Daniel Abt wurde vom Formel-E-Team von Audi entlassen - Bildquelle: imago images/KrälingDaniel Abt wurde vom Formel-E-Team von Audi entlassen © imago images/Kräling

München - Daniel Abt hat in einem Video-Statement auf seinen Rauswurf aus dem Audi-Team in der Formel E reagiert.

In einem YouTube-Statement zeigte sich Abt schockiert. Das Ende der langjährigen Zusammenarbeit mit Audi sei "ein Schmerz, den ich noch nie in meinem Leben erfahren habe." Es war für ihn eine "absolute Ehre, Audi zu repräsentieren."

"In Nachbetracht stehe ich zu dem Fehler und trage alle Konsequenzen. Ich entschuldige mich bei meiner Familie, Audi, meinen Freunden, Fans, der Formel E und Unicef", so Abt.

Audi hatte am Dienstagmittag die Trennung von Abt bekanntgegeben, nachdem der 27-Jährige am Wochenende bei der Sim-Racing-Serie Formel E: Race at Home Challenge (immer Samstag, 16.30 Uhr live auf ran.de) betrogen hatte.

In einem Statement teilte Audi mit: "Daniel Abt hat beim fünften Rennen der Race at Home Challenge am 23. Mai sein Fahrzeug in Qualifikation und Rennen nicht selbst gesteuert, sondern dies einem professionellen Sim-Racer überlassen. Hierfür hat er sich direkt am folgenden Tag entschuldigt und die Disqualifikation akzeptiert."

Und weiter: "Integrität, Transparenz und die konsequente Einhaltung geltender Regeln haben für Audi oberste Priorität – dies gilt ausnahmslos für alle Aktivitäten, an denen die Marke beteiligt ist. Aus diesem Grund hat Audi Sport entschieden, Daniel Abt mit sofortiger Wirkung zu suspendieren."

Abt: "Wir dachten, es wäre eine lustige Idee"

Abt hatte einen E-Sports-Profi an seiner Stelle fahren lassen. Der Schwindel flog auf, weil bei allen Piloten das Gesicht zu sehen war, nur bei Abt nicht. Zudem waren "seine" Leistungen auf einmal deutlich verbessert. 

"Wir dachten, es wäre eine lustige Idee, wenn er das Rennen für mich fährt. Niemals war es die Intention, einen anderen Fahrer für mich fahren zu lassen, um ein besseres Ergebnis zu erzielen", erklärte Abt nun. "Wir wollten die ganze Aktion auflösen und es war als Spaß gemeint. Er hat kein Geld bekommen und wir wollten das nie verschleiern."

Abt wurden zuvor bereits alle Punkte bei der "Formel E:Race at Home Challenge" aberkannt und er musste eine Geldstrafe von 10.000 Euro an einen wohltätigen Zweck zahlen. 

Abt entschuldigt sich für Vergehen

"Ich habe es nicht so ernst genommen, wie ich es hätte tun sollen. Das tut mir leid", entschuldigte sich Abt am Montag, nachdem sein Schwindel mit einem E-Sports-Profi als Piloten aufgeflogen war. 

Doch das Aus bei Audi ist nun deutlich schmerzhafter für Abt, schließlich bestritt er in den vergangenen sechs Jahren 63 Rennen in der Formel E. Sein Vertrag wäre am Saisonende ausgelaufen.

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