ARD-Journalist Seppelt reist doch nicht nach Russland - Bildquelle: AFPSIDTOBIAS SCHWARZARD-Journalist Seppelt reist doch nicht nach Russland © AFPSIDTOBIAS SCHWARZ

Potsdam - Doping-Experte und "ARD"-Journalist Hajo Seppelt wertet sein unfreiwilliges Fernbleiben von der Fußball-WM in Russland aufgrund Bedenken deutscher Sicherheitsbehörden als "alarmierendes Zeichen". Es verdeutliche, "dass für den Sportjournalismus in Russland offenbar Risiken bestehen, die womöglich folgenschwere Konsequenzen haben", sagte Seppelt im Interview mit dem "SID": "Wenn Berichterstattung auf diese Weise behindert wird, dann ist das besorgniserregend."

Der 55-Jährige hatte in den letzten Jahren mit seinen Recherchen unter anderem den russischen Doping-Skandal mit den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi als negativem Höhepunkt aufgedeckt. In einem Gespräch zwischen "ARD"-Vertretern und Außenminister Heiko Maas war deutlich geworden, dass das Sicherheitsrisiko im Falle seiner Einreise zu hoch sei.

"Offensichtlich ist man in Russland der Meinung, dass unsere Recherchen nicht der Wahrheit entsprechen, dass alles nur westliche Propaganda sei. Deshalb gelte ich dort als unerwünschte Person", sagte Seppelt, der die Entscheidung professionell aufnahm: "Es ist keine Enttäuschung, es ist eine Ernüchterung. Ich muss das zur Kenntnis nehmen, trage die Entscheidung aber völlig mit. Denn ich kann verstehen, dass die "ARD" die Sicherheit ihrer Mitarbeiter als höchste Priorität ansieht."

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