Der russische Kirill Kaprizow von Minnesota Wild zählt zu den größten Supers... - Bildquelle: imago images/ZUMA WireDer russische Kirill Kaprizow von Minnesota Wild zählt zu den größten Superstars der NHL © imago images/ZUMA Wire

München - Dean Evason ist beunruhigt. "Es ist gruselig. Es ist für uns alle beängstigend", sagt der Trainer von Minnesota Wild.

Seine Sorge gilt dem besten Torjäger seiner Mannschaft: Kirill Kaprisow. Der russische Superstar hat die Offseason genutzt, um seine Familie in der Heimat zu besuchen. Nun weiß er nicht, ob und wie er in die USA zurückkommt.

Wie "The Athletic" berichtet, sind zwei Versuche des Außenstürmers gescheitert, in die Vereinigten Staaten einzureisen. Zunächst bemühte sich Kaprisow über Dubai, beim zweiten Versuch kam er nur bis zur Karibik.

Einreise zu seinem Arbeitsplatz? Fehlanzeige, beides Mal wurde er abgewiesen.

Kirill Kaprisow fehlt Arbeitsvisum 

Offenbar fehlt dem russischen Stürmer, der bei den Olympischen Spielen 2018 sein Team gegen Deutschland in der Verlängerung zu Olympia-Gold geschossen hatte, ein Arbeitsvisum. In der vergangenen Saison war dies aufgrund der Corona-Pandemie nicht von Nöten, nun fehlen Kaprisow die Papiere.

Insbesondere, da der Starstürmer sich schon fast auf einer Flucht aus der Heimat befindet.

Der Hintergrund: In Russland liegen anscheinend Vorwürfe auf dem Tisch, dass er im Jahre 2017 einen gefälschten Militär-Ausweis erworben hatte. Kaprisows Vater hatte die Vorwürfe bei "Sport-Express" bestritten. Als Student wäre es zu dieser Zeit vollkommen üblich gewesen, dass der Präsenzdienst beim Militär für Profisportler aufgeschoben werde, erklärte er.

Allerdings sei diese Ausnahme bei Kaprisow am 30. Juni ausgelaufen, zitierte "The Athletic" eine Person, die mit der Angelegenheit vertraut sein soll. Sollte das stimmen, könnte es sein, dass Kaprisow seinen Militärdienst für ein Jahr ableisten muss. Dies ist in Russland für Männer im Alter zwischen 18 und 27 üblich. Kaprisow feierte am 26. April seinen 25. Geburtstag.

"Eine beängstigende Situation in unserer Welt"

In diesem Fall könnte Kaprisow, der noch bis 2026 bei den Minnesota Wild unter Vertrag steht, nicht in die USA zurückkehren. Genau dieser Gedanke lässt Evason nicht zur Ruhe kommen: "Es ist eine beängstigende Situation in unserer Welt. Dass bei jemanden mitzubekommen, den wir so gut kennen wie Kirill, ja, es ist eine beängstigende Situation. Und wir hoffen, dass alles richtig aufgeklärt wird." 

Kaprisow befindet sich nun wieder in Russland.

Bill Guerin, der General Manager von Minnesota, wollte sich nicht offiziell zur Situation des Torjägers äußern. Auf die Frage, ob er glaube, dass Kaprisow zum Trainingsstart im Spätsommer zurückkehren würde, zuckte er lediglich mit den Schultern.

Er dürfte tatsächlich nicht wissen, ob und wann sein Stürmer wieder in Minnesota auftaucht.

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