Spielberg - Nick Cassidy gewann, Rene Rast machte einen großen Schritt im Titelkampf, doch für das größte Spektakel beim Samstags-Rennen der DTM in Spielberg sorgten Nico Müller und Thomas Preining (das 2. Rennen am Sonntag um 13:00 Uhr live auf ProSieben und ran.de).

Die beiden lieferten sich einen knallharten Zweikampf über mehrere Runden. Dabei bremste sich Preining mehrmals in Kurve 3 mit der Brechstange an Müller vorbei und drängte den Schweizer dabei von der Strecke. Deshalb wies die Rennleitung den Österreicher in Runde 19 an, zwei Positionen zurückzugeben.

In Runde 22 duellierten sich Müller und Preining dann über mehrere Kurven hinweg. Audi-Pilot Müller setzte sich mit fairen Mitteln durch. In Runde 31 erfolgte dann ein Konter von Preining, allerdings wieder in Form einer sogenannten Dive-Bomb, mit der er Müller in Kurve 3 von der Strecke drängte.

Damit war für die Sportkommissare das Maß voll und es setzte eine 10-Sekunden-Strafe für den Porsche-Piloten.

Preining: "Kompletter Blödsinn"

Für Mike Rockenfeller eine nicht ganz nachvollziehbare Entscheidung. Der ran racing-Experte erklärte, Preining habe Müller in den Duellen "genügend Luft gelassen. Ja, das ist hartes Racing - aber so wollen wir das doch sehen."

Preining selbst fand am ran-Mikrofon noch deutlichere Worte: "Das ist kompletter Blödsinn. Viele Leute teilen diese Meinung. Mal sehen, ob man mit denen da oben (die Rennleitung, Anm. d. Red.) jetzt vernünftig reden kann." Der Bernhard-Pilot kündigte an, Einspruch gegen die Strafe einlegen zu wollen, die ihn von Position fünf auf den zehnten Rang zurückwarf.

Kontrahent Müller hielt die Strafe am Ende für gerechtfertigt, sagte aber auch, dass es ihm leid für Preining tue: "Das war hartes, aber faires Racing über viele Runden."

Lucas Auer: Wichtige Punkte im Titelkampf

Am Abend folgte dann die Rolle rückwärts der Rennleitung: "Nach der Anhörung beider Parteien und Auswertung weiterer Videoaufnahmen wurde entschieden, dass kein Fahrer die volle Verantwortung für den Zwischenfall trägt: Daher: no further action." Heißt: Die Strafe fällt weg, Preining rückt im Endergebnis auf Platz fünf vor.

Einen Rang hinter Lucas Auer (Winward-Mercedes). Auch beim Österreicher gab es Ärger. Er wurde ebenfalls mit einer 10-Sekunden-Zeitstrafe belegt. Der Grund bei ihm: Er war in der Boxengasse (60 km/h erlaubt) angeblich zu schnell. Auch hier ruderte die Rennleitung zurück.

"Eine Überprüfung der GPS-Daten hat ergeben, dass die ursprüngliche Geschwindigkeitsmessung (63 statt 60 km/h) nicht korrekt war", hieß es in der Begründung. Die gute Nachricht für Auer, der auf Platz vier zurückrückte: Er hat nun 110 Punkte auf dem Konto und ist damit auf Tuchfühlung mit Rene Rast (117) und Mirko Bortolotti (110). Das Trio hängt dem Gesamtführenden Sheldon van der Linde (130) drei Rennen vor Schluss im Nacken. Spannung ist also garantiert für das Rennen am Sonntag (um 13:00 Uhr live auf ProSieben und ran.de).

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