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London - Der Monat Juli stand vollends im Zeichen der Major-Qualifikation. Im Londoner Twickenham Stadium, in dem für gewöhnlich Rugby-Spiele oder große Konzerte stattfinden, versammelten sich die besten CS:GO-Qualifikanten aus allen Teilen der Welt. Die sogenannten Minor Championships bilden jedes Jahr die letzte Chance, sich für das wichtigste CS:GO-Event des Jahres zu qualifizieren.

Amerikanischer Underdog gewinnt

Beim nordamerikanischen Ausscheid waren sich im Vorfeld alle Experten einig: Das Team von NRG Esports wird das Rennen klar für sich entscheiden. Am Ende kam es, wie so oft, ganz anders. Anstelle von NRG gewannen die absoluten Außenseiter von compLexity Gaming das Minor und konnten sich damit erstmals seit 2014 wieder für ein Major qualifizieren. 

Bei den asiatischen Teams gab es keine Überraschungen. Sowohl das chinesische Top-Team TyLoo als auch die Australier von Renegades setzen sich gegen ihre vergleichsweise schwache Konkurrenz durch.

Die Ninjas leben noch

Mit den Ukrainern der HellRaisers und den Russen von Team Spirit haben es zwei aufstrebende Teams aus Osteuropa nach London geschafft. Dagegen war das Minor der restlichen EU-Länder, bei dem die Leistungsdichte im Vergleich zu den restlichen Teilnehmern deutlich höher ist, vor allem von skandinavischen Mannschaften geprägt. Die Schweden von Ninjas in Pyjamas stehen erstmals seit der ESL One Cologne 2016 wieder im Starterfeld eines Majors.

Das deutsch-dänische Team Sprout unterlag dem späteren Minor-Sieger Ninjas in Pyjamas in den Playoffs und schrammte damit nur haarscharf an einer Sensation vorbei. Neben den schwedischen Ninjas, die in den Anfängen von CS:GO ein Major gewannen und insgesamt in fünf Major-Endspielen standen, waren es die Dänen von OpTic Gaming, die ebenfalls einen Startplatz für das FACEIT Major erobern konnten.

 

Somit stehen alle 24 Teilnehmer des am 5. September 2018 beginnenden Prestige-Turniers, bei dem es um insgesamt 1 Million US-Dollar gehen wird, fest. Darunter sind auch die Berliner von BIG, die beim vergangenen Major im Januar unter den besten 16 Teams landeten und sich damit einen Startplatz für das kommende Major in London sichern konnten.

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