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München - Drei Jahre ist es mittlerweile her, dass die belgische Nationalmannschaft ihren größten Erfolg bei einer Weltmeisterschaft erzielte. Im Spiel um Platz drei bezwangen die "Roten Teufel" die englische Auswahl mit 2:0 und konnten sich nach der bitteren 0:1-Pleite im Halbfinale gegen Frankreich noch versöhnlich aus dem Turnier verabschieden.

Bei der anstehenden Europameisterschaft strebt der Weltranglistenerste nun nach dem ganz großen Wurf - dem ersten internationalen Titel. Und möglicherweise waren die Chancen noch nie besser, viele Akteure sind auf dem Höhepunkt ihres Schaffens.

Ihre erste Visitenkarte können die Belgier beim Auftaktmatch gegen Russland hinterlegen (12. Juni, ab 21:00 Uhr im Liveticker auf ran.de), danach geht es in Gruppe B noch gegen Dänemark (17. Juni, ab 18:00 Uhr im Liveticker auf ran.de) und EM-Neuling Finnland (21. Juni, ab 21:00 Uhr im Liveticker auf ran.de).

Was von den Belgiern zu erwarten ist und was das Team ausmacht, steht im ran-EM-Check.

So lief die Qualifikation:

Überragend. Die Mannschaft von Trainer Roberto Martinez spielte die beste Qualifikation der 24 EM-Teilnehmer, gewann in Gruppe I alle zehn Spiele und stand am Ende bei einem Torverhältnis von 40:3. Keine Mannschaft erzielte mehr Treffer, keine Mannschaft kassierte weniger Gegentore - souveräner geht es nicht.

Das ist neu:

Die französische Stürmerlegende Thierry Henry ist zurück im Trainerstab. Bereits bei der WM 2018 fungierte der mittlerweile 43-Jährige als Assistent von Martinez und sollte besonders den Angreifern um Sturmtank Romelu Lukaku wertvolle Tipps geben.

Ansonsten gibt es im Vergleich zu den vergangenen Jahren kaum Neuerungen, der Großteil des Kaders spielt bereits seit einiger Zeit zusammen und wurde nur punktuell mit formstarken Akteuren wie Flügelflitzer Jeremy Doku verstärkt. 

EM 2021: Auf diese Spieler kommt es an:

Dreh- und Angelpunkt in Martinez' favorisiertem 3-4-2-1-System ist Kapitän Kevin De Bruyne. Der Mittelfeldspieler von Manchester City erlebte eine herausragende Spielzeit und ist auch bei den Belgiern unverzichtbarer Bestandteil der Offensive. Zum Auftakt muss Belgien aber wahrscheinlich auf den Superstar verzichten. Das Spiel gegen Russland kommt für den 29-Jährigen nach einer Gesichtsverletzung zu früh.

Neben DE Bruyne gehören Inter-Angreifer Romelu Lukaku, zweitbester Torschütze der Serie A in der Saison 2020/21, sowie Napoli-Star Dries Mertens zu den Schlüsselspielern. Auch Torhüter Thibaut Courtois ist einer der Akteure, auf die es im Turnierverlauf zu achten gilt. 

Das macht Mut:

Eigentlich alles. Die Qualifikation lief perfekt, die letzten Testspiele vor der EM wurden mit Ausnahme des 1:1 gegen Griechenland erfolgreich bestritten, die Mannschaft ist eingespielt und die dicken Brocken bleiben in der Gruppenphase aus.

Ein Großteil der Akteure befindet sich in bestechender Form, neben den bereits angesprochenen Lukaku und De Bruyne zeigten auch Youri Tielemans (Leicester City) oder Yannick Carrasco (Atletico Madrid) herausragende Leistungen - die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Turnier sind also gegeben.

Das bereitet Sorgen:

Die Verletzung von "KDB" im Champions-League-Finale. Anschließend ließ er sich operieren und verpasst mindestens den Auftakt. Auch der Zustand von Dortmunds Axel Witsel wirft nach dessen Achillessehnenriss im Januar noch Fragen auf, Eden Hazard sucht noch nach seiner Form vergangener Tage.

Zudem ist der Druck größer als bei vorherigen Turnieren, als WM-Dritter und Weltranglistenerster ist die Erwartungshaltung gestiegen. Die Zeit der "goldenen Generation", wie Martinez seine Schützlinge jüngst bezeichnete, neigt sich langsam aber sich dem Ende entgegen. Spätestens nach der WM 2022 steht ein größerer Generationenwechsel an, viel Zeit bleibt diesem belgischen Team also nicht mehr, um endlich einen internationalen Titel einzufahren - ob sie diesem Druck standhalten, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Das sagt der Experte:

"Belgien hat ein starkes Team, sie haben so viele gute Spieler", so der zukünftige Roma-Coach Jose Mourinho in der "Sun" und fügt hinzu: "Ich denke, er (Trainer Roberto Martinez, Anm. d. Red.) kann etwas Besonderes erreichen - und wenn ich sage besonders, meine ich mehr als den dritten Platz bei der WM 2018. Aber ich denke, für Belgien gilt: Jetzt oder nie. Viele der Spieler sind im perfekten Alter, sie können es schaffen." 

EM 2021: So stehen Belgiens Chancen auf den Titel:

Gut bis sehr gut. Nur wenige Teams sind so eingespielt wie die "Roten Teufel", die individuelle Klasse der Spieler ist hoch. Alles andere als der Einzug in das Viertelfinale wäre eine herbe Enttäuschung, auch das Halbfinale sollte für Belgien machbar sein - und dann ist sowieso alles möglich.

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