Emin Atra kämpft für den guten Zweck.Emin Atra kämpft für den guten Zweck. ©

München – Emin Atra macht alles mit vollem Körpereinsatz. Im Ring sowieso, da ist der Boxer seit 15 Profikämpfen unbesiegt. Der 29-Jährige schaut aber auch über das Seilgeviert hinaus. Am 27. April (live auf ranFIGHTING.de) tritt der Supermittelgewichtler bei der Charity-Box-Gala "Emkos Tribunal" in Bielefeld gegen Levan Shonia an. Für sich und seinen Traum von einem WM-Kampf.

Gleichzeitig aber auch für den guten Zweck. Ihn hat ein Fall aus seiner Heimatstadt Bielefeld erschüttert: Ein Familienvater soll seine beiden Kinder (2 und 1) ermordet haben. "Das hat mich richtig geschüttelt. Ich kann nicht glauben, dass das passiert ist. Ich kann es nicht verstehen. Es ist hart", sagte Atra, den auch das Schicksal der jungen Mutter berührt.

30.000 Euro sind das Ziel

Er war zum Beispiel auf der Beerdigung der Kinder, um Anteilnahme zu zeigen. Das will er auch mit der Box-Gala. Er spendet seine Gage, hat mit zwei Unternehmern aus Bielefeld eine Spendenaktion gestartet. Ein Teil der Spende ist zudem für das "Westfälische Kinderdorf" in Paderborn gedacht.

Das Ziel: 30.000 Euro. Er hofft auf die Hilfe der Menschen in der Stadt. "Hier leben 300.000 Menschen. Wenn jeder nur 20 Cent spendet, kommen wir da deutlich drüber."

Aber auch sportlich will er ein Zeichen setzen. Er kämpfte zuletzt am 24. November 2018, als er den Türken Yesilat Berkta durch K.o. in der zweiten Runde besiegte. Vorher hatte er verletzungsbedingt fast ein Jahr pausieren müssen.

"Ich bin topfit und werde den Ringboden zum Beben bringen. Gerade vor heimischem Publikum will ich glänzen und zeigen, dass ich wieder voll da bin", sagte er. Und betonte, er werde für seinen WM-Traum "alles tun". Auch ohne einen bekannten Promoter, der vielleicht die eine oder andere Tür öffnen kann. Aber: "Ich will mich nicht verbiegen lassen und mich auch nicht unter Wert verkaufen."

Sein 34 Jahre alter Gegner aus Georgien blickt auf 15 Siege (11 K.o.), kassierte aber auch schon 13 Niederlagen. Er machte Schlagzeilen, als er im vergangenen Jahr auf seinen Trainer losging. Er springt für Ibrahim Tamba ein.

"Für mich ist das ein Heimspiel. Deshalb möchte ich natürlich gewinnen - egal wie. Die Hauptsache für mich ist, dass ich den Box-Fans einen attraktiven Kampf bieten kann. Ich baue darauf, dass die Bielefelder mich wie gewohnt lautstark unterstützen und wir die Halle gemeinsam zum Beben bringen können"

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