Enttäuscht: John Degenkolb - Bildquelle: GETTY AFPSIDBryn LennonEnttäuscht: John Degenkolb © GETTY AFPSIDBryn Lennon

Frankfurt/Main (SID) - Der deutsche Radprofi John Degenkolb hat "geschockt und enttäuscht" auf den positiven Dopingtest seines kolumbianischen Teamkollegen Jarlinson Pantano reagiert. "Es war natürlich ein wahnsinniger Schock für alle im Team. Ich weiß noch nicht so richtig, wie ich damit umgehen soll", sagte Degenkolb am Dienstag in Frankfurt/Main.

Der Weltverband UCI hatte am Montag mitgeteilt, dass Pantano bei einer Trainingskontrolle am 26. Februar dieses Jahres positiv auf das Blutdopingmittel EPO getestet worden war. Der 30-Jährige wurde vom Verband sowie von seinem Team Trek-Segafredo vorläufig suspendiert. Pantano hat das Recht, die Öffnung der B-Probe zu beantragen. "Ich hoffe, dass so schnell wie möglich Fakten geschaffen werden", sagte Degenkolb.

Von den Strapazen beim Klassiker Paris-Roubaix hat sich Degenkolb noch nicht erholt. "Die letzten 20 Kilometer waren die Hölle, ich bin noch nie so leer ins Velodrom gekommen. Es ist noch nicht ganz verkraftet", sagte der 30-Jährige, der neben den körperlichen Folgen auch mit dem Ergebnis zu kämpfen hat: "Es war eine Enttäuschung, ganz klar. Aber das Leben geht weiter." Degenkolb, Roubaix-Sieger von 2015, hatte die "Königin der Klassiker" am Sonntag auf dem 28. Rang beendet. 

Seinen nächsten Einsatz hat Degenkolb bei seinem Heim-Event, dem Eintagesrennen Eschborn-Frankfurt am 1. Mai. Dort zählt er zum Kreis der Sieganwärter. "Ich finde es fantastisch, dass ich als einer der Favoriten an den Start gehen darf. Mich motiviert es eher, als dass ich gelähmt bin. Neben Paris-Roubaix ist es eines meiner absoluten Lieblingsrennen", sagte Degenkolb.

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