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München/London - Das Premier-League-Spitzenspiel zwischen dem FC Chelsea und dem FC Liverpool (2:2) war nicht nur für den neutralen Fußballfan schön anzusehen, sondern auch und gerade für die britischen Fans.

Denn diese Partie war das erste Premier-League-Spiel seit 1994, bei dem Stehplätze offiziell erlaubt waren.

Sogenannte "Safe Standing Areas"

Zum Jahreswechsel 2021/22 lief nämlich ein Pilotprojekt der britischen Regierung in Kooperation mit dem englischen Fußballverband "FA" an. An der Stamford Bridge ist das Stehen in drei bestimmten Bereichen, sogenannte "Safe Standing Areas" nun genau so erlaubt wie in den Stadien von Manchester United, Tottenham Hotspur, Manchester City und Cardiff City.

Dabei handelt es sich nicht um Stehplätze wie sie aus deutschen Stadien bekannt sind, sondern um Klappsitze. "Das ist ein großer Schritt nach vorne. Dafür haben wir fast 30 Jahre gekämpft. Toll, dass Fans sich jetzt aussuchen können, ob sie sitzen oder stehen wollen."

Bei den Stehplätzen soll jeder Fan trotzdem einen zugewiesenen Platz haben, außer um die Toiletten zu besuchen darf sich kein Fan innerhalb der Stehplätze bewegen.

Keine Stehplätze seit der Hillsborough-Katastrophe

Einst wurden die Stehplätze in England in Folge der Hillsborough-Katastrophe zur Saison 1994/95 verboten. 1989 starben 97 Menschen beim Spiel zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest in Folge eines massiven Gedränges auf der Tribüne.

Sollte sich das Pilotprojekt als Erfolg herausstellen, werden in der kommenden Saison alle Stadien in der Premier League sowie den unteren Ligen die Erlaubnis erhalten, "Safe Standing Areas" in ihre Stadien zu integrieren.

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