Franz Beckenbauer - Bildquelle: AFPSIDCHRISTOF STACHEFranz Beckenbauer © AFPSIDCHRISTOF STACHE

Köln - Franz Beckenbauer empfiehlt Bundestrainer Joachim Löw nach dem Debakel bei der WM in Russland eine konsequente Linie ohne Rücksicht auf Namen. "Löw muss bei der Nominierung hart sein, Dankbarkeit bringt ihn nicht weiter", sagte der 72-Jährige der Bild-Zeitung mit Blick auf die kommenden Aufgaben. 

Dass Löw seine Arbeit nach dem Vorrunden-Aus fortsetze, sei "eine vernünftige Entscheidung, aber kein Neuanfang. Jogi wird einiges verändern müssen, nachdem ihm erfahrene Spieler den Einsatz verweigerten", so Beckenbauer. 

Die Einstellung war das Problem

Er selbst sei nie in einer solchen Situation gewesen. "1986 haben wir immerhin das Endspiel erreicht. Vor Beginn der WM musste ich mich von älteren Spielern trennen oder sie in die zweite Reihe stellen", sagte Backenbauer: "Der Einzige, der das nicht verstehen wollte, war Uli Stein. Deshalb musste er nach Hause fahren."

Der Grund für die Enttäuschung in Russland war laut Beckenbauer "die Einstellung. So kann man keine WM spielen", sagte der Teamchef der deutschen Weltmeister-Mannschaft von 1990: "Fußball ist in erster Linie ein Laufspiel. Es bestand aber null Bereitschaft dazu. Die Mannschaft hat eher das Gegenteil dessen gemacht, was ihr Löw aufgetragen hat."

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