Hockenheim - Showdown bis zur letzten Runde der Saison! Die Entscheidung in der DTM-Titelfrage ist vertagt. Erst im abschließenden Rennen 2018 am Sonntag in Hockenheim (ab 13 Uhr live in SAT.1 und auf ran.de) wird der DTM-Champion gekürt. Besonders heiß: Auch nach dem Qualifying am Sonntag kämpfen drei Kandidaten um den Pokal!

Sieben Pünktchen. Nicht mehr und nicht weniger trennen die beiden Mercedes-Piloten Gary Paffet und Paul di Resta. Mit Rang vier am Samstag hat sich Paffett an seinem Kollegen in der Gesamtwertung vorbei geschoben und führt das Klassement aktuell mit 240 Punkten an, di Resta hat 233 Zähler.

Siegt Paffett, ist alles klar

Gewinnt Paffett heute, ist ihm der Titel nach aktuellem Stand sicher. Dadurch würden die Rechenspielchen ja wieder anders aussehen. Doch schon ab Rang zwei müsste er ein Auge auf die Verfolger werfen.

Der einzige, der den beiden Mercedes-Piloten gefährlich werden kann, ist Audi-Fahrer und Titelverteidiger Rene Rast. Mit seinem fünften Sieg in Folge hält der Deutsche seine Titelchancen offen. 226 Punkte stehen auf seinem Konto. 14 Punkte Rückstand klingt nach einer Welt - den Abstand aufzuholen ist aber nicht unmöglich, wie er am Samstag eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.

Um sich den Titel zu holen, müsste Rast beispielsweise gewinnen, Paffett dürfte nicht über Platz sechs und die di Resta nicht über Platz vier hinauskommen. Wird Rast zweiter, darf Paffett nicht besser als Platz neun und di Resta nicht besser als Platz sechs abschneiden. Alles was schlechter als Platz zwei ist, reicht Rast nicht zum Triumph.

Rast: "Wirklich alles kann passieren"

"Es wird nicht einfach morgen, aber wir haben den Grundstein heute gelegt. Das war heute ganz klar das Ziel, dass wir Sonntag noch im Titelrennen sind. Das erste Etappenziel haben wir jetzt schon einmal erreicht", erklärt ein glücklicher Rene Rast nach seinem erneuten Erfolg. Ob die Aufholjagd morgen wie schon 2017 erfolgreich endet? "Wir haben heute gesehen, was alles passieren kann. Und wenn der Renngott wieder auf unserer Seite ist, dann kann wirklich alles passieren."

Auch der Drittplatzierte vom Samstag will nicht ausschließen, dass der Titelträger am Ende Rene Rast heißt: "Normalerweise ist der Renngott immer zwei oder drei Rennen bei einem Fahrer, dann zieht er weiter zum nächsten. Ich habe keine Ahnung, was der Rene dem Renngott gezahlt hat", scherzt Timo Glock und betont dann: "Ich ziehe den Hut davor, was Rene gerade abliefert. Wenn ich mich richtig erinnere, war die Situation im vergangenen Jahr die gleiche und am Ende war er es, der mit einem breiten Lächeln nach Hause ging."

Eine Prognose wagt Rast natürlich nicht abzugeben: "Es ist unvorhersehbar was in der DTM passiert." Der sechste Sieg in Folge, Rückendeckung von seinen Markenkollegen und nur die Plätze drei und sechs für Paul di Resta und Gary Paffett und der Titel gehört der Nummer 33 mit den vier Ringen auf der Motorhaube.

Auch Punktgleichheit denkbar

Besonderer Wahnsinn droht im Falle einer Punktgleichheit: Kommt Paffett hinter di Resta ins Ziel, hätten beide Mercedes-Piloten mit 258 Punkten Rang eins.

Der Titel würde dann an di Resta gehen, weil er mit vier Saisonsiegen gegenüber Paffetts dreien die Nase vorne hätte.

Rechenspielchen hin oder her: Es wird es verdammt spannend! #ranDTM ab 13:00 Uhr live mit der Titelentscheidung in SAT.1!

Aus Hockenheim berichtet Alessa-Luisa Naujoks

SAT.1 und ran.de übertragen die DTM-Rennen live und exklusiv.

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