Die Formel 1 um Sportdirektor Ross Brawn hat erste Einblicke in die Regeländ... - Bildquelle: 2018 Getty Images, instagram.com/f1Die Formel 1 um Sportdirektor Ross Brawn hat erste Einblicke in die Regeländerungen für 2021 gegeben. © 2018 Getty Images, instagram.com/f1

Köln - Fahrer, Teams und Fans fiebern dem Oktober entgegen! Dann wollen die Formel 1 und der Motorsport-Weltverband FIA das neu strukturierte Reglement der Königsklasse für die Saison 2021 bekanntgeben. Vorab haben beide Seiten nun gemeinsam erste Einblicke in die geplanten Änderungen gegeben.

Im Mittelpunkt des überarbeiteten Regelwerks stehen demnach vier Aspekte: Die Autos sowie die Reifen sollen zweikampffreundlicher und der Abstand zwischen den Teams kleiner werden. Die Konkurrenzfähigkeit soll außerdem nicht vom Geld abhängen und die Boliden sollen einen "Wow-Faktor" erhalten.

Damit sich die Fans schon mal ein Bild davon machen können, wie die Autos der Zukunft womöglich aussehen, hat die F1 in den sozialen Netzwerken erste Zeichnungen der Bolliden nach den 2021er Regeln gepostet. Ein breiter, vereinfachter Frontflügel, ein schmales Chassis, eine Art Kappe über den Vorderrädern und ein kleiner Heckflügel fallen dabei besonders ins Auge.

Besonders an der Frontflügel-Partie wird aber noch gearbeitet. Die Entwickler sind noch nicht ganz zufrieden mit der bisherigen Planung. Sowohl aus "aerodynamischer als auch ästhetischer Sicht" müsse noch daran gearbeitet werden, erklärte der FIA-Verantwortliche Nikolas Tombazis.

Weniger Fahrhilfen für die Piloten

"Wir haben im Moment drei Teams, die Rennen gewinnen können, das ist alles", sagte F1-Sportdirektor Ross Brawn, der das für die Reform verantwortliche Team leitet. "In den nächsten Jahren wird die Formel 1 einen besseren Weg einschlagen, in dem ein gutes Team mit moderaten Mitteln vorne mitmischen kann. Das wollen wir erreichen. Wenn man dann einen Charles Leclerc oder Max Verstappen in einem Mittelfeld-Team hat, kann das einen Unterschied machen. Im Moment hilft das nichts."

Im Zuge der Maßnahmen soll Reifen-Lieferant Pirelli in die Pflicht genommen werden - aktuell gibt es zu viele Rennen, in denen die Reifen so lange leben, dass die Fahrer mit einem Boxenstopp auskommen. Dafür ist jedoch ein enormes Schonen der Pneus nötig, was weniger Racing zulässt. Ein Killer für die Spannung.

F1 soll "unterhaltsamer, zugänglicher und nachhaltiger" werden

Zudem sollen die Fahrhilfen für die Piloten reduziert werden. Die Kosten sollen aber vor allem durch eine Vielzahl an Einheitsteilen gesenkt werden, das Team-Budget wäre gedeckelt. Mögliche Teile, die ab 2021 standardmäßig in der F1 produziert werden könnten, sind die Antriebswelle oder die Lenksäulen.

Die vor allem bei den Top-Teams nicht unumstrittene Reform umfasst den Zeitraum zwischen 2021 und 2025 und soll der Königsklasse den Weg in die Zukunft ebnen. Das Maßnahmenpaket soll den Einstieg anderer Hersteller erleichtern aber auch das Zuschauererlebnis wieder steigern. "Unser Ziel ist es, die Formel 1 unterhaltsamer, zugänglicher und nachhaltiger zu machen - nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht", erklärte Brawn. "Ich denke, wir können sehr viel bessere Arbeit leisten als jetzt und wir packen das an jeder Front an."

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Motorsport 2018 / 2019