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München - Der amtierende MVP der NFL konnte am vergangenen Wochenende nur zusehen und staunen.

Gut, ob Aaron Rodgers nun staunte ob der Leistung seines ewigen Widersachers Tom Brady, oder er es einfach nur zur Kenntnis nahm, was der Quarterback der Tampa Bay Buccaneers mit den Atlanta Falcons veranstaltete (was wahrscheinlicher ist), sei dahingestellt.

Es ist aber gut möglich, dass der Spielmacher der Green Bay Packers seinen Nachfolger gesehen hat.

Mit seinen vier Touchdown-Pässen und 368 Yards (bei einem Pick Six, den wollen wir nicht unterschlagen) katapultierte sich Brady, so die Meinung vieler, endgültig an die Spitze des Rennens um den Titel des wertvollsten Spielers 2021.

Eine Meinung, die sich auf reichlich statistische Unterfütterung berufen darf.

Tom Bradys Fabelzahlen 2021

34 Touchdowns hat TB12 nun mittlerweile auf dem Konto. Zum Vergleich: Kein anderer Spieler hat mehr als 30.

3.771 Passing Yards bedeuten ebenfalls Bestwert nach 13 Spieltagen.

Sein Passer Rating von 104 reicht zwar aktuell nur zu Platz fünf (hinter Kyler Murray, Kirk Cousins, Matthew Stafford und Rodgers), Brady gewann den MVP-Titel aber auch schon mit einem schlechteren Mittel.

Und, das vielleicht wichtigste Argument: Im Gegensatz zu seinen wohl ärgsten Konkurrenten im Kampf um die MVP-Krone, Murray und Rodgers, verpasste Brady in dieser Saison noch kein Spiel, lieferte Leistungen auf beständig hohem Niveau, orchestriert die explosivste Offense der Liga und führt den Super-Bowl-Champion aller Voraussicht nach erneut souverän in die Postseason, womöglich sogar als topgesetztes Team der NFC.

Dass Brady an den restlichen fünf Spieltagen nachlässt, ist zudem nicht wirklich wahrscheinlich: Mit den Buffalo Bills wartet nur noch ein Gegner mit positiver Bilanz, gegen die New York Jets, New Orleans Saints und (zwei Mal) Carolina Panthers dürfte der 44-Jährige sein Konto locker auf über 40 Touchdowns und über 4.000 Yards schrauben. Und das ist noch vorsichtig kalkuliert.

Das leichte Restprogramm ist sicherlich auch ein Grund, aus dem die Wettanbieter den Bucs-Spielmacher im MVP-Rennen derzeit ganz vorne sehen. Bei "DraftKings Sportsbook" beispielsweise liegt Bradys Quote momentan bei +175 (100 Euro setzen, um 175 Euro zu bekommen), Rodgers (+600) und Murray (+1.000) liegen schon deutlich dahinter.

MVP-Titel: Bricht Brady Bradys Rekord?

Es scheint also alles hinauszulaufen auf Bradys vierten MVP-Titel in der Regular Season nach 2007, 2010 und 2017. Im Vergleich zu seinen fünf Super-Bowl-MVP-Titeln und sieben Super-Bowl-Siegen eine ja geradezu lächerliche Zahl.

Doch in Anbetracht seines Alters von 44 Jahren dann doch wieder bewundernswert. Findet auch bestimmt Aaron Rodgers.

Brady würde im Falle eines Triumphs übrigens zum ältesten Spieler werden, der jemals den Titel des NFL-MVPs gewann. Bisheriger Rekordhalter mit 40 Jahren und knapp sechs Monaten: Tom Brady.

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