Die UEFA sprach sich zuletzt gegen die Klub-WM aus - Bildquelle: AFPSIDFABRICE COFFRINIDie UEFA sprach sich zuletzt gegen die Klub-WM aus © AFPSIDFABRICE COFFRINI

Miami - Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat sich in den vergangenen Monaten deutlich gegen die Reform der Klub-WM ab 2021 ausgesprochen. Das verdeutlichen die internen Dokumente für die Sitzung des FIFA-Councils am Freitag (14.00 Uhr MEZ) in Miami, die der SID einsehen konnte. Allerdings steht der Europa-Verband alleine da - die weiteren fünf Konföderationen befürworten das neue Format.

Im Anhang zum Tagesordnungspunkt sechs ("Zukunft von Wettbewerben") ist zu lesen, dass während der Sitzungen der FIFA-Arbeitsgruppe im Vorfeld allein die UEFA dagegen war, dass das Council über die Einführung eines "Pilotprojekts" für die neue Klub-WM mit 24 Mannschaften im Sommer 2021 abstimmen soll. "Nicht vor 2025", steht als Zusatzvermerk bei der UEFA-Entscheidung.

UEFA für 14 Teilnehmer und Termin im Dezember

Einzig mit einer seichten Aufstockung auf 14 Teams und der Beibehaltung des bisherigen Dezember-Termins hätte sich die UEFA abfinden können - im Gegensatz zu den anderen Konföderationen.

"Wir müssen uns die Details der Klub-WM sehr genau anschauen. In welchem zeitlichen Rhythmus soll der Wettbewerb gespielt werden? Wer entscheidet über die Teilnehmer und wie werden die Einnahmen verteilt?", hatte DFB-Präsident und Council-Mitglied Reinhard Grindel dem SID bereits zu Wochenbeginn gesagt: "Deshalb ist es für eine abschließende Bewertung noch zu früh." Am Donnerstag stand für die UEFA-Delegierten in Miami eine weitere Vorbesprechung auf dem Programm. 

FIFA-Council stimmt am Freitag ab

Der Widerstand der UEFA, die zudem darauf bestand, wenn überhaupt nur acht Mannschaften (statt wie ursprünglich geplant zwölf) entsenden zu müssen, war jedoch vergebens. Das Council wird am Freitag laut den Dokumenten darüber abstimmen, "das Pilotprojekt einer überarbeiteten Klub-WM mit 24 Mannschaften im Jahr 2021 anstelle des Confed-Cups" zu organisieren. Im aktuell 36-köpfigen Council sind die neun UEFA-Delegierten unterlegen. 

Die Süddeutsche Zeitung zitierte am Donnerstagabend aus einem Brief der in Europa einflussreichen Klub-Vereinigung ECA an die UEFA, der in Kopie an FIFA-Präsident Gianni Infantino ging, in dem die Reformpläne deutlich abgelehnt wurden. "Kein ECA-Klub würde an so einem Wettbewerb teilnehmen", steht laut SZ in dem Schreiben, das von den im ECA-Vorstand sitzenden Top-Klubs unterschrieben wurde, darunter Rekordmeister Bayern München, Real Madrid und Manchester United.

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