Startet in Monaco nur von Platz 16: Charles Leclerc - Bildquelle: AFPSIDBORIS HORVATStartet in Monaco nur von Platz 16: Charles Leclerc © AFPSIDBORIS HORVAT

Monte Carlo (SID) - Ein wütender Charles Leclerc hat nach dem verpatzten Qualifying zu seinem Formel-1-Heimspiel beim Großen Preis von Monaco erhöhten Redebedarf mit seinem Ferrari-Team. "Ich habe gefragt, ob sie sich sicher sind. Sie sagten, dass sie sich sicher sind. Wir hatten genug Zeit, noch einmal rauszufahren. Wir hatten genug Treibstoff. Ich verlange Erklärungen", sagte der Teamkollege des Heppenheimers Sebastian Vettel nach Startplatz 16.

Ferrari hatte in der hitzigen Schlussphase des ersten von drei Qualifying-Abschnitten darauf verzichtet, den 21-Jährigen noch einmal auf die Strecke zu schicken. Die Strategie-Abteilung war der Annahme, Leclercs Zeit würde ausreichen, um sich unter den besten 15 zu platzieren und damit das Q2 zu erreichen. Es erwies sich als Trugschluss.

Weltmeister Lewis Hamilton, der sich für das Rennen am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) die Pole Position sicherte, kann Leclercs Ärger nachvollziehen. "Das ist schlechte Vorbereitung", sagte der britische Mercedes-Pilot: "Wir gehen solche Risiken nicht ein. Deshalb bin ich ja auch nochmal rausgegangen und habe die sich verbessernde Strecke genutzt."

In Monaco fällt ein schlechter Startplatz noch mehr als ins Gewicht als auf den meisten anderen Strecken, weil Überholen auf dem engen Stadtkurs kaum möglich ist.

Motorsport 2018 / 2019