- Bildquelle: IMAGO/Action Plus © IMAGO/Action Plus

München - Der bisherige Dragon-Pilot Sergio Sette Camara wechselt für die kommende Saison 2023 zum Formel-E-Team Nio 333. Was seit Wochen als mögliches Szenario von verschiedenen Medien spekuliert wurde, geriet nun durch eine Kommunikationspanne der Formel E ans Licht der Öffentlichkeit: Die Serie nahm am Dienstag offenbar versehentlich einen Artikel auf ihrer Website online, der Sette Camara im Nio-Teamdress zeigte und den Transfer als offiziell vermeldete. Später wurde der Text wieder unsichtbar geschaltet.

Somit ist davon auszugehen, dass der Deal zwischen dem Brasilianer und dem Hinterbänklerteam der Formel E unter Dach und Fach ist. Eine offizielle Bestätigung durch Nio 333 steht allerdings noch aus. Auch die Frage, wer in der ersten Gen3-Saison an der Seite Sette Camaras für Nio starten wird, ist noch offen. Als wahrscheinlichster Kandidat gilt der Saison-8-Stammfahrer Dan Ticktum. Ebenfalls Chancen haben Nio-Urgestein Oliver Turvey und Jake Hughes, die jedoch beide auch mit McLaren in Verbindung gebracht werden.

Mit Blick auf seine Leistungen in den vergangenen Jahren für Dragon hätte sich Sette Camara durchaus ein Cockpit bei einem Topteam verdient. Da jedoch augenscheinlich kein solcher Sitz für 2023 mehr verfügbar, dockte Sette Camara vermeintlich bei Nio an, um in der Formel E bleiben zu können. Seine Hoffnung dürfte daher rühren, dass die Karten vor der neuen Gen3-Ära neu gemischt werden.

Noch wartet Sette Camara auf einen Podestplatz in der Formel E

Nio 333 tritt weiterhin als eigener Hersteller an, fängt mit dem neuen Antrieb jedoch wie alle anderen Hersteller bei Null an. Gut möglich, dass Nio im nächsten Jahr nicht mehr das Schlusslicht der Formel E ist und nach vielen Jahren wieder um die vorderen Jahre mitkämpfen kann.

Sette Camara kam in Saison 6 zum "Sixpack von Berlin" in die Formel E und übernahm bei Dragon das Cockpit von Brendon Hartley. In 37 Formel-E-Einsätzen erzielte der 24-Jährige aus Belo Horizonte bislang 18 Meisterschaftspunkte und erreichte dreimal die Super-Pole im Qualifying. Auch schaffte er es dank guter Qualifying-Pace in der vergangenen Saison mehrfach in die Duellphase. Sein bestes Rennergebnis ist bislang ein vierter Platz

Dieser Artikel von Timo Pape erschien zuerst auf e-formel.de.

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