Die New York Rangers bejubeln ihren Heimsieg gegen die Carolina Hurricanes - Bildquelle: 2022 Getty ImagesDie New York Rangers bejubeln ihren Heimsieg gegen die Carolina Hurricanes © 2022 Getty Images

New York - In Spiel 3 der zweiten Runde in den Stanley Cup Playoffs, zwischen den New York Rangers und den Carolina Hurricanes, verhinderte New York am Sonntag die dritte Niederlage und damit die Vorentscheidung. Den 3:1-Heimsieg hatten sie ihrem erneut hervorragenden Torhüter Igor Shesterkin und ihren Veteranen zu verdanken.

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"Wir haben einige Unterzahlsituationen überstanden und ein Powerplaytor geschossen, so gewinnt man knappe Spiele", lobte Rangers-Trainer Gerard Gallant. "Das war ein harter Kampf, aber Igor war natürlich überragend für uns, das war der Schlüssel."

Shesterkin musste lange einem Ansturm der Hurricanes standhalten, der die meisten anderen Torhüter in die Knie gezwungen hätte. Insgesamt hielt er 43 Schüsse, davon jeweils 17 in jedem der ersten beiden Drittel. Lediglich ein relativ unscheinbarer Rückhandschuss des Schweizers Nino Niederreiter rutschte dem Russen unter dem Arm durch. Niemand schien sich darüber mehr zu ärgern als Shesterkin selbst. Die Fans im Madison Square Garden waren aber sofort zur Stelle, um ihrem Startorwart mit lauten "Igor"-Rufen den Rücken zu stärken.

Gallant lobt Rangers-Fans: "Das war unglaublich"

"Das war unglaublich", schwärmte Gallant von den Fans. "So kennen wir sie, das erwarten wir von ihnen. Sie sind immer großartig und stehen hinter ihrem Team. Da haben wir ein ziemlich gutes Heimspiel geliefert." 

 

Kein Wunder, denn ihnen ist sehr wohl bewusst, dass die Rangers ohne Shesterkins unglaubliche Saison wohl kaum so weit gekommen wären. Er führte in der regulären Saison die gesamte Liga mit 2,07 Gegentoren pro Spiel und 93,5 Prozent Fangquote an und lag mit sechs Shutouts auf dem dritten Platz. Für diese Leistungen wurde er zu einem der drei Finalisten für die Vezina Trophy, mit der der beste Torhüter der Saison ausgezeichnet wird, und für die Hart Trophy für den wertvollsten Spieler der Saison gewählt.

Während Shesterkins Glanzleistungen längst Normalität geworden sind, mangelte es in den ersten beiden Spielen der Serie an der Offensive. Die Hurricanes hatten das erste Spiel mit 2:1 nach Verlängerung gewonnen und im zweiten Spiel einen 2:0-Shutout eingefahren. Das einzige Tor der Rangers hatte der 22-jährige Stürmer Filip Chytil erzielt. Dabei waren es während der regulären Saison gerade die erfahrenen und bewährten Leistungsträger, die den Rangers als Motor des Angriffs zum zweiten Platz in der Metropolitan Division verholfen hatten.

Unter den sieben besten Scorern der Mannschaft war Verteidiger Adam Fox der einzige, der jünger als 28 war. Angeführt wurde das Team von Artemi Panarin mit 96 Punkten (22 Tore, 74 Assists), gefolgt von Mika Zibanejad mit 81 (29 Tore, 52 Assists) und Chris Kreider mit 77 (52 Tore, 25 Assists). Kreider war zudem der drittbeste Torschütze der NHL. In den ersten beiden Spielen der Serie gegen die Hurricanes traten diese Schlüsselspieler nicht in Erscheinung.

Das änderte sich jedoch am Sonntag. Kreider und Zibanejad führten die Rangers gemeinsam mit Chytil mit vier Torschüssen an und mit Ryan Strome fuhr ein weiterer Veteran die meisten Checks (4). Diese Bemühungen wurden belohnt, als Zibanejad auf Vorlage von Panarin und Fox New Yorks erstes Powerplaytor der Serie erzielte und sein Team mit 1:0 in Führung brachte (9.). Zibanejad und der erfahrene Verteidiger Jacob Trouba bereiteten dann auch das 2:0 durch Kreider vor (26.). Tyler Motte sorgte mit einem Empty-Netter für den Endstand.

Rangers-Trainer lobt Kampfgeist 

"Ich war natürlich von den ersten beiden Spielen enttäuscht", gab Gallant zu, nahm seine Spieler aber in Schutz. "Wie wir in Carolina gekämpft und gespielt haben, hat mir aber gefallen. Heute hatten wir es im Gefühl, dass wir gewinnen würden. Unser Torwart war in der ersten Hälfte des Spiels unglaublich und hat wichtige Saves gemacht, aber wir haben einfach gut genug gespielt um zu gewinnen." 

Der Sieg war extrem wichtig für die Rangers. Mit einer Niederlage hätten sie vier Siege in Folge gebraucht, um nicht auszuscheiden. So müssen sie nur drei der nächsten fünf Partien gewinnen und können bereits im kommenden Heimspiel die Serie ausgleichen. Sollte sich der Auftritt der Kernspieler am Sonntag nicht als Eintagsfliege erweisen, würde die Kombination aus Shesterkins Rückhalt und einer funktionierenden Offensive ihnen gute Chancen geben, eins der besten Teams der Liga aus dem Rennen zu werfen.

Die Gelegenheit zum nächsten Streich haben die Rangers in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, wenn sie die Hurricanes im Madison Square Garden zu Spiel 4 empfangen.

Quelle: NHL.com/de

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