Formel-1-Fahrer Michael Schumacher zu seiner aktiven Zeit im Motorsport (Arc... - Bildquelle: LATFormel-1-Fahrer Michael Schumacher zu seiner aktiven Zeit im Motorsport (Archiv) © LAT

"Es gibt wenige Menschen in Deutschland, die eine ganze Sportart derart geprägt haben wie Michael Schumacher den Rennsport", sagt Hendrik Wüst als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Er verleiht dem siebenmaligen Formel-1-Weltmeister nun den "Staatspreis", die höchste Auszeichnung, die das Bundesland vergibt.

Die offizielle Ehrung Schumachers ist für den 20. Juli 2022 angesetzt. Dann werden Schumachers Frau Corinna und seine Kinder Gina und Mick den Preis stellvertretend für Schumacher entgegennehmen. Dessen ehemaliger Formel-1-Teamchef bei Ferrari, Jean Todt, wird eine Laudatio auf Schumacher halten.

Doch schon in der Ankündigung zur Preisverleihung findet Ministerpräsident Wüst viele lobende Worte für Schumacher. Denn dieser sei mit "herausragenden internationalen sportlichen Leistungen" ein "Rennfahrer von Weltrang" gewesen.

Deshalb ist Schumacher der Preisträger 2022

Man verleihe Schumacher den Staatspreis aber vor allem "in Anerkennung seines vorbildlichen sozialen Engagements und für seine Verdienste um sein Heimatland Nordrhein-Westfalen".

Denn Schumacher habe "als Mensch nie die Bodenhaftung verloren und immer seine Mitmenschen im Blick behalten", erklärt Wüst und meint weiter, Schumacher sei auch deshalb zu einer "lebenden Legende" geworden. Wüst: "Bis heute gehört er zu den herausragenden Persönlichkeiten der weltweiten Sportgeschichte und bleibt Vorbild für Viele."

Schumacher habe sich "über viele Jahre hinweg für Kinder in Not stark gemacht" und "einen großen Teil des Privatvermögens für wohltätige Zwecke gespendet", so der Ministerpräsident weiter. Er verweist explizit auf diverse Naturkatastrophen wie das Hochwasser in Deutschland oder den Tsunami in Asien, bei denen sich Schumacher großzügig gezeigt habe.

Der Staatspreis von Nordrhein-Westfalen wird in der Regel einmal pro Jahr an Personen verliehen, und zwar an Menschen, "die herausragende Leistungen erbracht haben und Nordrhein-Westfalen durch Werdegang und Wirken verbunden sind", so heißt es. 2020 und 2021 erfolgte keine Preisverleihung aufgrund der Corona-Pandemie.