Wann schlagen die Bayern auf dem Transfermarkt endlich nochmal zu? - Bildquelle: 2019 imagoWann schlagen die Bayern auf dem Transfermarkt endlich nochmal zu? © 2019 imago

München – Robben weg, Ribery weg, James weg, Rafinha weg, Boateng so gut wie weg. Der Aderlass beim FC Bayern zum Ende der Double-Saison ist enorm. Die größte Herausforderung für die Bosse - die scheidenden Leistungsträger adäquat zu ersetzen. Doch während Borussia Dortmund mit Julian Brandt, Nico Schulz und Thorgan Hazard schon ordentlich aufgerüstet hat, stottert der Transfermotor an der Säbener Straße noch. 

Mit 80-Millionen-Mann Lucas Hernandez steht erst ein einziger Neuzugang mit dem Prädikant Weltklasse fest. Dabei hatte Präsident Uli Hoeneß bereits im Februar von fixen Transfers gesprochen, die man nur mit Rücksicht auf den aktuellen Kader nicht allzu früh bekannt geben wollte.

"Wenn Sie wüssten..."

"Wenn Sie wüssten, wen wir alles schon sicher haben für die neue Saison", so Hoeneß im Doppelpass. Zum damaligen Zeitpunkt waren lediglich zwei wenig Aufsehen erregende Wechsel in trockenen Tüchern: ein schwächelnder Benjamin Pavard, der in Stuttgart innerhalb von zehn Monaten vom Weltmeister zum Absteiger wurde und Sturm-Talent Jann-Fiete Arp, der ein schwieriges Jahr beim HSV in der zweiten Liga hinter sich hat.

Doch wo bleiben die großen Kaliber? Fliegt den Bayern die Kampfansage des Präsidenten um die Ohren? Es scheint, als habe sich Hoeneß damals zu einem Statement hinreißen lassen, um alle Kritiker der defensiven Transferpolitik verstummen zu lassen. Zumindest vorübergehend.

Bayerisches Zögern auf dem Transfermarkt

Fest steht: Bei allen Hochkarätern, mit denen der Rekordmeister in den vergangenen Wochen in Verbindung gebracht worden war, stehen entweder die Chancen auf eine Verpflichtung eher schlecht oder Bayern zögert. 

Bayer Leverkusen erteilte den Bayern in dieser Woche eine Absage bezüglich eines Wechsels von Mittelfeld-Juwel Kai Havertz in diesem Sommer. Der seit Monaten umworbene Callum Hudson-Odoi soll englischen Medienberichten zufolge kurz davon stehen, seinen Vertag beim FC Chelsea um fünf Jahre zu verlängern. Und beim Wettbieten um Ajax-Kapitän Matthjis de Ligt sollen die Münchner laut "ESPN" selbst ausgestiegen sein – vermutlich auch, weil der 19-Jährige jedes Gehaltsgefüge sprengen würde.

Bei Rechtsaußen Nicolas Pepe vom OSC Lille gelten die Bayern dem "Daily Mirror" zufolge mit einem 80-Millionen-Angebot zwar als Favorit, doch der Rekordmeister wartet weiter. Wie auch bei Leipzig-Stürmer Timo Werner. Die "Bild" berichtete jüngst, dass Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge vor rund zwei Monaten gegenüber RB-Geschäftsfrüher Oliver Mintzlaff angekündigt hatte, sich nur bei "seriösem Interesse an Timo Werner" melden zu wollen. Dazu gekommen ist es scheinbar nicht.

Sane-Wechsel hat Priorität

Dabei forderte selbst Bayern-Topscorer Robert Lewandowski dringend Verstärkung für seine Position. In der abgelaufenen Saison war der Pole mangels Alternativen nahezu jede Minute auf dem Platz gestanden. 

Womglich hängt die bayerische Zaghaftigkeit auch mit der Personalie Leroy Sane zusammen. Die Bayern-Bosse machen schon länger kein Geheimnis mehr daraus, dass der Fokus auf einer Verpflichtung des 23-Jährigen liegt. Bei der Nationalmannschaft gaben Serge Gnabry und Joshua Kimmich alles, um den Flügelflitzer von einer Rückkehr in die Bundesliga zu überzeugen. Sane, der bei Manchester City zuletzt nicht mehr zur ersten Garde gehörte, könnte das Gesicht des Umbruchs werden. 

Ein erstes 80-Millionen-Angebot soll der englische Meister abgelehnt haben. Die Bayern müssten wohl sämtliche Prinzipien über Bord werfen, sprich eine dreistellige Millionensumme aufbringen, um den Deal einzutüten. Dann allerdings wäre sicher auch die geflunkerte Hoeneß-Aussage vom Februar über Nacht vergessen.

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Tabelle

Bundesliga

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB34246488:325678
2Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB34237481:443776
3RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL34199663:293466
4Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB04341841269:521758
5Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG341671155:421355
6VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB341671162:501255
7Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE341591060:481254
8Werder BremenWerder BremenWerderSVW341411958:49953
91899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG341312970:521851
10Fortuna DüsseldorfFortuna DüsseldorfDüsseldorfF95341351649:65-1644
11Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC3411101349:57-843
121. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M05341271546:57-1143
13SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF348121446:61-1536
14FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0434891737:55-1833
15FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA34881851:71-2032
16VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB34772032:70-3828
17Hannover 96Hannover 96HannoverH9634562331:71-4021
181. FC Nürnberg1. FC NürnbergNürnbergFCN343102126:68-4219
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