München - Großartiger Tag für Mitch Evans. Der Neuseeländer hat das allererste Formel-E-Rennen in Jakarta gewonnen und damit bereits seinen dritten Saisonsieg eingefahren. In der indonesischen Hauptstadt setzte er sich auf dem anspruchsvollen Kurs vor Pole-Setter Jean-Eric Vergne und Edoardo Mortara durch.

Nur wenige Stunden vor dem Rennen hatte sich mit Vergne der zweifache Formel-E-Champion die Pole Position gesicherte. Die erste Startreihe hatte sich der Franzose mit Antonio Felix da Costa geteilt, der seinem Teamkollegen eigentlich hätte Rückendeckung geben sollen.

Der von Rang drei ins Rennen gegangene Evans wagte bereits am Start einen Angriff auf das führende Duo - noch ohne Erfolg. Nach einem Neustart in Runde zwei, Oliver Rowland hatte zuvor sein linkes Vorderrad verloren und den Notausgang angesteuert, zwang Evans Felix da Costa in einen Bremsfehler und konnte in seinem Jaguar vorbeiziehen.

Führungswechsel bei Vergne und Evans

In der Folge wechselte die Führung zwischen Vergne und Evans nach Fahrten durch Aktivierung des Attack-Modes zu unterschiedlichen Zeiten mehrmals hin und her. Schon als Vergne's Attack-Mode aufgebraucht war, war Evans bis auf eine halbe Sekunde an den zweimaligen Meister herangekommen.

In der 31. Runde überrumpelte der Neuseeländer den Franzosen schließlich in Kurve sieben, zog innen vorbei und übernahm endgültig die Führung.

Absetzen konnte sich Evans in der Folge nicht, weil seine Hinterreifen abbauten, und weil er durch die Extrazeit von 1:30 Miuten - ausgelöst durch die Safety-Car-Phase nach dem Reifenverlust von Rowland - Zeitmanagement betreiten musste. Dies wiederum brachte neben Vergne auch Mortara noch einmal ins Spiel. Der Schweizer wählte beim Attack-Mode eine antizyklische Strategie und lag zwischenzeitlich sogar in Führung. 

Die Dreiergruppe kämpfte vor allem in den letzten beiden Runden um den Sieg. Obwohl Vergne sich des Fanboosts bediente, reichte es nur zu halbherzigen Angriffen auf den Führenden. Der Zusatzschub kostete außerdem zusätzlich Energie, sodass Vergne sich in den letzten Kurven eher darauf konzentrieren musste, sich Mortara vom Leib zu halten.

Felix da Costa und Stoffel Vandoorne komplettierten die Top 5, bester Deutscher war Pascal Wehrlein auf Rang acht. Andre Lotterer wurde nach einer 5-Sekunden-Strafe nur Elfter, Maximilian Günther landete auf dem 14. Rang.

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