Gary Paffett, Paul di Resta und Rene Rast (v.l.n.r.) kämpfen um die DTM-Meis... - Bildquelle: ImagoGary Paffett, Paul di Resta und Rene Rast (v.l.n.r.) kämpfen um die DTM-Meisterschaft © Imago

München - Die DTM geht in die entscheidende Phase. In den folgenden zwei Rennwochenenden wird die Meisterschaft ausgefahren. Am 22. und 23. September findet das nächste Rennwochenende im österreichischen Spielberg statt, bevor am 13. und 14. Oktober das große Finale am Hockenheim ansteht. Alle Rennen werden live in SAT.1 und auf ran.de übertragen.

ran.de beantwortet die wichtigsten Fragen zum Saisonendspurt.

Wie viele Fahrer können noch Meister werden?

Die Spannung könnte kaum größer sein: Rein theoretisch können noch acht Fahrer den Titel holen. Das sind:

  • Gary Paffett (206 Punkte)
  • Paul di Resta (204 Punkte)
  • Rene Rast (149 Punkte)
  • Edoardo Mortara (138 Punkte)
  • Marco Wittmann (137 Punkte)
  • Timo Glock (119 Punkte)
  • Lucas Auer (110 Punkte)
  • Pascal Wehrlein (100 Punkte)

Wie viele Punkte werden denn noch vergeben?

Im Optimalfall kann ein Fahrer noch 112 Punkte holen. Dazu müsste man allerdings alle vier Rennen gewinnen (jeweils 25 Punkte) und zudem im Qualifying stets die Pole Position belegen (je 3 Punkte).

Dass so etwas möglich ist, hat am vergangenen Wochenende der Titelverteidiger Rene Rast bewiesen. Der Audi-Pilot startete am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring in beiden Läufen von der Pole Position und landete zwei Mal auf dem Siegerpodest. Er ist der erste Fahrer, dem dieses Kunststück seit dem DTM-Comeback im Jahre 2000 gelang.

Wer hat noch realistische Chancen auf den Titel?

Normalerweise müssten die beiden britischen Mercedes-Piloten Gary Paffett und Paul di Resta den Titel unter sich ausmachen. Beide fahren bereits die ganze Saison über konstant auf hohem Niveau.

Paffett belegte in 12 der bisherigen 16 Läufe einen Punkterang, landete acht Mal auf dem Podest und gewann drei Mal. Di Resta belegte in 14 Rennen einen Punkterang, landete sechs Mal auf dem Podest und gewann ebenfalls drei Mal.

Rene Rast könnte allerdings noch einmal in Schlagdistanz gelangen, würde er in Österreich erneut ein perfektes Wochenende hinlegen. Ähnlich verhält es sich bei Edoardo Mortara und Marco Wittmann. Die dahinter folgenden Fahrer haben nur noch sehr theoretische Chancen.

Welchen Fahrern liegen die Strecken in Spielberg und am Hockenheim besonders gut?

Rene Rast hat im vergangenen Jahr den zweiten Lauf in Österreich gewonnen. In der Saison 2016 siegten Marco Wittmann und Timo Glock.

Die beiden aktuellen Wertungs-Führenden in der DTM taten sich in Österreich häufig schwer. Paffett belegte im letzten Lauf in Österreich zwar Platz 4, landete in den Rennen davor aber lediglich auf den Plätzen 17, 13 und 18. Di Resta belegte in den letzten vier Rennen in Österreich die Plätze 9, 11, 15 und 7.

Der Hockenheimring ist den Fahrern noch in bester Erinnerung, weil auch das erste Rennwochenende der Saison dort stattfand. Paffett trumpfte dort mit den Platzierungen 1 und 3 groß auf. Di Resta belegte die Positionen 7 und 9, Titelverteidiger Rast die gleichen Plätze in umgekehrter Reihenfolge.

Was sagen die Beteiligten?

Gary Paffett hat registriert, dass sich Rene Rast im Titelkampf zurückgemeldet hat: "Das ist für mich nicht überraschend. Er ist ein perfektes Wochenende gefahren und hat einen guten Job gemacht. Wir hingegen haben im letzten Rennen einem schlechten Job gemacht." Rene Rast allerdings wollte sich trotz des starken Wochenendes am Nürburgring nicht als Titelanwärter bezeichnen: "Ich glaube, dafür sind wir zu weit weg. Es wird schwer, die beiden Mercedes-Jungs noch von der Spitze zu verdrängen."

Wie ist der Stand in der Team- und Markenwertung?

In der Markenwertung führt Mercedes-Benz das Ranking souverän mit 801 Punkte an. Dahinter folgen BMW (531 Punkte) und Audi (365 P.).

Auch in der Teamwertung dominieren die Mercedes Teams das Geschehen. Die vorderen Plätze belegen Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS (306 P.), Mercedes-AMG Motorsport REMUS (262 P.) und SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport (248 P.). Dahinter folgt das BMW Team RMR (211 P.) als bestes Nicht-Mercedes-Team.

Warum könnten BMW und Audi noch einige Punkte gut machen?

Seit dem Rennen im italienischen Misano gilt eine neue Reifenregel: Um Reifenschäden zu verhindern, wurde ein Mindestluftdruck in den profillosen Reifen vorgeschrieben. Einige Fahrer und Teams kommen mit dieser Regelung besser zurecht, andere schlechter. Rene Rast scheint genauso wie die BMW-Piloten Bruno Sprengler (2. Platz am vergangenen Samstag) und Marco Wittmann (3. Platz am Sonntag) zu den Profiteuren zu zählen. Dieser Trend könnte sich in den folgenden vier Läufen fortsetzen – und somit für ordentlich Spannung sorgen.

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