Will der Konkurrenz-Liga XFL ein Schnippchen schlagen: Die XFL um Mitbesitze... - Bildquelle: GettyWill der Konkurrenz-Liga XFL ein Schnippchen schlagen: Die XFL um Mitbesitzer "The Rock" © Getty

München/Greenwich - Die XFL setzt ihre Bemühungen fort, die Rückkehr der USFL auf das Spielfeld zu konterkarieren. Hierzu wurde laut "ESPN" ein virtuelles Treffen mit Agenten einberufen, um ihnen die Pläne der Liga für ihr Comeback zur Saison 2023 und darüber hinaus zu erläutern.

Eine gezielte Maßnahme, um den jüngst erfolgten Saisonstart des Konkurrenten in den Hintergrund zu rücken und die mediale Aufmerksamkeit auf das eigene Produkt zu lenken.

Aus einem vorgelegten, internen Protokoll der Veranstaltung geht demnach hervor, dass ein sportliches Argument besonders herausgehoben wurde. Der Saisonplan der XFL, deren Spielzeit im Februar beginnt und im Mai endet, sei für Spieler, die nach der Saison von NFL-Teams berücksichtigt werden wollen, deutlich "vorteilhafter".

Die USFL startete erst im April und reicht mit ihrem auf maximal zwölf Saisonspiele ausgelegten Spielbetrieb deutlich weiter in die Saisonvorbereitung der NFL hinein. Ein Manko für Spieler, die sich durch ihr Engagement in der kleineren Liga für die ganz große Bühne empfehlen wollen.

Dem Bericht zu Folge wurde den Spielervertretern zudem aufgezeigt, dass die XFL um Mitbesitzer Dwayne "The Rock" Johnson höhere Gehälter und bessere Leistungen als die USFL bieten würde.

XFL vs. USFL: Rennen um Spieler beginnt

USFL-Spieler erhalten demnach 4.500 Dollar pro Woche zusätzlich zu den Prämien, wenn ihr Team gewinnt. Außerdem erhalten sie während der Regular Season bezuschusste Unterkünfte: Die USFL zahlt 75 Dollar für ein 150-Dollar-Hotelzimmer pro Tag am Standort der Liga in Birmingham, Alabama, wo alle Spiele Regular Season ausgetragen werden.

Die Verantwortlichen der XFL haben den Agenten laut "ESPN" mitgeteilt, dass die Gehälter in der XFL nicht nur höher sein werden, sondern auch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung während der Saison in vollem Umfang übernommen werden.

Jedes der acht XFL-Teams wird voraussichtlich einen 70-Mann-Kader haben, von denen 45 für Spiele aktiv sind, was 560 Arbeitsplätze für Spieler bedeutet - etwa 200 mehr als in der USFL aufgrund der dortigen Kadergrenzen.

Ein wichtiger Punkt spricht laut der Meldung aber zumindest zunächst gegen die XFL: Die USFL-Spieler haben Zweijahresverträge unterzeichnet, was einen Ligen-Wechsel 2023 zur dann startenden Konkurrenz-Liga erschweren wird. Auf Nachfrage von "ESPN" wollte sich die XFL nicht zu diesem Thema äußern.

Und nicht nur bei den bereits verpflichteten Spielern sieht sich die USFL im Vorteil.

Zweite Kraft hinter NFL: USFL sieht sich vor XFL

In den Tagen vor dem Startschuss der neuen Liga erklärte Daryl Johnston, Executive Vice President of Football Operations der USFL, dass die Liga im künftigen Wettkampf mit der XFL "die Nase vorn" haben werde.

"Ich weiß nicht, ob es so sehr darum geht, zu sehen, wer zuerst da ist", sagte Johnston über die sich im Besitz von "Fox Sports" befindliche Liga: "Wir haben jetzt ein Jahr Vorsprung, und wer hat diese Erfahrung? Es geht zurück zu unseren Fernsehpartnern. Wo könnte (die XFL, Anm. d. Red.) mit uns konkurrieren, wenn wir über die Präsentation des Produkts sprechen?"

Nach Angaben der Liga wurde das Eröffnungsspiel von durchschnittlich drei Millionen Zuschauern gesehen oder gestreamt.

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