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München/Saint Paul - Ausnahmsweise gehörte Nico Sturm das Scheinwerferlicht. "An den meisten Abenden gibt es für uns als Reihe nicht viel Ruhm", sagte der NHL-Profi und genoss deshalb den außergewöhnlichen Moment besonders.

Beim 8:2 der Minnesota Wild über die Montreal Canadiens verbuchte der deutsche Eishockeyprofi erstmals in seiner Karriere drei Scorerpunkte, als Schmankerl gab es die Auszeichnung zum "First Star" obendrauf.

Ersatzspieler um Sturm trumpfen auf

Beim Team aus Saint Paul sorgen eigentlich andere für die Highlights, doch diesmal war der Augsburger mit seinen "Sturm-Partnern" Connor Dewar und Brandon Duhaime dran. Der Deutsche traf zum 4:1 (25.), nachdem er 22 Sekunden zuvor Dewars erstes NHL-Tor vorbereitet hatte. Auch am 7:2 (50.) war Sturm beteiligt. Die vierte Reihe glänzte.

"Das fühlt sich für uns alle gut an", sagte Sturm, der nach 38 Einsätzen bei sieben Saisontoren und acht Vorlagen steht. "Am Ende durfte meine Reihe etwas mehr spielen, das war auch eine Belohnung für unsere Leistung. Es ist toll, dass man immer mal wieder wichtige Minuten bekommt", so Sturm: "Dafür spielt man Eishockey."

Zweimal war Sturm bislang auf zwei Scorerpunkte gekommen, am 24. Februar und am 21. April 2021. Diesmal gelangen ihm drei. Es läuft für den Center und Minnesota, beim klaren Sieg gegen den Rekordmeister punktete das Team zum siebten Mal nacheinander und ist weiter auf Play-off-Kurs. Die Wild belegen im Westen den ersten von zwei Wildcard-Plätzen.

Spiel früh entschieden: "Ein bisschen hässlich"

Schon nach zwei Dritteln war die Sache gelaufen (5:1), Sturm wusste, dass es in den letzten 20 Minuten "ein bisschen hässlich" werden würde. Es sei darum gegangen, die "Big Guns", also die Topleute, zu entlasten und damit auch vor Verletzungen zu schützen.

Überhaupt sei es wegen des in den kommenden Wochen engen Terminplans wichtig, dass die Last verteilt werde: "Die Tiefe unseres Teams ist der Schlüssel."

Die Statistik belegt das. Minnesota stellte mit den acht Toren den Klubrekord ein, es trafen acht verschiedene Spieler. Und der Mann des Tages kam aus Reihe vier.

Spaß beim Twitter-Account der Wild

Nicht nur auf dem Eis hatten die Minnesota Wild Spaß, auch die Social-Media-Abteilung der Wild zeigte sich von ihrer besten Seite. "Die Feststelltaste ist stecken geblieben!", twitterte der Account nach dem zwischenzeitlichen 7:2.

Neben Kirill Kaprizov, der 100 Scorerpunkte erreichte und natürlich Debüt-Torschütze Dewar wurde auch der Nationalspieler Sturm gefeiert.

"Es gibt eine Sturm-Warnung für Saint Paul", heißt es auf der Twitter Account, der aus dem Feiern von Toren gar nicht mehr rauskam. In 38 Saisonspielen kommt Sturm nun auf sieben Treffer und acht Assists.

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