Mario Götze spielte in dieser Bundesliga-Saison keine einzige Minute. - Bildquelle: 2018 imagoMario Götze spielte in dieser Bundesliga-Saison keine einzige Minute. © 2018 imago

München - Jeder weiß, wozu er fähig ist. Jeder weiß, was er in jungen Jahren schon geleistet hat. Und jeder weiß, dass er WILL. Trotzdem befindet sich Mario Götze weiter im freien Fall. Nach überstandener Stoffwechselerkrankung und der Nicht-Berücksichtigung für die WM in Russland jetzt durch die Bankdrücker-Rolle in Dortmund. Dabei hatte Götze unter Trainer Lucien Favre auf einen Neubeginn beim BVB gehofft. 

Doch der Reset-Knopf lässt sich nicht so einfach drücken. Nicht eine Minute stand der 26-Jährige in den ersten drei Bundesligaspielen auf dem Platz. 

Favre: Götze passt nicht ins System

Er passe nicht ins System, rechtfertigte Favre seine Entscheidung. Im Mittelfeld gebe es ein Überangebot. Dass das nicht die ganze Wahrheit ist, zeigt das 3:1 gegen Eintracht Frankfurt am Freitag.

Favre setzte auf ein 4-2-3-1 System, mit einem Spielgestalter im zentralen Mittelfeld. Eigentlich eine Paraderolle für Götze. Stattdessen entschied sich der Trainer in der Zentrale für Marko Reus, auf dessen angestammter Position auf dem linken Flügel kam der 19-jährige Bruun Larsen zu seinem Bundesliga-Debüt. 

Matthäus rät zu Vereinswechel

Für Sky-Experte Lothar Matthäus hat Götzes momentane Situation auch andere Gründe. "Ihm fehlt zum jetzigen Zeitpunkt nicht nur die Qualität, die Geschwindigkeit und die Dribbelstärke und Spielfreude, die sich die Trainer von ihm erhofft haben", so Matthäus in einem Pressetalk am Freitag. 

"Er läuft seiner Form, die er vor der WM 2014 und bei seinem Siegtor im Finale hatte, hinterher. Er war bei zwei Vereinen, hatte vier, fünf Trainer, nur an den Trainern liegt es nicht." 

Trotzdem rät Matthäus Götze zu einem Vereinswechsel - quasi als letzter Strohhalm im Kampf um seine Karriere.

Knackpunkt Stoffwechselerkrankung

Fakt ist, dass Götze nach seiner Stoffwechselerkrankung 2017 nie mehr an frühere Leistungen anknüpfen konnte. Ließ er unter Peter Bosz zum Beginn der vergangenen Saison noch hin und wieder sein Potenzial aufblitzen, ging es unter Peter Stöger rapide bergab, sodass selbst Bundestrainer Joachim Löw auf eine WM-Berufung des 63-maligen Nationalspielers verzichtete.

In der Vorbereitung zur laufenden Saison setze Götze noch einmal alles auf eine Karte. Selbst die geplante Hochzeit mit Freundin Ann-Kathrin Brömmel musste einer intensiven Saisonvorbereitung weichen. Es half bislang nicht.

In der DAZN-Doku "Being Mario Götze" hatte der Arzt des 26-Jährigen erklärt, Götzes Stoffwechselkrankheit hätte dazu geführt, dass ihm Schnelligkeit, Dynamik und Leichtigkeit abhanden gekommen waren. Auffällig ist jedoch, dass der Spielmacher diese Assets auch nach seiner Genesung scheinbar nicht mehr besitzt.

BVB glaubt noch an Götze

Rückendeckung erhält Götze vom früheren Teamkameraden und jetzigen Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung, Sebastian Kehl: "Natürlich nervt ihn das. Er will spielen", so Kehl bei "Eurosport". "Trotzdem wirft sich Mario im Training rein. Er ist ein guter Junge, der unheimlich viel Potential hat. Er wird in den nächsten Spielen reinrutschen. Da bin ich mir ganz sicher."

Angesichts des straffen Programms, das dem BVB in den kommenden Wochen bevorsteht (sechs Spiele in 18 Tagen), dürfte Götze von Favre tatsächlich Einsatzzeit erhalten. Der Druck wird dann jedoch enorm sein. Denn Götze selbst dürfte es bewusst sein, was passieren wird, wenn er diese Chance nicht nutzen kann.

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