Anthoine Hubert kam bei dem Crash ums Leben. - Bildquelle: imago images / Motorsport ImagesAnthoine Hubert kam bei dem Crash ums Leben. © imago images / Motorsport Images

München – Die Zahlen sind der pure Horror. Sie zeigen, wie heftig der Unfall tatsächlich war. Als ob man das am 31. August beim Formel-2-Rennen in Spa nicht auch so gesehen hätte.

Doch Vergleiche, Zahlen und Fakten helfen manchmal dabei, das Unbegreifliche ein wenig begreiflicher zu machen.

81,8 g in der Spitze

In der Spitze wirkten 81,8 g bei dem Horrorcrash auf den verstorbenen Franzosen Anthoine Hubert ein. Das ist ein erschreckendes Detail des Abschlussberichts des Automobil-Weltverbandes FIA, der seine Untersuchungen zu dem Unfall abgeschlossen hat. 

81,8 g. Also das fast 82-fache des eigenen Körpergewichts. Zum Vergleich: In Formel-1-Autos wirken in Kurven schon mal 5g auf die Fahrer. Fünf. Für Normalsterbliche liegt die maximale Belastung bei 4,5. 

Hubert war bei dem Crash ausgangs der berüchtigten Kurve Eau Rouge mit 216 km/h in die Streckenbegrenzung gerauscht und wurde anschließend zurück auf die Strecke geschleudert. Auf den US-Amerikaner Juan Manuel Correa, der anschließend chancenlos und mit 218 km/h in den Boliden von Hubert gerast war, wirkten dabei 65,1 g ein. 

Nochmal auf 100 km/h beschleunigt

Die Folge war ein gewaltiger Schlag, der das Auto von Hubert nochmals auf 100 km/h beschleunigte, wodurch es ein zweites Mal in die Leitplanken krachte.

Correa hat den Crash schwer verletzt überlebt, kämpfte danach um sein Leben und musste sich aufgrund seiner schweren Beinverletzungen mehreren komplizierten Operationen unterziehen. Der 20-Jährige befindet sich inzwischen in der Reha und langsam auf dem Wege der Besserung.

In dem FIA-Bericht kommen die Ermittler zu dem Schluss, dass eine "Kette von Ereignissen" zu dem "komplexen Crash" geführt habe. Neben Hubert und Correa waren auch der Franzose Giuliano Alesi und der Schweizer Ralph Boschung in den Unfall verwickelt.

Komplexer Crash

"Es gab keine einzige spezifische Ursache, sondern mehrere Faktoren, die zur Schwere des Unfalls beigetragen haben", teilte die FIA mit. "Die Untersuchung hat keine Hinweise darauf gefunden, dass irgendein Fahrer nicht angemessen auf das gelbe Flaggensignal oder auf die Umstände auf der Strecke reagiert hat", hieß es in der Erklärung weiter. Klar ist: Der Bericht soll nicht nur über die Aufarbeitung des Crashs informieren, alle Erkenntnisse fließen in die weitere Arbeit für die Sicherheit im Motorsport ein.

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