München - Die NFL kommt nach Deutschland - der Traum der #ranNFL-Community rückt immer näher.

Wie die Verantwortlichen der stärksten Football-Liga der Welt am Dienstag bekanntgaben, fällt die Entscheidung für einen Austragungsort zwischen den Städten Düsseldorf, Frankfurt und München. 

Die NFL ist in Europa mittlerweile fest verankert und hat seit 2007 bereits 29 Spiele in London abgehalten. Am Sonntag bestreiten die Miami Dolphins und die Jacksonville Jaguars (ab 14:55 Uhr live auf ProSieben und ran.de) das 30. Spiel auf englischem Boden im Stadion der Tottenham Hotspur. 

Die NFL sucht nun die Partnerstadt, die für eine Ausweitung der International Series nach Deutschland am besten geeignet ist.

"Spiele der Regular Season sind ein wichtiger Teil im Ausbau unserer deutschen Fangemeinde, weil wir darüber einfach noch mehr Begeisterung für den Sport und eine engere Verbindung zu den Fans schaffen können", sagt Brett Gosper, NFL Head of Europe and UK. 

Trio in der "Candidate-Phase"

"Das große Interesse, das wir von den deutschen Städten signalisiert bekommen haben, unterstreicht, was für eine hervorragende Gelegenheit es für die gastgebende Stadt sein wird: In Bezug auf die wirtschaftlichen Interessen bis hin zur Chance, der Ausgangspunkt der NFL in Deutschland zu werden hinsichtlich des Wachstums der Fangemeinde, Community und des Nachwuchses", führt Gosper weiter aus.

Nachdem mehrere Städte ihr grundsätzliches Interesse als Austragungsort bekundet hatten, wurden nun Düsseldorf, Frankfurt und München in die "Candidate-Phase" eingeladen. Diese drei Städte werden sich nun noch intensiver mit der NFL austauschen und ausloten, welche Voraussetzungen sie als NFL-Spielstätte erfüllen müssen und was sie der National Football League bieten können.

NFL-Übertragungen: TV-Quoten verbessern sich stetig

Gosper erklärt: "Neben einem Stadion, das die zahlreichen logistischen Anforderungen erfüllt, sind wir auf der Suche nach einem Gastgeber, der sich zusammensetzt aus lokaler und regionaler Politik, Stadionbetreibern, lokalen Interessensvertretern und potentiellen kommerziellen Partnern. Wir sind ausschließlich an einer langfristigen Partnerschaft interessiert." 

Die deutsche NFL-Fangemeinde wächst stetig an, nach Angaben der NFL auf mittlerweile etwa 19 Millionen Fans. Die Zuschauerzahlen im Free TV bei ProSieben und ProSieben MAXX sind seit Jahren kontinuierlich steigend. Zudem ist Deutschland mittlerweile einer der Markführer außerhalb Nordamerikas in Sachen Merchandise, Fantasy-Football-Teilnehmer und Verkaufszahlen der Madden-Videospiele.

Deutsche schaffen häufiger den Sprung in die NFL

Deutsche Spieler oder Akteure mit deutschen Wurzeln schaffen darüber hinaus immer häufiger den Sprung in die NFL: 2020 startete Jakob Johnson regelmäßig für die New England Patriots und ist auch 2021 fester Bestandteil des Kaders. Daneben gehört Amon-Ra St. Brown zum Kader der Detroit Lions, sein Bruder Equanimeous St. Brown spielt für die Green Bay Packers. 

Mit David Bada (Washington) und Aaron Donkor (Seattle Seahawks) sind zwei weitere Deutsche derzeit im "International Pathway Program" der NFL vertreten.

Sebastian Vollmer ist wohl der bekannteste Ex-Footballer aus Deutschland - er gewann zwei Super Bowls (XLIX und LI) mit den New England Patriots um Quarterback Tom Brady. ran-Experte Björn Werner wurde 2013 in der ersten Runde von den Indianapolis Colts gedraftet und absolvierte insgesamt 38 Spiele in der NFL.

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