Spieler, der sowohl als Safety als auch als Cornerback in den Pro Bowl gewählt wurde. Und das soll etwas heißen.

Belichick und Co. werden also die Köpfe in den kommenden Tagen und Wochen zusammenstecken, ob personell nachgelegt werden muss.

Am Ende dürfte jedoch sicher sein, dass der wohl beste defensiv denkende Coach der NFL-Historie drei kompetente Cornerbacks auf den Platz schicken wird, wenn die Saison losgeht.

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